434 Tage im All: Geheimer Raumgleiter X-37B ist wieder auf der Erde

Das geheime Raumflugzeug X-37B der US Space Force (USSF) ist nach 434 Tagen im All zurückgekehrt. Die siebte Mission brachte bahn­bre­chen­de Manöver und neue Technologien zum Einsatz. Doch was steckt wirklich hinter dem mysteriösen Flugobjekt?
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Boeing/US Space Force

Geheimes Raumflugzeug landet nach Rekordflug

Das unbemannte Raumflugzeug X-37B der USSF ist nach seinem bisher längsten Flug zur Erde zurückgekehrt. Die siebte Mission des geheimnisvollen Flugobjekts endete vor einigen Tagen nach rund 14 Monaten im Orbit mit einer Landung auf der Vandenberg Space Force Base in Kalifornien.

Erstmals wurde die X-37B mit einer SpaceX Falcon Heavy Rakete in eine hoch elliptische Umlaufbahn gebracht. Der Start erfolgte am 28. Dezember 2023 vom Kennedy Space Center in Florida. Diese ermöglichte es dem Raumflugzeug, in bisher unerreichte Höhen vorzudringen und neue Manöver zu erproben. Ein Highlight war das sogenannte Aerobraking, bei dem die Atmosphäre genutzt wurde, um die Umlaufbahn mit minimalem Treibstoffverbrauch zu ändern. Im Oktober 2024 nutzte das Raumflugzeug diese Technik auch, um sein Servicemodul sicher zu entsorgen. US-Raumgleiter Boeing X-37B

Weltraumüberwachung im Fokus

Die USSF bestätigte, dass die Mission auch dazu diente, neue Technologien zur Weltraumüberwachung zu testen. Diese sollen helfen, die Lage im zunehmend überfüllten und umkämpften Weltraum besser einschätzen zu können. General Chance Saltzman, Chef der Space Operations, betonte die Bedeutung dieser Experimente für künftige Weltraumoperationen:

Mission 7 hat neue Maßstäbe gesetzt, indem sie die Fähigkeit der X-37B demonstrierte, ihre Test- und Experimentierziele in verschiedenen Umlaufbahnen flexibel zu erfüllen. Die erfolgreiche Durchführung des Aerobraking-Manövers unterstreicht das Engagement der USSF, die Grenzen neuartiger Weltraumoperationen auf sichere und verantwortungsvolle Weise zu erweitern.
General Chance Saltzman

Die genauen Details der Mission bleiben erwartungsgemäß streng geheim. Experten vermuten, dass die X-37B auch für militärische Zwecke wie Aufklärung genutzt werden könnte. Offiziell wird das Projekt als "experimentelles Testprogramm zur Demonstration von Technologien für eine zuverlässige, wiederverwendbare, unbemannte Weltraum-Testplattform" beschrieben.

Zukunft des Programms ungewiss

Trotz der Erfolge ist die Zukunft des X-37B-Programms jedoch ungewiss. Die Space Force hat erklärt, dass sie derzeit keine Pläne für den Bau weiterer Exemplare habe. Die beiden existierenden Raumflugzeuge sollen aber weiterhin für Tests und Experimente genutzt werden.

Die X-37B, die einer Miniatur-Version des Space Shuttles ähnelt, ist knapp neun Meter lang und hat eine Spannweite von 4,5 Metern. Das unbemannte Raumflugzeug wiegt beim Start etwa 5000 Kilogramm und verfügt über Galliumarsenid-Solarzellen mit Lithium-Ionen-Batterien für die Stromversorgung. Sie wurde ursprünglich von der NASA entwickelt, bevor das Programm an das Militär übergeben wurde. Auch andere Länder entwickeln ähnliche Systeme. China testet unter anderem das Shenlong-Raumflugzeug, das als Gegenstück zur X-37B gilt. Der Wettlauf um die Vorherrschaft im Weltraum scheint damit in eine neue Phase einzutreten.

Was haltet ihr von den geheimnisvollen Missionen der X-37B? Glaubt ihr, dass solche Raumflugzeuge die Zukunft der Raumfahrt prägen werden? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Geheimes US-Raumflugzeug X-37B nach 434 Tagen im All gelandet
  • Die siebte Mission brachte neue Technologien und Manöver zum Einsatz
  • Erstmals mit SpaceX Falcon Heavy in hoch elliptische Umlaufbahn
  • Aerobraking-Technik für Bahnänderung mit minimalem Treibstoff
  • Genaue Details der Mission bleiben streng geheim
  • Experten vermuten militärische Nutzung wie Aufklärung
  • Zukunft des X-37B-Programms trotz Erfolgen ungewiss

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