Reaktion auf Vorwürfe? Vodafone klemmt TV-Schwarzseher jetzt ab
Vodafone will derzeit aktiver gegen Nutzer von Kabelfernseh-Anschlüssen vorgehen, die seit dem letzten Jahr nicht mehr für die Nutzung zahlen. Ein Grund dafür könnte in Vorwürfen des Konkurrenten Deutsche Telekom liegen, wonach man Schwarzseher bewusst dulde.
Vodafone-Konkurrenten hatten ihrerseits Marketing-Kampagnen auf diese Situation ausgerichtet - so beispielsweise auch die Deutsche Telekom, die sich viel mehr Kunden für ihr Magenta TV erhoffte. Allerdings konnte man bei Weitem nicht so viele Verträge abschließen wie gedacht. Telekom-Chef Tim Höttges warf Vodafone daraufhin vor, die Schwarzseher bewusst über Monate zu dulden - einfach nur, damit sie nicht bei Wettbewerbern Verträge abschließen, berichtete die Nachrichtenagentur DPA.
Dies allerdings wies Marcel de Groot, Chef von Vodafone Deutschland, gegenüber der DPA zurück. Demnach habe man die Anschlüsse nicht sofort stillgelegt, sondern die Nutzer durchaus mehrfach über die neue Lage informiert. Aber: "Wir klemmen auch ab: Wenn Kunden unser Fernsehsignal nutzen, dann wollen wir natürlich auch, dass sie dafür bezahlen - das ist nur fair", führte er aus.
Konkrete Zahlen zu den einzelnen Bereichen wurden von keiner Seite benannt. De Groot räumte allerdings ein, dass Vodafone durch die Gesetzesänderung Umsatzverluste hinnehmen musste. Allerdings sei man darauf eingestellt gewesen und habe die selbstgesteckten Ziele unter Berücksichtigung der neuen Lage erreicht.
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TV-Kabel lange gratis nutzbar
Im vergangenen Sommer fiel gesetzlich das sogenannte Nebenkostenprivileg weg. Das Konstrukt, nach dem Vermieter den Kabelfernseh-Empfang für das ganze Haus buchten und über die Mietnebenkosten abrechneten, war dadurch nicht mehr weiterzuführen. Theoretisch hätte dies bedeutet, dass alle so versorgten Mieter, die nicht pünktlich einen eigenen Vertrag abschlossen, keine Fernsehprogramme mehr empfangen.Vodafone-Konkurrenten hatten ihrerseits Marketing-Kampagnen auf diese Situation ausgerichtet - so beispielsweise auch die Deutsche Telekom, die sich viel mehr Kunden für ihr Magenta TV erhoffte. Allerdings konnte man bei Weitem nicht so viele Verträge abschließen wie gedacht. Telekom-Chef Tim Höttges warf Vodafone daraufhin vor, die Schwarzseher bewusst über Monate zu dulden - einfach nur, damit sie nicht bei Wettbewerbern Verträge abschließen, berichtete die Nachrichtenagentur DPA.
Dies allerdings wies Marcel de Groot, Chef von Vodafone Deutschland, gegenüber der DPA zurück. Demnach habe man die Anschlüsse nicht sofort stillgelegt, sondern die Nutzer durchaus mehrfach über die neue Lage informiert. Aber: "Wir klemmen auch ab: Wenn Kunden unser Fernsehsignal nutzen, dann wollen wir natürlich auch, dass sie dafür bezahlen - das ist nur fair", führte er aus.
Umsatz ging zurück
Allerdings bleibe die komplette Abschaltung des Anschlusses das allerletzte Mittel. Man wende dieses aber durchaus ab, so der Vodafone-Chef. Und wenn zu wenige Neukunden bei der Telekom ankämen, hätte das aus seiner Sicht eher damit zu tun, dass viele Verbraucher nach dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs entschieden hätten, gar kein Fernsehen mehr empfangen zu wollen.Konkrete Zahlen zu den einzelnen Bereichen wurden von keiner Seite benannt. De Groot räumte allerdings ein, dass Vodafone durch die Gesetzesänderung Umsatzverluste hinnehmen musste. Allerdings sei man darauf eingestellt gewesen und habe die selbstgesteckten Ziele unter Berücksichtigung der neuen Lage erreicht.
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Zusammenfassung
- Vodafone geht aktiver gegen Nutzer unbezahlter Kabelfernsehkanäle vor
- Wegfall des Nebenkostenprivilegs führte zu Änderungen bei TV-Verträgen
- Telekom wirft Vodafone vor, Schwarzseher bewusst zu dulden
- Vodafone-Chef weist Vorwürfe zurück und betont faire Geschäftspraktiken
- Abschaltung des Anschlusses gilt als letztes Mittel gegen Nichtzahler
- Viele Verbraucher entschieden sich gegen weiteren TV-Empfang
- Vodafone verzeichnet Umsatzverluste, erreicht aber selbstgesteckte Ziele
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