Private Mission zu einem Asteroiden:
Odin-Sonde ist wohl verloren

Die erste private Mission zur Erkundung eines Asteroiden ist wohl ge­scheitert: Die Kommunikation mit der Sonde Odin ist abge­bro­chen, sie taumelt nun im Weltraum. Das Unternehmen will aber nicht aufgeben und plant bereits die nächste Mission.
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Kommunikationsprobleme bei Asteroiden-Mission

Die erste private Mission zur Erkundung eines Asteroiden kämpft mit erheblichen technischen Schwierigkeiten und man kann mittlerweile auch sagen, dass Odin am Ende ist. Nur wenige Stunden nach dem Start am 26. Februar 2025 verlor das Unternehmen AstroForge nämlich den Kontakt zu seiner Raumsonde und hat es in den Tagen danach nicht geschafft, diese wiederherzustellen. Die 120 Kilogramm schwere Sonde sollte den Asteroiden 2022 OB5 untersuchen und war an Bord einer SpaceX Falcon 9-Rakete vom Kennedy Space Center in Florida gestartet.

Matt Gialich, Gründer und CEO von AstroForge, gab bekannt, dass Odin vermutlich langsam im Weltraum taumelt. Die letzte Kommunikation mit der Sonde erfolgte 20 Stunden nach dem Start. Seitdem konnte kein vollständiges Telemetriesignal mehr empfangen werden. Trotz der Probleme gibt es Anzeichen dafür, dass die Solarpanels der Sonde Strom erzeugen und sie sich auf dem erwarteten Kurs befindet. Wie Space berichtet, war Odin zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung bereits über 300.000 Kilometer von der Erde entfernt.


Testlauf für Asteroidenbergbau-Projekte

Die Odin-Mission sollte als Testlauf für zukünftige Projekte dieser Art dienen. Der Asteroid 2022 OB5 wurde speziell für diese Mission ausgewählt, da er als metallreicher M-Typ-Asteroid gilt und somit besonders interessant für zukünftigen Weltraumbergbau ist. Der kleine Himmelskörper kam im August 2022 der Erde bis auf etwa eine Million Kilometer nahe.

AstroForge plant, wertvolle Ressourcen aus Asteroiden zu gewinnen und zur Erde zurückzubringen. Die aktuelle Mission war als Flyby geplant, bei dem die Sonde den Asteroiden im Dezember 2025 passieren und Daten sammeln sollte. Trotz der Rückschläge zeigt sich AstroForge entschlossen, aus den Erfahrungen zu lernen und die nächste Mission, genannt Vestri, voranzutreiben. Diese soll sogar auf einem Asteroiden landen.

Odin wurde in gerade einmal zehn Monaten entwickelt und gebaut. Erschwerend kam hinzu, dass die Raumsonde nach einem fehlgeschlagenen Vibrationstest komplett neu und größtenteils hausintern gebaut werden musste, was den ohnehin schon ambitionierten Zeitplan zusätzlich belastete. Das ehrgeizige Tempo könnte oder dürfte ein Faktor für die aufgetretenen Probleme sein. AstroForge plant, in den kommenden Tagen detaillierte Analysen der Anomalien zu veröffentlichen und die Erkenntnisse in zukünftige Missionen einfließen zu lassen.

Glaubt ihr, dass Asteroidenbergbau in Zukunft eine wichtige Rolle spielen wird? Teilt eure Gedanken und Meinungen in den Kommentaren mit uns!

Zusammenfassung
  • Private Asteroiden-Erkundungsmission Odin kämpft mit Problemen
  • Kontakt zur 120 kg schweren Sonde Odin nach 20 Stunden abgebrochen
  • Sonde taumelt vermutlich im Weltraum, erzeugt aber noch Solarstrom
  • Mission sollte Asteroid 2022 OB5 für Weltraumbergbau untersuchen
  • AstroForge plant trotz Rückschlag nächste Mission namens Vestri
  • Odin wurde in nur 10 Monaten entwickelt und großteils intern gebaut
  • Unternehmen will Analysen veröffentlichen und Erkenntnisse nutzen

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