Asteroiden sollen Hinweise auf die mysteriöse fünfte Kraft liefern
Seit Jahrzehnten basiert unser physikalisches Weltverständnis auf vier fundamentalen Kräften: Gravitation, Elektromagnetismus sowie die starke und schwache Kernkraft. Physiker wollen nun nachweisen, dass es noch eine fünfte große Kraft gibt.
Immer wieder gab es aber vielversprechende Hinweise. So glaubten Forscher des MIT bereits 1986 an eine Art "Antigravitation". Im Jahr 2000 wurde der Begriff "Quintessenz" geprägt, um Dunkle Energie zu beschreiben. Und 2015 berichtete ein ungarisches Forschungsteam von einem Teilchen, das 30-mal schwerer als ein Elektron sei und möglicherweise eine neue fundamentale Wechselwirkung ermögliche. 2023 verkündete das US-amerikanische Fermilab, kurz vor dem Nachweis dieser geheimnisvollen Kraft zu stehen.
Doch nicht alle Fachleute teilen diese Euphorie - viele Physikerinnen und Physiker bleiben skeptisch. Nun eröffnet eine neue Studie aber einen ungewöhnlichen Blickwinkel: die Bahnbewegung von Asteroiden. Im Zentrum steht der erdnahe Asteroid Bennu, der seit seiner Entdeckung 1999 äußerst präzise vermessen wird - insbesondere durch die NASA-Mission OSIRIS-REx, die sogar Proben vom Asteroiden zur Erde brachte.
Die Bennu-Analyse konnte bisher keine Hinweise auf eine fünfte Kraft liefern. Doch Hoffnung ruht jetzt auf der Folge-Mission OSIRIS-APEX, die den Asteroiden Apophis untersucht. Dieser wird 2029 der Erde ungewöhnlich nahe kommen - eine Gelegenheit, die Suche nach der fünften Kraft mit noch größerer Genauigkeit fortzusetzen. Die moderne Physik schaut damit nicht nur ins Labor, sondern auch ins All, um ihre Grenzen neu zu definieren.
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Suche seit Jahrzehnten
Schon seit den 1980er-Jahren vermuten Forschende, dass eine bislang unbekannte, fünfte Kraft existieren könnte, die Phänomene wie Dunkle Materie oder Dunkle Energie verständlicher erklären würde. Ein entscheidender Durchbruch hinsichtlich echter Beweise blieb allerdings aus.Immer wieder gab es aber vielversprechende Hinweise. So glaubten Forscher des MIT bereits 1986 an eine Art "Antigravitation". Im Jahr 2000 wurde der Begriff "Quintessenz" geprägt, um Dunkle Energie zu beschreiben. Und 2015 berichtete ein ungarisches Forschungsteam von einem Teilchen, das 30-mal schwerer als ein Elektron sei und möglicherweise eine neue fundamentale Wechselwirkung ermögliche. 2023 verkündete das US-amerikanische Fermilab, kurz vor dem Nachweis dieser geheimnisvollen Kraft zu stehen.
Doch nicht alle Fachleute teilen diese Euphorie - viele Physikerinnen und Physiker bleiben skeptisch. Nun eröffnet eine neue Studie aber einen ungewöhnlichen Blickwinkel: die Bahnbewegung von Asteroiden. Im Zentrum steht der erdnahe Asteroid Bennu, der seit seiner Entdeckung 1999 äußerst präzise vermessen wird - insbesondere durch die NASA-Mission OSIRIS-REx, die sogar Proben vom Asteroiden zur Erde brachte.
Bennu im Visier
Ein internationales Forschungsteam analysierte Bennus Flugbahn auf feinste Abweichungen, die Hinweise auf eine mögliche fünfte Kraft liefern könnten. Ihre Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications Physics veröffentlicht. "Bewegungsanomalien im All können neue physikalische Erkenntnisse ermöglichen", erklärt Yu-Dai Tsai, Hauptautor der Studie.Die Bennu-Analyse konnte bisher keine Hinweise auf eine fünfte Kraft liefern. Doch Hoffnung ruht jetzt auf der Folge-Mission OSIRIS-APEX, die den Asteroiden Apophis untersucht. Dieser wird 2029 der Erde ungewöhnlich nahe kommen - eine Gelegenheit, die Suche nach der fünften Kraft mit noch größerer Genauigkeit fortzusetzen. Die moderne Physik schaut damit nicht nur ins Labor, sondern auch ins All, um ihre Grenzen neu zu definieren.
Zusammenfassung
- Neben den vier bekannten Grundkräften vermuten Physiker eine fünfte Kraft
- Unbekannte Kraft könnte Phänomene wie Dunkle Materie genauer erklären
- Seit den 1980er-Jahren gibt es immer wieder vielversprechende Hinweise
- Forschungsteam analysierte Flugbahn des Asteroiden Bennu auf Anomalien
- Bisher keine Bestätigung, aber Mission zu Asteroid Apophis gibt Hoffnung
- Apophis wird 2029 besonders nah an der Erde vorbeifliegen
- Astronomische Beobachtungen ergänzen Laborexperimente in der Physik
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