Solaris wird Open Source
Nachdem man sich bei Sun über Monate nicht entscheiden konnte, steht nun fest: Sun Microsystems ändert seinen Kurs und entwickelt ein Open Source Solaris, um Linux im Servermarkt Konkurrenz zu machen.
Suns Sprecher Russ Castronovo bestätigte das Vorhaben, er wollte sich allerdings nicht über Details äussern. So gab es keine Angaben darüber, welche Software Lizenz Sun benutzen wird, ob alle Komponenten des Betriebssystems zu Open Source werden, und wann genau Sun vorhat dieses freie Solaris vorzustellen.
"Im Augenblick befindet es sich in der Entwicklungsphase und es gibt eine Million kleiner Details, um die wir uns kümmern müssen", wird Castronovo zitiert.
Sun sollte sich laut Eric Raymond, dem Gründer der Open Source Initiative (einer Non-Profit Organisation die Firmen hilft Open Source Lizenzen zu entwickeln), lieber beeilen und die Open Source Variante von Solaris innerhalb der nächsten sechs Monate fertig haben, weil Linux sonst einen zu grossen "Vorsprung" habe.
Im letzten Jahr wuchsen die Linux-Server Verkäufe laut Analysten um 57 Prozent, während die Verkäufe von UNIX Servern in dieser Zeit um drei Prozent zurück gingen.
Dass Sun nun vorhat Solaris zu Open Source zu machen, kommt ein wenig spät. Einer der Gründe warum Linux überhaupt existiert war laut Eric Raymond, dass Solaris zu teuer und "Closed Source" war: "Hätten sie es 1990 oder früher zu Open Source gemacht, würde es Linux heute nicht geben."
Quelle: pcworld.com
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