Beginnt jetzt der Ausverkauf? Intel kurz vor Abstoß seiner FPGA-Tochter
Bei Intel geht es langsam ans Eingemachte, auch wenn das 'Tafelsilber' vielleicht vorerst nicht zum Verkauf steht. Einer der größten Investment-Spezialisten der Welt soll an der auf programmierbare Chips spezialisierten Intel-Tochter Altera interessiert sein.
Wie groß der von Silver Lake angestrebte Anteil an Altera sein wird, ist bisher unklar. Das Unternehmen dürfte jedoch die weitgehende Kontrolle über Altera erlangen, sollte der Deal zustande kommen. Aktuell wird Altera dabei mit etwa neun Milliarden US-Dollar bewertet, nachdem Intel die Firma 2015 noch für fast 17 Milliarden Dollar aufgekauft hatte.
Altera steht schon länger auf Intels interner "Abschussliste", hatte der frühere Intel-Chef Pat Gelsinger doch zuletzt im Oktober 2024 noch einmal deutlich gemacht, dass man auf einen Börsengang und den Verkauf von Anteilen hinarbeitet. Er selbst hatte vor seinem zwischenzeitlichen Abgang den Verkauf der Firma in die Wege geleitet.
Intel benötigt dringend mehr Geld, um seine Investitionen in neue Fertigungstechnologien und -kapazitäten zu finanzieren. Derzeit gibt es auch diverse Gerüchte, laut denen der Hauptkonkurrent TSMC als möglicher Kandidat für die Übernahme oder zumindest den Erwerb großer Anteile an der Fertigungssparte von Intel infrage kommen soll, während der US-Chipkonzern Broadcom angeblich über ein Angebot für den Kauf der Sparte für Chipdesigns nachdenkt.
Siehe auch:
Investor Silver Lake will Mehrheit an Altera kaufen
Intel braucht dringend frisches Geld, um seine anhaltend hohen Kosten für Investitionen in neue Technologien rund um den Umbau zu einem Vertragsfertiger von hochmodernen Chips zu finanzieren. Eine Möglichkeit sieht man dabei wohl im Verkauf der FPGA-Tochter Altera. Jetzt soll man in finalen Verhandlungen über einen Verkauf einer Mehrzahl der Anteile an die Investment-Firma Silver Lake stehen, berichten Reuters und Bloomberg.Wie groß der von Silver Lake angestrebte Anteil an Altera sein wird, ist bisher unklar. Das Unternehmen dürfte jedoch die weitgehende Kontrolle über Altera erlangen, sollte der Deal zustande kommen. Aktuell wird Altera dabei mit etwa neun Milliarden US-Dollar bewertet, nachdem Intel die Firma 2015 noch für fast 17 Milliarden Dollar aufgekauft hatte.
Verkauf von Altera war schon länger Thema
Altera ist auf die Entwicklung von FPGAs spezialisiert, also programmierbaren Chips, die für diverse Aufgaben angepasst werden können. Das Unternehmen gehört zwar zu Intel, arbeitet aber mit einer eigenen Chefin nach wie vor weitestgehend unabhängig. Chips von Altera kommen in einer Vielzahl von Bereichen zum Einsatz, da sie flexibel für bestimmte Aufgaben programmiert werden können.Altera steht schon länger auf Intels interner "Abschussliste", hatte der frühere Intel-Chef Pat Gelsinger doch zuletzt im Oktober 2024 noch einmal deutlich gemacht, dass man auf einen Börsengang und den Verkauf von Anteilen hinarbeitet. Er selbst hatte vor seinem zwischenzeitlichen Abgang den Verkauf der Firma in die Wege geleitet.
Intel benötigt dringend mehr Geld, um seine Investitionen in neue Fertigungstechnologien und -kapazitäten zu finanzieren. Derzeit gibt es auch diverse Gerüchte, laut denen der Hauptkonkurrent TSMC als möglicher Kandidat für die Übernahme oder zumindest den Erwerb großer Anteile an der Fertigungssparte von Intel infrage kommen soll, während der US-Chipkonzern Broadcom angeblich über ein Angebot für den Kauf der Sparte für Chipdesigns nachdenkt.
Zusammenfassung
- Intel erwägt den Verkauf der FPGA-Tochter Altera an Silver Lake
- Altera wird mit etwa neun Milliarden US-Dollar bewertet
- Intel benötigt Geld für Investitionen in neue Fertigungstechnologien
- Altera entwickelt programmierbare Chips für vielfältige Einsatzbereiche
- Gerüchte über mögliche Übernahmen weiterer Intel-Sparten kursieren
- Intels Umbau zum Vertragsfertiger erfordert hohe finanzielle Mittel
Siehe auch:
- Intel-Mitarbeiter warnt: Verkauf an TSMC wäre 'furchtbarer Fehler'
- Intel in freiem Fall: CPU-Verkäufe auf dem tiefsten Stand seit 14 Jahren
- Endlich ein Erfolg für Intel: Battlemage-GPU Arc B580 ist ausverkauft
- Intel kann seine Chipfertigung nicht mehr vollständig verkaufen
- AMD dominiert: Intel auch in den USA bei CPU-Verkäufen abgeschlagen
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