Trumps neue Zölle: Acer kündigt Preiserhöhungen für alle Produkte an

Bei einigen PC-Komponenten sind die Preise in den USA aufgrund der neuen Strafzölle der neuen US-Regierung unter Trump und Musk bereits gestiegen. Jetzt kündigte Acer, einer der weltweit größten PC-Hersteller, an, dass US-Kunden künftig mehr zahlen müssen.

Trump kündigte neue Zölle direkt nach Amtsantritt an

Wie viele andere PC-Hersteller produziert auch Acer einen Teil seiner Geräte in China. Weil US-Präsident Trump kurz nach seinem erneuten Amtsantritt Strafzölle in Höhe von weiteren 10 Prozent auf praktisch alle Waren aus China eingeführt hat, müssen US-Kunden für Acer-Produkte aus China nun ebenfalls mehr zahlen.

Wie Acer-Chef Jason Chen im Gespräch mit der britischen Zeitung The Telegraph verlauten ließ, hebt Acer die Preise für seine Produkte im US-Markt ohne Ausnahme um 10 Prozent an. Man müsse einfach die Endkundenpreise aufgrund der zusätzlichen neuen Einfuhrabgaben anpassen. Aktuell gehe man davon aus, dass die Preise einfach über alle Produktkategorien hinweg um zehn Prozent steigen werden, so Chen.


Acer baut fast alle seine PCs in China

Acer ist zwar eigentlich ein taiwanisches Unternehmen, lässt aber die meisten seiner PCs, die zumindest nach den Stückzahlen gesehen vor allem in den unteren Preisregionen angesiedelt sind, primär in China fertigen. Größtenteils werden die Geräte dort von durch Acer beauftragten Vertragsfertigern gebaut, wie es auch bei allen anderen großen PC-Herstellern der Fall ist. Hintergrund sind der harte Preiskampf und die geringen Margen bei den meisten PCs.

Das teuerste aller Acer-Notebooks, der Acer Predator Triton mit 17-Zoll-Display, kostet in den USA dadurch nicht mehr 3799 Dollar, sondern eben 4178 Dollar, wobei die Endkundenpreise natürlich nicht vom Hersteller, sondern vom Handel festgelegt werden. Bisher stammen etwa 80 Prozent aller in den USA verkauften Laptops aus chinesischer Fertigung. Die neuen Einfuhrabgaben sollen nach dem Willen der Trump-Regierung ab März fällig werden.

Acer denkt nach Angaben von Chen auch darüber nach, die Fertigung seiner Produkte aus China heraus in andere Länder zu verlagern. Gleiche Überlegungen gibt es auch bei diversen anderen Herstellern, wobei dieser Trend schon seit einigen Jahren besteht und durch die Entscheidungen von Trump und seiner Republikanischen Partei nur noch verstärkt wird.

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Zusammenfassung
  • Acer erhöht US-Preise um 10 % aufgrund neuer Strafzölle auf China-Waren
  • Trumps erneute Amtszeit bringt weitere 10 Prozent Zölle auf China-Importe
  • Acer-Chef Chen: Preiserhöhung betrifft alle Produktkategorien in den USA
  • 80 Prozent der in den USA verkauften Laptops stammen bisher aus China
  • Neue Einfuhrabgaben sollen ab März wirksam werden
  • Acer erwägt Verlagerung der Produktion aus China in andere Länder
  • Der Trend zur Produktionsverlagerung verstärkt sich durch Trumps Politik

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