Wie Ronaldo: Ganzkörpermodell lässt Roboter sich wie Sportler bewegen

Roboter ahmen Ronaldos "Siuuu"-Sprung nach: Ein neues KI-Modell bringt humanoiden Robotern bei, komplexe athletische Bewegungen berühmter Sportler zu imitieren. Ziel ist es, die mechanischen Bewegungen von Robotern durch flüssigere Abläufe zu ersetzen.

Athletische Roboter: KI bringt Bewegung ins Spiel

Der typische Industrieroboter bewegt sich in etwa so elegant wie ein Gabelstapler - effektiv, aber weit entfernt von der fließenden Anmut eines Tänzers oder Athleten. Einige hoch entwickelte Prototypen kommen der menschlichen Bewegung schon näher, doch für die meisten Roboter bleibt natürliche Geschmeidigkeit bisher unerreichbar. Diese Kluft zwischen robotischer Präzision und menschlicher Bewegungsästhetik treibt Entwickler seit Jahren um.

Ein Team von KI- und Robotik-Experten der Carnegie Mellon University und Nvidia hat jetzt ein innovatives Trainingsmodell für Roboter entwickelt. Ihr Ziel: Robotern beizubringen, sich mit der Anmut und Athletik menschlicher Sportler zu bewegen. Bisherige Ansätze konzentrierten sich hauptsächlich auf die Fortbewegung, was zu effektiven, aber wenig eleganten Bewegungen führte.

Training: Roboter ahmt ikonische Sportaktionen von Sportlern nach

Das neue zweistufige Modell, genannt "Aligning Simulation and real Physics" (ASAP), überwindet diese Beschränkungen. In der ersten Phase lernt eine KI, Ganzkörperbewegungen aus Videos zu verstehen und auf Roboterfähigkeiten zu übertragen. Die zweite Phase sammelt Realdaten, um Unterschiede zwischen menschlichen und robotischen Bewegungen zu erkennen und anzugleichen. "Aligning Simulation and Real Physics"-TrainingAligning Simulation and real Physics-Training Wie Tech Xplore berichtet, testete das Team ihr Modell, indem sie einen Roboter trainierten, ikonische Bewegungen von Sportstars nachzuahmen. Der Roboter führte erfolgreich Kobe Bryants Fadeaway-Sprungwurf, LeBron James' "Silencer"-Bewegung und Cristiano Ronaldos "Siuuu"-Sprung mit Drehung in der Luft aus.

Mehr Training

Die Ergebnisse zeigen deutliche Fortschritte in der Ganzkörperbewegung von Robotern und wurden auf dem Preprint-Server Arxiv veröffentlicht. Dennoch ist klar, dass weitere Forschung nötig ist, bevor Roboter die Flüssigkeit und Präzision menschlicher Athleten erreichen.

Geschichte der Roboter

1495
Leonardo da Vinci entwirft einen mechanischen Ritter, der als einer der ersten humanoiden Roboter gilt
1920
Karel Čapek prägt den Begriff "Roboter" in seinem Theaterstück "R.U.R."
1954
George Devol entwickelt den ersten industriellen Roboter "Unimate"
1961
Der erste Industrieroboter "Unimate" wird bei General Motors installiert
1970
Shakey, der erste mobile Roboter mit künstlicher Intelligenz, wird entwickelt
2000
Honda stellt ASIMO vor, einen fortschrittlichen humanoiden Roboter
2005
Boston Dynamics stellt BigDog vor, einen vierbeinigen Roboter mit dynamischer Stabilisierung

Zusammenfassung
  • KI-Modell ermöglicht Robotern Nachahmung komplexer Sportlerbewegungen
  • Ziel: Staksige Roboterbewegungen durch flüssigere Abläufe ersetzen
  • Zweistufiges Modell überwindet bisherige Beschränkungen
  • Roboter ahmte erfolgreich Bewegungen von Bryant, James und Ronaldo nach
  • Fortschritte in Ganzkörperbewegung, aber weitere Forschung nötig
  • Entwicklung könnte Auswirkungen auf Unterhaltung, Industrie und Pflege haben

Siehe auch:


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