Künstliches Blut: Erste Forscher sind scheinbar auf der Zielgeraden
Mehrere Forschungsteams arbeiten seit geraumer Zeit an einem großen Ziel: Es wird versucht, künstliches Blut herzustellen. Was relativ einfach klingt, erweist sich bei genauerer Betrachtung aber als ungeheuer kompliziertes Unterfangen.
Trotz der enormen Herausforderungen wird mit Hochdruck an künstlichem Blut gearbeitet. Immerhin würde ein Erfolg viele Probleme lösen können. So wäre es möglich, die meist chronische Knappheit an Spenderblut zu überwinden. Und auch beim Kampf gegen diverse Bluterkrankungen ließen sich auf diese Weise Erfolge erzielen.
Aktuell gibt es im Grunde zwei unterschiedliche Ansätze, die bereits in klinischen Studien am Menschen als auch an Tieren erprobt werden, berichtet das Magazin The New Yorker. Im britischen Ansatz werden bereits künstlich hergestellte rote Blutkörperchen am Menschen erprobt. Diese werden im Labor aus Stammzellen synthetisiert.
Die Blutkörperchen werden vor der Injektion mit radioaktivem Chrome-51 markiert, um sie später von den natürlichen Blutkörperchen im Körper des Probanden unterscheiden zu können. So soll herausgefunden werden, ob sie im Blutkreislauf tatsächlich einfach die gleichen Aufgaben erledigen, oder gar vom Immunsystem erkannt und aussortiert werden.
Obwohl beide Ansätze derzeit recht vielversprechend aussehen, ist noch immer unklar, ob es am Ende wirklich möglich sein wird, klassische Blutkonserven von Spendern zu ersetzen. Dies müssen bei den klinischen Untersuchungen vor allem auch die Langzeittests zeigen. Sollte es letztlich gelingen, wäre die Medizin in vielen Fällen eine große Sorge los.
Siehe auch:
Vielfältige Substanzen
Das Problem besteht schlicht darin, dass Blut nicht nur für die Sauerstoffversorgung des Körpers zuständig ist, sondern im Laufe der Evolution zahlreiche Aufgaben übernommen hat. Das reicht vom Transport von Abfallstoffen über die Immunabwehr eindringender Krankheitserreger bis hin zur Reparatur von Gewebeschäden.Trotz der enormen Herausforderungen wird mit Hochdruck an künstlichem Blut gearbeitet. Immerhin würde ein Erfolg viele Probleme lösen können. So wäre es möglich, die meist chronische Knappheit an Spenderblut zu überwinden. Und auch beim Kampf gegen diverse Bluterkrankungen ließen sich auf diese Weise Erfolge erzielen.
Aktuell gibt es im Grunde zwei unterschiedliche Ansätze, die bereits in klinischen Studien am Menschen als auch an Tieren erprobt werden, berichtet das Magazin The New Yorker. Im britischen Ansatz werden bereits künstlich hergestellte rote Blutkörperchen am Menschen erprobt. Diese werden im Labor aus Stammzellen synthetisiert.
Die Blutkörperchen werden vor der Injektion mit radioaktivem Chrome-51 markiert, um sie später von den natürlichen Blutkörperchen im Körper des Probanden unterscheiden zu können. So soll herausgefunden werden, ob sie im Blutkreislauf tatsächlich einfach die gleichen Aufgaben erledigen, oder gar vom Immunsystem erkannt und aussortiert werden.
Langzeittests nötig
Im Gegensatz dazu wird in Baltimore in einem separaten Versuch an Kaninchen experimentiert. Diese erhalten eine komplett künstlich erzeugte Substanz, in der Nanopartikel ausschließlich die Funktion des Sauerstofftransports übernehmen. Der Funktionsumfang wäre somit erst einmal deutlich geringer als beim konkurrierenden Projekt, dafür ist die Skalierung der Produktion deutlich besser möglich. Hier könnten zukünftig dann noch zusätzliche Bestandteile dazukommen, die andere Aufgaben mit übernehmen.Obwohl beide Ansätze derzeit recht vielversprechend aussehen, ist noch immer unklar, ob es am Ende wirklich möglich sein wird, klassische Blutkonserven von Spendern zu ersetzen. Dies müssen bei den klinischen Untersuchungen vor allem auch die Langzeittests zeigen. Sollte es letztlich gelingen, wäre die Medizin in vielen Fällen eine große Sorge los.
Zusammenfassung
- Forscher arbeiten an künstlichem Blut mit vielfältigen Funktionen
- Künstliches Blut könnte Spenderblutknappheit und Krankheiten lösen
- Britische Studie erprobt synthetisierte rote Blutkörperchen am Menschen
- In Baltimore wird an Sauerstoff transportierenden Nanopartikeln geforscht
- Langzeittests sollen Ersetzbarkeit von Spenderblut durch Kunstblut klären
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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