Excel: Microsoft spielt lästige & problematische Werbung für Add-On aus
Microsoft integriert schon seit Jahren immer mehr Werbung in Windows und seine Programme. Jetzt werden auch Excel-Nutzer mit einer Anzeige zum Kauf von Add-Ons getrieben. Besonders problematisch ist jedoch der Kontext, in dem die Werbung erscheint.
Das Anfordern einer Lizenz ist direkt über die Werbeanzeige möglich
Diese Werbeeinblendung wird viele Anwender nicht nur nerven, sondern stellt auch ein potenzielles Problem dar. Denn die Anzeige bietet die direkte Möglichkeit zum Anfordern einer Lizenz. In einem privaten Umfeld wäre das nicht weiter problematisch. Die Werbung wurde jedoch den Angaben zufolge für einen Nutzer ausgespielt, der Microsoft 365 im Unternehmensumfeld mit einer E5-Lizenz verwendet.
Dort dürfen einzelne Nutzer für gewöhnlich nicht einfach nach eigenem Ermessen Lizenzen anfordern. Die Vergabe wird zentral gesteuert. Durch das Aushebeln dieses Systems durch Microsofts Anzeige verlieren die Unternehmen jedoch die Kostenkontrolle und Übersicht.
Siehe auch:
Werbeflut für Windows-Nutzer
Microsoft nutzt sein Betriebssystem und seine Programme mittlerweile häufig als Werbefläche, um weitere Produkte zu verkaufen. Allein in den letzten zwölf Monaten gab es Anzeigen für Copilot in den Systemeinstellungen und mittels QR-Codes auf dem Sperrbildschirm von Windows, Vollbildwerbung für Windows 11 oder Anzeigen zu Bing für Nutzer von Google Chrome. Sogar elementare Startmenü-Funktionen des Betriebssystems mussten bereits für Reklame weichen.Problematische Anzeigen in Excel
Wie Borns IT- und Windows-Blog berichtet, werden jetzt auch Microsoft 365-Nutzer von Werbung bei der Verwendung von Excel begrüßt. Dabei handelt es sich um eine Anzeige, die Abonnenten den Kauf eines Python-Add-Ons versucht, schmackhaft zu machen. Betroffene werden sogar mit Namen angesprochen.
Das Anfordern einer Lizenz ist direkt über die Werbeanzeige möglich
Diese Werbeeinblendung wird viele Anwender nicht nur nerven, sondern stellt auch ein potenzielles Problem dar. Denn die Anzeige bietet die direkte Möglichkeit zum Anfordern einer Lizenz. In einem privaten Umfeld wäre das nicht weiter problematisch. Die Werbung wurde jedoch den Angaben zufolge für einen Nutzer ausgespielt, der Microsoft 365 im Unternehmensumfeld mit einer E5-Lizenz verwendet.
Dort dürfen einzelne Nutzer für gewöhnlich nicht einfach nach eigenem Ermessen Lizenzen anfordern. Die Vergabe wird zentral gesteuert. Durch das Aushebeln dieses Systems durch Microsofts Anzeige verlieren die Unternehmen jedoch die Kostenkontrolle und Übersicht.
Kostenpflichtiges Upgrade
Die Integration von Python in Excel bietet Microsoft seit September 2024 für Nutzer von Microsoft 365 Business und Enterprise an. Bestimmte Funktionen, wie die mit der Werbeeinblendung angebotene "Premium-Compute"-Option, sind jedoch kostenpflichtig. Pro Nutzer und Monat berechnet Microsoft 24 US-Dollar. Für Kunden mit einem privaten Konto steht die Integration von Python grundsätzlich nicht zur Verfügung.
Zusammenfassung
- Microsoft fügt zunehmend Werbung in Windows und seine Programme ein
- Neue Werbung in Excel bewirbt Python-Add-On für Microsoft 365-Nutzer
- Anzeige spricht Nutzer mit Namen an und bietet direkte Lizenzanforderung
- Problematisch im Unternehmensumfeld, wo Lizenzen zentral verwaltet werden
- Python-Integration in Excel seit 1. September 2024 für Business-Nutzer
- 'Premium-Compute'-Option kostet zusätzlich 24 US-Dollar pro Nutzer/Monat
- Python-Integration nicht für private Microsoft 365-Konten verfügbar
Siehe auch:
- Licht aus: Excel für Windows erhält endlich echten Dark Mode
- Microsoft startet neue Excel-Funktion und schließt Forms-Integration ab
- KI-Training mit Word und Excel? Microsoft weist Vorwürfe zurück
- Word und Excel sollen voreingestellt Daten für KI-Training abgreifen
- Excel-Chaos: Neues Sicherheitsupdate legt sämtliche Add-ins lahm
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