Instagram-Alternative wächst:
Meta soll Links zur Konkurrenz blocken

Meta hat offenbar damit begonnen, Links zur Konkurrenz von seinen Platt­formen zu löschen. Auf Facebook werden Verweise auf die de­zen­tra­li­sier­te Instagram-Alternative Pixelfed als "Spam" markiert und au­to­ma­tisch entfernt.
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Pixelfed positioniert sich

Pixelfed ist eine quelloffene und gemeinschaftlich finanzierte Plattform zum Teilen von Bildern, die auf dem ActivityPub-Protokoll basiert - der gleichen Technologie, der auch Mastodon und andere föderierte Dienste zugrunde liegen. Während Pixelfed seit seiner Gründung 2018 weitgehend unter dem Radar blieb, erlebt die Plattform derzeit einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen, berichtet das Magazin 404media.

Der Zulauf zu Pixelfed kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Meta für seine jüngsten Entscheidungen massiv in der Kritik steht. Das Unternehmen kündigte kürzlich an, die Richtlinien zu lockern, um unter anderem Bezeichnungen wie "psychisch krank" gegenüber LGBTQ+-Personen zuzulassen. Zudem setzen Facebook und Instagram immer stärker auf KI-generierte Inhalte - ein Schritt, der bei vielen Nutzern auf Ablehnung stößt.


Am Montag gab Pixelfed bekannt, dass eine iOS-App noch in dieser Woche erscheinen soll. Laut der Plattform erleben die Server derzeit eine "beispiellose Zunahme des Datenverkehrs". Daniel Supernault, der Schöpfer von Pixelfed, veröffentlichte am Wochenende außerdem eine "Erklärung grundlegender Rechte und Prinzipien für ethische digitale Plattformen". Diese Charta umfasst Abschnitte wie "Recht auf Privatsphäre", "Schutz vor Überwachung", "Sicherheitsmaßnahmen gegen Hassrede" und "Datenportabilität".

Rechtlich schwierig

Ziel dessen sei es, Nutzerrechte zu stärken und eine faire digitale Umgebung zu schaffen. Supernault betonte, dass Pixelfed unabhängig bleiben solle: "Ich habe Risikokapital abgelehnt und werde keine Werbung in das Projekt einfügen. Pixelfed gehört den Menschen, Punkt."

Meta hat bisher nicht auf Anfragen zu den Löschungen reagiert. Der Schritt, Links zur Konkurrenzplattform zu blockieren, wirft jedoch Fragen über die Offenheit und Neutralität von Metas Plattformen auf. Dies kann angesichts der marktbeherrschenden Stellungen der Meta-Angebote auch juristisch zu einem Problem werden. Ob Pixelfed langfristig als echte Alternative zu Instagram Fuß fassen kann, bleibt abzuwarten. Doch der aktuelle Zulauf zeigt, dass der Wunsch nach dezentralen, werbefreien und ethischen Plattformen wächst.

Zusammenfassung
  • Meta löscht Links zur Instagram-Alternative Pixelfed auf Facebook
  • Pixelfed erlebt starken Nutzerzuwachs aufgrund von Kritik an Meta
  • iOS-App für Pixelfed soll noch diese Woche veröffentlicht werden
  • Pixelfed-Gründer lehnt Risikokapital und Werbung ab
  • Charta für ethische digitale Plattformen von Pixelfed veröffentlicht
  • Metas Vorgehen wirft Fragen zur Neutralität der Plattformen auf
  • Wachsender Wunsch nach dezentralen und werbefreien Alternativen

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