SvarDOS: Schlanker FreeDOS-Ableger mit neuem Kernel nun unabhängig
Wer heute noch gern mit den alten DOS-Umgebungen arbeitet, bekommt nun eine weitere Option geboten: Die Entwickler von SvarDOS haben jetzt einen komplett eigenen Kernel, womit diese Variante zu einer komplett unabhängigen Alternative zu MS-DOS wird.
SvarDOS ist für seine schlanke Struktur bekannt. Es benötigt keine moderne Hardware und läuft selbst auf den ältesten PCs, wie 8086- oder 8088-Prozessoren. Die Software passt auf vier 360-KB-Disketten oder ein einziges 1,4-MB-Disketten-Image. Mit der Einführung des EDRDOS-Kernels - einer Weiterentwicklung von DR-DOS hat SvarDOS seine technische Grundlage erweitert. Dieser Schritt wurde von Bernd Böckmann initiiert, der den Kernel in das SvarDOS-Paket integriert hat.
Trotz der grundlegenden Ausstattung bietet SvarDOS beeindruckende Anpassungsmöglichkeiten. Mit einem minimalistischen Setup verbraucht es nur 6 MB Speicherplatz und lässt über 625 KB konventionellen Speicher frei - eine seltene Leistung in der DOS-Welt. Über ein Paketmanagement-System können zahlreiche Tools wie Netzwerk-Stacks, Texteditoren und Speicherverwaltung installiert werden. Sogar ein Netzwerkzugang aus einer VirtualBox heraus kann mit einem simplen Befehl aktiviert werden.
Mit eigenem Kernel und flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten bietet SvarDOS durchaus eine interessante Alternative zum Quasi-Standard FreeDOS. Insbesondere Enthusiasten der Retro-Computing-Community dürften darin ein gutes Betriebssystem finden.
Siehe auch:
Rückgriff auf DR-DOS
SvarDOS gibt es als Ableger von FreeDOS schon länger und galt als dessen Minimalvariante. Mit dem neuen Kernel erfolgt aber eine komplette Trennung. Dieser basiert nun auf der Open-Source-Freigabe von DR-DOS durch Caldera im Jahr 1996. Auch wenn das Projekt damals eingestellt wurde, lebte der Code durch die OpenDOS-Community weiter. SvarDOS nutzt diese Basis jetzt und kombiniert sie mit modernen Paketen und Funktionen, um eine flexible und leistungsstarke DOS-Alternative zu bieten (via The Register).SvarDOS ist für seine schlanke Struktur bekannt. Es benötigt keine moderne Hardware und läuft selbst auf den ältesten PCs, wie 8086- oder 8088-Prozessoren. Die Software passt auf vier 360-KB-Disketten oder ein einziges 1,4-MB-Disketten-Image. Mit der Einführung des EDRDOS-Kernels - einer Weiterentwicklung von DR-DOS hat SvarDOS seine technische Grundlage erweitert. Dieser Schritt wurde von Bernd Böckmann initiiert, der den Kernel in das SvarDOS-Paket integriert hat.
Trotz der grundlegenden Ausstattung bietet SvarDOS beeindruckende Anpassungsmöglichkeiten. Mit einem minimalistischen Setup verbraucht es nur 6 MB Speicherplatz und lässt über 625 KB konventionellen Speicher frei - eine seltene Leistung in der DOS-Welt. Über ein Paketmanagement-System können zahlreiche Tools wie Netzwerk-Stacks, Texteditoren und Speicherverwaltung installiert werden. Sogar ein Netzwerkzugang aus einer VirtualBox heraus kann mit einem simplen Befehl aktiviert werden.
Mehr Arbeit nötig
Im Gegensatz zu FreeDOS erfordert SvarDOS aber mehr manuelle Konfiguration, was nostalgischen Reiz, aber auch technische Hürden mit sich bringt. FAT32-Laufwerke können unter anderem nicht standardmäßig überprüft oder repariert werden, und der Webbrowser Dillo stürzte in Tests noch ab. Dennoch beeindruckt die Möglichkeit, Pakete online zu aktualisieren und neue Funktionen wie CD-ROM-Unterstützung oder Speicherverwaltung zu integrieren.Mit eigenem Kernel und flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten bietet SvarDOS durchaus eine interessante Alternative zum Quasi-Standard FreeDOS. Insbesondere Enthusiasten der Retro-Computing-Community dürften darin ein gutes Betriebssystem finden.
Zusammenfassung
- SvarDOS: Unabhängige DOS-Variante mit eigenem Kernel entwickelt
- Basiert auf Open-Source-Freigabe von DR-DOS durch Caldera von 1996
- Läuft auf ältester Hardware und passt auf vier 360-KB-Disketten
- Minimales Setup verbraucht nur 6 MB und lässt 625 KB Speicher frei
- Paketmanagement-System ermöglicht Installation zahlreicher Tools
- Mehr manuelle Konfiguration als FreeDOS, aber flexibler einsetzbar
- Alternative für Retro-Computing-Enthusiasten mit nostalgischem Reiz
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