Dem Gericht reicht's: Angeblicher Bitcoin-Erfinder als Lügner verurteilt
Ein australischer Informatiker, der beharrlich behauptete, der mysteriöse Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto zu sein, wurde wegen Missachtung eines Gerichtsurteils, das ihn als Lügner hinstellte, erneut schuldig gesprochen.
Ein Richter verurteilte Wright jetzt wegen "eines eklatanten Verstoßes" gegen das ursprüngliche Urteil zu einer zwölfmonatigen Haftstrafe, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Sollte Wright weiterhin behaupten, der Bitcoin-Erfinder zu sein, droht ihm also eine Gefängnisstrafe. Wright, der zur Urteilsverkündung nur per Videolink erschien, weigerte sich allerdings, seinen aktuellen Aufenthaltsort preiszugeben, und erklärte lediglich, er befinde sich in Asien. Da Wright sich also nicht in Großbritannien aufhält, müsste ein internationaler Haftbefehl ausgestellt werden, um das Urteil letztlich durchzusetzen.
Richter Justice Mellor bezeichnete Wrights Argumente als "juristischen Unsinn" und merkte an, dass der Beschuldigte offenbar bewusst Länder wähle, mit denen Großbritannien keine Auslieferungsabkommen habe. Seit 2016 hatte Wright behauptet, Satoshi Nakamoto zu sein, der Erfinder von Bitcoin und potenziell einer der vermögendsten Menschen der Welt. Es wird geschätzt, dass Nakamoto etwa 100 Milliarden Dollar in Bitcoin besitzen könnte.
Die Crypto Open Patent Alliance (COPA), ein Zusammenschluss von Unternehmen der Branche, erwirkte in diesem Jahr ein Gerichtsurteil, das Wright daran hindert, weitere Klagen einzureichen. Der Richter stellte fest, dass Wright "umfangreich gelogen" habe, um seine falschen Behauptungen zu untermauern.
Siehe auch:
Bei Wiederholung in den Knast
Craig Wright, der in Großbritannien lebt, hatte trotz eines anderslautenden Urteils des High Court weiterhin behauptet, der Urheber der Kryptowährung zu sein. Im März hatte das Gericht entschieden, dass Wright nicht Satoshi Nakamoto sein könne, und ihm verboten, diese Behauptung weiter aufzustellen. Doch Wright ignorierte das Urteil und reichte weitere rechtliche Forderungen ein, darunter den Anspruch auf geistige Eigentumsrechte an Bitcoin und eine Zahlung von 1,2 Billionen Dollar, berichtete die BBC.Ein Richter verurteilte Wright jetzt wegen "eines eklatanten Verstoßes" gegen das ursprüngliche Urteil zu einer zwölfmonatigen Haftstrafe, die für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Sollte Wright weiterhin behaupten, der Bitcoin-Erfinder zu sein, droht ihm also eine Gefängnisstrafe. Wright, der zur Urteilsverkündung nur per Videolink erschien, weigerte sich allerdings, seinen aktuellen Aufenthaltsort preiszugeben, und erklärte lediglich, er befinde sich in Asien. Da Wright sich also nicht in Großbritannien aufhält, müsste ein internationaler Haftbefehl ausgestellt werden, um das Urteil letztlich durchzusetzen.
Richter Justice Mellor bezeichnete Wrights Argumente als "juristischen Unsinn" und merkte an, dass der Beschuldigte offenbar bewusst Länder wähle, mit denen Großbritannien keine Auslieferungsabkommen habe. Seit 2016 hatte Wright behauptet, Satoshi Nakamoto zu sein, der Erfinder von Bitcoin und potenziell einer der vermögendsten Menschen der Welt. Es wird geschätzt, dass Nakamoto etwa 100 Milliarden Dollar in Bitcoin besitzen könnte.
Keine Belege
Wright konnte jedoch keine stichhaltigen Beweise für seine Behauptungen vorlegen - die in der Kryptowährungsbranche auch weitgehend ignoriert wurden. Stattdessen führte er kostspielige Rechtsstreitigkeiten gegen Kritiker, was von einem Richter sogar als "juristischer Terrorismus" bezeichnet wurde.Die Crypto Open Patent Alliance (COPA), ein Zusammenschluss von Unternehmen der Branche, erwirkte in diesem Jahr ein Gerichtsurteil, das Wright daran hindert, weitere Klagen einzureichen. Der Richter stellte fest, dass Wright "umfangreich gelogen" habe, um seine falschen Behauptungen zu untermauern.
Zusammenfassung
- Craig Wright behauptete, Bitcoin-Erfinder zu sein und wurde als Lügner überführt
- Britisches Gericht verbot Wright im März 2024, sich als Bitcoin-Erfinder auszugeben
- Wright ignorierte Urteil und forderte weiterhin Eigentumsrechte im Wert von 1,2 Bio
- Zwölfmonatige Haftstrafe auf Bewährung wegen Missachtung des Gerichtsurteils
- Wright hält sich in Asien auf und vermeidet Länder mit Auslieferungsabkommen
- Seit 2016 behauptet Wright, er sei der mysteriöse Satoshi Nakamoto
- Richter bezeichnete Wrights juristische Vorgehensweise als terroristischen Akt
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