Apple hat Pläne für ein iPhone-Abonnement aufgegeben

Apple hat ein geplantes Projekt auf Eis gelegt, welches die Vermarktung des iPhones im Rahmen eines Abonnements zum Ziel hatte. Stattdessen müssen die Kunden auch künftig entweder den vollen Preis zahlen oder externe Finanzierungsangebote nutzen, so ein Medienbericht.
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Unsplash / Daniel Romero

Apple wollte iPhone-Vertrieb revolutionieren

Laut einem Bericht des Bloomberg-Journalisten Mark Gurman, der als absoluter Experte in Sachen Apple gilt und über beste Kontakte zu internen Quellen verfügt, hat Apple ein Projekt eingestellt, das eine Art Abonnement für iPhone-Hardware zum Ziel hatte. Damit wollte man ursprünglich die Art des Vertriebs seiner Smartphones grundlegend verändern, heißt es.

Im Grunde wollte Apple dafür sorgen, dass die Kunden das iPhone gegen Zahlung einer monatlichen Gebühr mieten sollten, wobei sie jedes Jahr ein neues Modell erhalten hätten. Das mit dem Projekt betraute Team sei kürzlich aufgelöst und die beteiligten Mitarbeiter auf andere Teams verteilt worden, heißt es weiter.


Ursprünglich waren Apples Pläne für ein iPhone-Abo bereits 2022 bekannt geworden. Der Marktstart wanderte dann aber ins Jahr 2023, wobei es eine Reihe von Rückschlägen bei der Arbeit an dem Projekt gab, so Gurman. Unter anderem habe das Team mit Softwarefehlern und regulatorischen Bedenken zu kämpfen gehabt, bevor das Management letztlich entschied, das Vorhaben aufzugeben.

Mehr Geräteverkäufe, Abo-Gelder und Kundenbindung

Apple hatte mit dem iPhone-Abo vor allem ein Ziel: den Verkauf von mehr Geräten, bei gleichzeitig noch höheren, wiederkehrenden Einnahmen aus dem Abonnement-Modell. Natürlich hätte man die Kunden mit dem Abo auch noch stärker an das Unternehmen gebunden, schließlich war angedacht, die Abrechnung über den Apple-Account abzuwickeln, mit dem die Kunden auch Apps oder Dienste abrechnen lassen.

Die Arbeiten an dem iPhone-Abonnement waren offenbar schon so weit vorangeschritten, dass man interne Tests in der Sparte durchführte, die für Apple Pay verantwortlich ist. Letztlich gab es aber auch neben den Bugs und möglichen Problemen mit Regulierungsbehörden auch noch ein anderes Problem, das wahrscheinlich zum Ende der Pläne für das iPhone-Abo geführt hat, so der Bericht.

Apple hätte mit der Vermarktung eines eigenen Abonnement-Modells nämlich mit einiger Sicherheit für viel Ärger unter den Netzbetreibern und deren Partnern aus der Finanzwelt gesorgt. Für die Mobilfunkanbieter ist der Vertrieb des iPhones im Rahmen von Mobilfunkverträgen seit jeher ein bevorzugtes Modell, um Kunden an sich zu binden, weshalb sie garantiert ein großes Problem mit solchen Plänen des Herstellers hätten.

Zwar gäbe es für Apple die Option, für sein iPhone-Abo mit externen Partnern zu kooperieren, wie man es seit einiger Zeit mit dem einst auf eigene Faust betriebenen "Pay Later"-Programm für den Kauf der eigenen Produkte macht. Nachdem sich dabei nämlich vor einiger Zeit eine starke Regulierung durch die US-Behörden abgezeichnet hatte, schloss man sich kurzerhand mit externen Anbietern derartiger Kreditmodelle zusammen. Apple soll diese Option aber vorerst gestrichen haben.
Zusammenfassung
  • Apple stoppt Pläne für iPhone-Abonnement laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman
  • Kunden sollten iPhones mieten und jährlich ein neues Modell erhalten können
  • Entwicklungsteam wurde aufgelöst und auf andere Projekte verteilt
  • Softwarefehler und regulatorische Bedenken führten zum Scheitern des Projekts
  • Mobilfunkanbieter hätten Probleme mit Apples eigenem Abo-Modell gehabt
  • Kooperation mit externen Finanzpartnern wurde als Option vorerst verworfen

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