Kleine Schwarze Löcher könnten hohle Planeten geschaffen haben
Ein Team von Physikern hat eine ungewöhnliche Theorie zu primordialen Schwarzen Löchern (PBHs) vorgestellt: Diese Objekte könnten in Planeten oder Asteroiden eingeschlossen werden und deren flüssige Kerne verschlingen, wodurch die Himmelskörper hohl werden.
Einige Wissenschaftler vermuten, dass PBHs Kandidaten für Dunkle Materie sind, die mysteriöse Substanz, die etwa 27 Prozent der Masse des Universums ausmacht. Doch bisherige Suchmethoden blieben erfolglos.
Die neue Studie schlägt vor, nach Hohlräumen in Asteroiden und Planeten zu suchen, die durch PBHs verursacht wurden. Wenn ein PBH in ein Objekt eindringt, dessen Kern flüssig ist, könnte es dieses verschlingen, während die feste äußere Schicht bestehen bleibt. Dies könnte stabile, hohle Strukturen hinterlassen, vorausgesetzt, das Objekt ist kleiner als ein Zehntel des Erdradius. Größere Objekte würden unter ihrem Eigengewicht kollabieren, so der Physiker Dejan Stojkovic.
Alternativ könnten PBHs auch einfach durch massive Objekte hindurchfliegen und dabei gerade Tunnel hinterlassen. Solche Spuren könnten Hinweise auf die Existenz der PBHs liefern. Die Forscher vermuten, dass einige bereits entdeckte Asteroiden wie Bennu und Ryugu aufgrund ihrer geringen Dichte möglicherweise hohl sein könnten - wenn auch wahrscheinlich durch ihre "Trümmerhaufen"-Struktur. Eine gezielte Suche nach Hohlräumen oder geraden Tunneln könnte aber dennoch Hinweise auf PBHs geben.
Obwohl die Chancen gering sind, solche Spuren zu finden, betonen die Forscher den möglichen wissenschaftlichen Gewinn. "Wir müssen außerhalb der gewohnten Bahnen denken", sagt Stojkovic, "denn die bisherigen Ansätze haben nicht funktioniert."
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Uralte Objekte
Während Schwarze Löcher normalerweise entstehen, wenn massereiche Sterne unter ihrer eigenen Schwerkraft kollabieren, könnten PBHs bereits in den ersten Sekunden nach dem Urknall entstanden sein. Laut der NASA könnten in dieser Phase dichte Materieansammlungen Schwarze Löcher gebildet haben - mit einer Masse, die von winzigen Bruchteilen eines Gramms bis zu millionenfachen Sonnenmassen reicht. Diese Objekte könnten bis heute existieren, wurden jedoch noch nie nachgewiesen.Einige Wissenschaftler vermuten, dass PBHs Kandidaten für Dunkle Materie sind, die mysteriöse Substanz, die etwa 27 Prozent der Masse des Universums ausmacht. Doch bisherige Suchmethoden blieben erfolglos.
Die neue Studie schlägt vor, nach Hohlräumen in Asteroiden und Planeten zu suchen, die durch PBHs verursacht wurden. Wenn ein PBH in ein Objekt eindringt, dessen Kern flüssig ist, könnte es dieses verschlingen, während die feste äußere Schicht bestehen bleibt. Dies könnte stabile, hohle Strukturen hinterlassen, vorausgesetzt, das Objekt ist kleiner als ein Zehntel des Erdradius. Größere Objekte würden unter ihrem Eigengewicht kollabieren, so der Physiker Dejan Stojkovic.
Alternativ könnten PBHs auch einfach durch massive Objekte hindurchfliegen und dabei gerade Tunnel hinterlassen. Solche Spuren könnten Hinweise auf die Existenz der PBHs liefern. Die Forscher vermuten, dass einige bereits entdeckte Asteroiden wie Bennu und Ryugu aufgrund ihrer geringen Dichte möglicherweise hohl sein könnten - wenn auch wahrscheinlich durch ihre "Trümmerhaufen"-Struktur. Eine gezielte Suche nach Hohlräumen oder geraden Tunneln könnte aber dennoch Hinweise auf PBHs geben.
Keine Gefahr
Auf der Erde könnten winzige PBHs auch mikroskopische Tunnel in alten Gesteinen hinterlassen haben. Die Suche nach solchen Löchern, etwa in Metallplatten oder natürlichen Strukturen, wäre eine kostengünstige Methode mit potenziell bahnbrechenden Ergebnissen. Die Autoren des Papers beruhigen aber auch: Sollten PBHs tatsächlich durch die Erde - oder gar durch den menschlichen Körper - wandern, wäre der Effekt vernachlässigbar. Die kinetische Energie eines PBHs könnte das Gewebe nicht zerstören.Obwohl die Chancen gering sind, solche Spuren zu finden, betonen die Forscher den möglichen wissenschaftlichen Gewinn. "Wir müssen außerhalb der gewohnten Bahnen denken", sagt Stojkovic, "denn die bisherigen Ansätze haben nicht funktioniert."
Zusammenfassung
- Primordiale Schwarze Löcher könnten hohle Planeten verursachen
- PBHs entstanden möglicherweise Sekunden nach dem Urknall
- Wissenschaftler vermuten PBHs als Kandidaten für Dunkle Materie
- Suche nach Hohlräumen in Asteroiden könnte PBHs nachweisen
- Kleine PBHs könnten mikroskopische Tunnel in Gesteinen hinterlassen
- Effekt von PBHs auf Erde oder menschlichen Körper wäre vernachlässigbar
- Neue Ansätze nötig, da bisherige Suchmethoden erfolglos blieben
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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