Amazon-Datenzentren sollen mit Abwärme ihr eigenes CO2 wegfiltern
Amazon hat womöglich einen Weg gefunden, den Klima-Fußabdruck seiner großen Datenzentren zu reduzieren. Diese sollen auch als Maschinen zur Kohlenstoffabscheidung eingesetzt werden. Möglich macht das eine Zusammenarbeit mit dem Startup Orbital Materials.
Das Verfahren ist Teil eines Pilotprogramms und soll an einem bislang nicht bekannt gegebenen Standort getestet werden, berichtet das US-Magazin Semafor. Dabei wird die Abwärme genutzt, die entsteht, wenn Luft durch die Server der Rechenzentren strömt, um diese zu kühlen.
Rechenzentren für generative KI wie die von Amazon Web Services (AWS) benötigen enorme Mengen an Energie und erzeugen hohe Temperaturen. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren, die Websites oder Datenbanken betreiben, sind vor allem KI-Anlagen mit hoch spezialisierten Prozessoren wie Nvidias GPUs ausgestattet, die mit hoher Geschwindigkeit arbeiten. Dies stellt große Anforderungen an die Kühlung und führt zu einem höheren Energieverbrauch, was Bedenken hinsichtlich steigender Strompreise und erhöhter fossiler Energieproduktion aufwirft.
Die Entwicklung ist Teil eines wachsenden Trends, künstliche Intelligenz zur Erforschung neuer Materialien einzusetzen. Neben Amazon haben auch Unternehmen wie Meta und Microsoft in diesem Bereich vielversprechende Ergebnisse erzielt. Orbital Materials, gegründet von Jonathan Godwin, der zuvor bei Googles KI-Abteilung DeepMind tätig war, nutzt KI, um Materialien für Anwendungen von Batterien bis hin zu Halbleitern zu verbessern.
Siehe auch:
- Amazon plant CO2-Abscheidung in Datenzentren durch neuartiges Material
- KI-gestützte Entwicklung ermöglicht Kohlenstoffbindung aus heißer Abluft
- Pilotprogramm nutzt Abwärme der Server zur CO2-Reduktion
- KI-Rechenzentren verbrauchen mehr Energie als herkömmliche Anlagen
- Das Material absorbiert CO2 bei hohen Temperaturen
- Abgeschiedenes CO2 kann gespeichert oder weiterverwendet werden
- Trend: KI-Einsatz zur Erforschung neuer Materialien in der Industrie
KI findet passendes Material
Die Firma hat mithilfe von künstlicher Intelligenz ein neues Material entwickelt, das speziell für die Abscheidung von Kohlenstoffdioxid aus heißer Abluft konzipiert ist. Laut Orbital-Chef Jonathan Godwin könnte diese Technologie dazu führen, dass Amazons Rechenzentren mehr CO2 binden, als sie durch den Betrieb verursachen - und damit trotz ihres hohen Energieverbrauchs netto klimaneutral oder sogar klimapositiv werden.Das Verfahren ist Teil eines Pilotprogramms und soll an einem bislang nicht bekannt gegebenen Standort getestet werden, berichtet das US-Magazin Semafor. Dabei wird die Abwärme genutzt, die entsteht, wenn Luft durch die Server der Rechenzentren strömt, um diese zu kühlen.
Rechenzentren für generative KI wie die von Amazon Web Services (AWS) benötigen enorme Mengen an Energie und erzeugen hohe Temperaturen. Im Vergleich zu herkömmlichen Rechenzentren, die Websites oder Datenbanken betreiben, sind vor allem KI-Anlagen mit hoch spezialisierten Prozessoren wie Nvidias GPUs ausgestattet, die mit hoher Geschwindigkeit arbeiten. Dies stellt große Anforderungen an die Kühlung und führt zu einem höheren Energieverbrauch, was Bedenken hinsichtlich steigender Strompreise und erhöhter fossiler Energieproduktion aufwirft.
Auch andere aktiv
Orbital Materials hat nun ein Material entwickelt, das CO2 auch bei den hohen Temperaturen der Abluft von KI-Rechenzentren effektiv absorbieren kann. Diese sogenannten Sorbenten wurden mithilfe von KI-Modellen vorhergesagt und anschließend in Labortests optimiert. Das abgeschiedene CO2 kann anschließend entweder unterirdisch gespeichert oder in festen Materialien wie Zement weiterverwendet werden.Die Entwicklung ist Teil eines wachsenden Trends, künstliche Intelligenz zur Erforschung neuer Materialien einzusetzen. Neben Amazon haben auch Unternehmen wie Meta und Microsoft in diesem Bereich vielversprechende Ergebnisse erzielt. Orbital Materials, gegründet von Jonathan Godwin, der zuvor bei Googles KI-Abteilung DeepMind tätig war, nutzt KI, um Materialien für Anwendungen von Batterien bis hin zu Halbleitern zu verbessern.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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