Internetnutzung bei über 50-Jährigen verbessert mentale Gesundheit
Eine neue Studie zeigt einen positiven Zusammenhang zwischen Internetnutzung und mentaler Gesundheit bei Erwachsenen ab 50 Jahren. Die Forschung umfasste 23 Länder und ergab, dass regelmäßige Internetnutzung mit weniger depressiven Symptomen verbunden ist.
Die Studie berücksichtigte zahlreiche Variablen, darunter Alter, Geschlecht, Bildung, Vermögen, Familienstand, soziale Kontakte, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität und Erkrankungen. Dies ermöglichte eine differenzierte Analyse der Effekte. Besonders deutlich war der positive Effekt bei bestimmten Gruppen: Personen über 65, Unverheiratete, sozial isolierte, höher gebildete, weniger Wohlhabende, Berufstätige, seltene Trinker, körperlich Inaktive und Menschen mit chronischen Erkrankungen profitierten am meisten von der Internetnutzung.
Allerdings: Die Datenerhebung zur Internetnutzung variierte zwischen den Studien erheblich. Die europäische SHARE-Kohorte erfasste die Nutzung innerhalb der letzten sieben Tage, während die chinesische CHARLS-Studie den letzten Monat betrachtete. Die brasilianische ELSI fragte nach der Nutzung im vergangenen Jahr. Die US-amerikanische HRS konzentrierte sich auf regelmäßige Online-Aktivitäten wie E-Mails und Online-Shopping. Die englische ELSA verwendete eine siebenstufige Skala von täglicher bis zu keiner Nutzung. Details finden sich in der Veröffentlichung in Nature Human Behaviour.
Diese methodischen Unterschiede erschweren direkte Vergleiche zwischen den Ländern und könnten die Interpretation von Effekten, die von der Häufigkeit oder Intensität der Internetnutzung abhängen, beeinträchtigen.
Die Forscher betonen die wachsende Bedeutung des Internets als sozialen Faktor für die mentale Gesundheit, insbesondere während der Pandemie. Die Erkenntnisse könnten für die Entwicklung von Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Alter durch Internetnutzung relevant sein. Jetzt ist weitere Forschung nötig, um die genauen Mechanismen hinter diesem Zusammenhang zu verstehen.
Siehe auch:
Studie: Internet als Booster für geistige Fitness 50+
Die Studie analysierte Daten von 87.559 Teilnehmern aus sechs Altersstudien. Die Forscher nutzten lineare gemischte Modelle, die individuelle Unterschiede zwischen Teilnehmern und Veränderungen über die Zeit berücksichtigen, sowie Meta-Analysen, um die Beziehung zwischen Internetnutzung und mentaler Gesundheit zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass tägliche oder wöchentliche Internetnutzung mit besserer selbstberichteter Gesundheit und weniger depressiven Symptomen einherging.Die Studie berücksichtigte zahlreiche Variablen, darunter Alter, Geschlecht, Bildung, Vermögen, Familienstand, soziale Kontakte, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität und Erkrankungen. Dies ermöglichte eine differenzierte Analyse der Effekte. Besonders deutlich war der positive Effekt bei bestimmten Gruppen: Personen über 65, Unverheiratete, sozial isolierte, höher gebildete, weniger Wohlhabende, Berufstätige, seltene Trinker, körperlich Inaktive und Menschen mit chronischen Erkrankungen profitierten am meisten von der Internetnutzung.
Allerdings: Die Datenerhebung zur Internetnutzung variierte zwischen den Studien erheblich. Die europäische SHARE-Kohorte erfasste die Nutzung innerhalb der letzten sieben Tage, während die chinesische CHARLS-Studie den letzten Monat betrachtete. Die brasilianische ELSI fragte nach der Nutzung im vergangenen Jahr. Die US-amerikanische HRS konzentrierte sich auf regelmäßige Online-Aktivitäten wie E-Mails und Online-Shopping. Die englische ELSA verwendete eine siebenstufige Skala von täglicher bis zu keiner Nutzung. Details finden sich in der Veröffentlichung in Nature Human Behaviour.
Diese methodischen Unterschiede erschweren direkte Vergleiche zwischen den Ländern und könnten die Interpretation von Effekten, die von der Häufigkeit oder Intensität der Internetnutzung abhängen, beeinträchtigen.
Die Forscher betonen die wachsende Bedeutung des Internets als sozialen Faktor für die mentale Gesundheit, insbesondere während der Pandemie. Die Erkenntnisse könnten für die Entwicklung von Strategien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Alter durch Internetnutzung relevant sein. Jetzt ist weitere Forschung nötig, um die genauen Mechanismen hinter diesem Zusammenhang zu verstehen.
Zusammenfassung
- Studie zeigt: Internetnutzung verbessert mentale Gesundheit ab 50
- Analyse von 87.559 Teilnehmern aus 23 Ländern und sechs Altersstudien
- Tägliche oder wöchentliche Nutzung reduziert depressive Symptome
- Besonders vorteilhaft für über 65-Jährige und sozial Isolierte
- Methodische Unterschiede erschweren länderübergreifende Vergleiche
- Internet als wichtiger sozialer Faktor für mentale Gesundheit im Alter
- Weitere Forschung zu genauen Mechanismen des Zusammenhangs nötig
Siehe auch:
- Büro-Arbeit: Stehschreibtische fördern die Gesundheit überhaupt nicht
- Studie zeigt: Deutsche IT-Beschäftigte kämpfen mit ihrer Gesundheit
- 167 Studien ausgewertet: Auswirkungen von Mobilfunk auf Gesundheit
- Project Gesundheit: Amazon forscht heimlich an Mitteln gegen Erkältung
- Kontaktlinse informiert Träger über Gesundheit
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