Intel: Keine Desktop-CPUs mit "3D V-Cache" geplant - lohnt sich nicht
AMD feiert mit seinen CPUs mit 3D V-Cache große Erfolge. Vor allem für Gamer sind die Prozessoren das Nonplusultra. Jetzt will auch Intel eine vergleichbare Technologie in einige seiner kommenden Chips einbauen. Allerdings haben gewöhnliche Endkunden nichts davon.
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Die kommenden Prozessoren werden aus 12 Compute-Tiles bestehen, von denen je vier auf einem von drei "aktiven" Base-Tiles sitzen. Die erhalten dann den Cache. Verbunden werden die Compute und Base-Tiles mittels Foveros Direct 3D. Außen sitzen zudem zwei I/O-Tiles. Clearwater Forest besteht insgesamt also aus 17 Tiles.
Siehe auch:
Siegeszug von 3D V-Cache
Im Frühjahr 2022 veröffentlichte AMD mit dem Ryzen 7 5800X3D seinen ersten Prozessor mit vertikalem L3-Cache. Der sorgt vor allem in Videospielen für eine starke Leistung der CPU. Die X3D-Serie ist daher seitdem bei Gamern sehr beliebt und gilt spätestens seit der kürzlichen Veröffentlichung des neuen Ryzen 7 9800X3D als absolute Top-Wahl. Das zeigte sich auch in den Verkaufszahlen. So war der 9800X3D innerhalb weniger Stunden weltweit ausverkauft.Intel verrät seine Pläne
Wie Florian Maislinger, Tech Communications Manager bei Intel, in einem Interview mit den YouTubern der8auer und Bens Hardware erzählt (ab 1:19:00), hat Intel jetzt konkrete Pläne, eine vergleichbare Technologie einzusetzen, die man "lokalen Cache" nennt. Die soll allerdings in der neuen Xeon-Generation namens Clearwater Forest stecken, also in Intels Chips für Server.
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Gaming-Markt nicht relevant genug
Trotz des Erfolges von AMD hat Intel aber keine Ambitionen, Desktop-CPUs mit lokalem Cache anzubieten. Der Gaming-Markt, für den diese Prozessoren gemacht wären, sei einfach zu klein und unrentabel für Intel, so Maislinger. Dazu sei der Herstellungsprozess der CPUs mit zusätzlichem Cache zu komplex und teuer. Daher konzentriere man sich auf Serverumgebungen. Hier verkauft man deutlich mehr Produkte.Die AMD-CPUs sind auf eine recht spitze Zielgruppe zugeschnitten und das sind Gamer. Wir sind uns bewusst, dass diese Technologie viel bringen kann für Gamer, das kommt aber auch immer mit Abstrichen bzw. kommt auch mit gewissen Nachteilen und Kompromissen, die man eben damit eingeht. Es ist in dem Fall gut, wenn ich eine X3D-CPU habe, die ist vielleicht in Anwendungen nicht so stark. Uns ist das bewusst und auch technologisch haben wir das nach wie vor drauf. [...] Im Server ist es einfach ein anderer Markt und eine andere Marktbreite, die man damit potenziell ansprechen kann, als es bei Desktop-CPUs der Fall ist.
Intel sieht sich gut aufgestellt
Vorerst wird es also keine Desktop-Prozessoren von Intel mit lokalem Cache geben. Maislinger sieht darin aber kein Problem. So sei man auch ohne diese Komponente mit den aktuellen Chips recht nahe an der Leistung der Produkte von AMD. Zuletzt war Intels neues Desktop-Flaggschiff, der Core Ultra 9 285K, jedoch durch eher enttäuschende Gaming-Benchmarks aufgefallen.
Zusammenfassung
- Intel plant Cache-Technologie für kommende Xeon-Prozessoren
- AMDs CPUs mit 3D V-Cache sind bei Gamern sehr erfolgreich
- Intels 'lokaler Cache' wird in Clearwater-Forest-Xeon-CPUs eingesetzt
- Clearwater Forest besteht aus 17 Tiles, davon 12 Compute-Tiles
- Intel sieht keinen Bedarf für Desktop-CPUs mit lokalem Cache
- Gaming-Markt ist laut Intel zu klein für aufwendige Chip-Produktion
- Fokus liegt auf Serverumgebungen wegen höherer Verkaufszahlen
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