CPU-Marktanteile: Intel verliert in allen Bereichen, AMD stark wie nie
Dass es keine einfachen Wochen und Monate für Intel waren und sind, ist mittlerweile bekannt. Neue Zahlen zu den CPU-Marktanteilen unterstreichen jetzt den Abwärtstrend beim Unternehmen. Konkurrent AMD verkauft währenddessen immer mehr Prozessoren.
Den größten Verlust im Hinblick auf den Marktanteil muss Intel im Bereich der Desktop-CPUs hinnehmen. Hier verliert das Unternehmen 5,7 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Mit 71,3 Prozent ist der Marktanteil von Intel damit so niedrig wie noch nie. AMD kommt entsprechend auf 28,7 Prozent und erreicht ein neues Allzeithoch. Verglichen mit den Werten von vor einem Jahr verliert Intel ganze 9,5 Prozent.
Wie es vonseiten des Chipherstellers jedoch heißt, läge dieser kurzfristige Rückgang nur an der Bestandskorrektur eines Kunden. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass der Marktanteil im nächsten Quartal wieder steigt.
Auch im Bereich von Prozessoren für mobile Geräte wie Laptops verliert Intel an Boden. Der Marktanteil sinkt im Vergleich zum vorangegangenen Quartal von 79,7 auf 77,7 Prozent um 2 Punkte. Verglichen mit 2023 sind dies Einbußen von 2,8 Prozent.
Letztlich zeigt sich auch im Bereich der Server ein ähnliches Bild. Hier verliert Intel im Vergleich zu Q2 2024 zwar nur 0,1 Prozent, dennoch ist ein klarer Trend zu erkennen. Hier liegt Team Blue jetzt bei insgesamt 75,8 Prozent Marktanteil, während AMD bei entsprechend 24,2 Prozent liegt. Allerdings hat AMD in Q3 2024 zum allerersten Mal mit CPUs für Datencenter mehr verdient als Intel.
Siehe auch:
Intel in der Krise
Bei all den negativen Schlagzeilen, die es zuletzt über Chiphersteller Intel zu lesen gab, konnte man leicht den Eindruck bekommen, das Unternehmen stehe kurz vor dem Aus. Zuerst machte Raptor Lake mit Instabilitäten auf sich aufmerksam, dann sollten tausende Arbeitsplätze gestrichen werden, der Bau auch in Deutschland geplanter Chip-Fabriken wurde auf Eis gelegt und zuletzt ließ sogar die US-Regierung durchblicken, dass man zur Rettung des Konzerns einer Fusion mit AMD offen gegenüberstehe.Zahlen bestätigen Verluste in allen Bereichen
Nun hat das Marktforschungsunternehmen Mercury Research (via Toms Hardware) die Quartalszahlen zu den Marktanteilen der beiden Hersteller veröffentlicht. Darin ist zu sehen, wie Intel in allen Bereichen mit Einbußen gegenüber dem Konkurrenten AMD zu kämpfen hat. Insgesamt liegt Team Blue aber immer noch mehr als komfortabel in Führung.Den größten Verlust im Hinblick auf den Marktanteil muss Intel im Bereich der Desktop-CPUs hinnehmen. Hier verliert das Unternehmen 5,7 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Mit 71,3 Prozent ist der Marktanteil von Intel damit so niedrig wie noch nie. AMD kommt entsprechend auf 28,7 Prozent und erreicht ein neues Allzeithoch. Verglichen mit den Werten von vor einem Jahr verliert Intel ganze 9,5 Prozent.
Wie es vonseiten des Chipherstellers jedoch heißt, läge dieser kurzfristige Rückgang nur an der Bestandskorrektur eines Kunden. Entsprechend ist damit zu rechnen, dass der Marktanteil im nächsten Quartal wieder steigt.
Auch im Bereich von Prozessoren für mobile Geräte wie Laptops verliert Intel an Boden. Der Marktanteil sinkt im Vergleich zum vorangegangenen Quartal von 79,7 auf 77,7 Prozent um 2 Punkte. Verglichen mit 2023 sind dies Einbußen von 2,8 Prozent.
Letztlich zeigt sich auch im Bereich der Server ein ähnliches Bild. Hier verliert Intel im Vergleich zu Q2 2024 zwar nur 0,1 Prozent, dennoch ist ein klarer Trend zu erkennen. Hier liegt Team Blue jetzt bei insgesamt 75,8 Prozent Marktanteil, während AMD bei entsprechend 24,2 Prozent liegt. Allerdings hat AMD in Q3 2024 zum allerersten Mal mit CPUs für Datencenter mehr verdient als Intel.
Eindeutiger Trend
Wie bereits erwähnt, ist Intels Vorsprung immer noch groß. Dennoch lässt sich seit nunmehr acht Jahren eine klare Entwicklung erkennen. Auch mit seinen neuen Core-Ultra-CPUs scheint der Hersteller keinen wirklich großen Wurf gelandet zu haben. Zwar sind die Prozessoren deutlich effizienter als ihre Vorgänger, in einigen Bereichen wie etwa bei Videospielen sind sie jedoch auch leistungsschwächer. AMD hingegen punktet vor allem mit seinen im Vergleich günstigen Epyc-Chips für Server und nicht zuletzt auch mit seinen Verbraucher-CPUs mit 3D V-Cache.
Zusammenfassung
- Intel verliert Marktanteile in allen CPU-Bereichen an AMD
- Desktop-CPUs: Intel fällt auf 71,3 %, AMD erreicht 28,7 % Marktanteil
- Intels Marktanteil bei Laptop-Prozessoren sinkt auf 77,7 %
- Im Serverbereich hält Intel 75,8 %, AMD liegt bei 24,2 % Marktanteil
- AMD verdient erstmals mehr mit Datencenter-CPUs als Intel
- Intels Core-Ultra-CPUs zeigen Schwächen trotz höherer Effizienz
- AMD punktet mit günstigen Epyc-Chips und 3D V-Cache-Prozessoren
Siehe auch:
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