X/Twitter rollt seine umstrittene neue (Nicht-)Blockierfunktion aus
Das von Multimilliardär Elon Musk übernommene Micro-Blogging-Netzwerk X/Twitter beginnt jetzt mit der Einführung seiner neuen, nicht mehr wirklich so zu nennenden Block-Funktion. Alle Proteste und ein Nutzerschwund hatten offenbar keine Auswirkungen.
So lässt sich mit dem Blockieren eines Nutzers zwar dafür sorgen, dass man seine Beiträge vor dem Zugriff durch diese Person schützt, doch greift dies aufgrund der offenen Natur von X/Twitter nur dann, wenn der gesperrte Nutzer auch mit seinem Profil angemeldet ist. Wer will, kann also zumindest theoretisch auch dann ein Profil eines anderen Users einsehen, wenn man sich ausloggt oder zum Beispiel mit einem Inkognito-Tab zugreift.
X/Twitter hat im Zuge der Einführung der geänderten Blockierfunktion auch noch einen weiteren bisher eigentlich geplanten Teil der Funktion entfernt. So war bis in jüngster Vergangenheit laut TechCrunch auch vorgesehen, dass blockierte Nutzer die Listen der Accounts nicht mehr einsehen können, denen ein Nutzer folgt oder die ihm folgen. Der entsprechende Passus auf einer Support-Seite wurde inzwischen gestrichen.
Auch die Follower- bzw. Follower-Listen eines Nutzers lassen sich somit trotz aktiver Blockierfunktion einfach einsehen. X begründete die Änderung der Blockierfunktion offiziell auch damit, dass sie verhindern könnte, dass "schädliche Posts" über bestimmte andere Nutzer nicht von den Betroffenen eingesehen werden können.
Durch die Änderung sei nun mehr "Transparenz" gewährleistet, hieß es. Tatsächlich lässt sich dies aber auch realisieren, indem man sein Profil in den privaten Modus schaltet, die Posts also nur für Follower zugänglich macht. Das Timing für die Einführung der geänderten und damit weitestgehend "zahnlos" gemachten Blockierfunktion könnte durchaus mit der morgen stattfindenden US-Präsidentschaftswahl zusammen hängen, bei der Musk sich mittlerweile als einer der lautesten Unterstützer des republikanischen Kandidaten Donald Trump hervortut.
Siehe auch:
Geänderte Blockierfunktion wurde viel kritisiert
X bekommt eine überarbeitete Blockierfunktion, mit der man nun nicht mehr verhindern kann, dass bestimmte Nutzer die eigenen Beiträge ohne zusätzlichen Aufwand einsehen können. Musk und das Team hinter dem Dienst begründeten die weitgehende Abschaffung der Blockierfunktion damit, dass sie in ihrer bisherigen Form ohnehin nicht wirklich ihren Zweck erfüllt.So lässt sich mit dem Blockieren eines Nutzers zwar dafür sorgen, dass man seine Beiträge vor dem Zugriff durch diese Person schützt, doch greift dies aufgrund der offenen Natur von X/Twitter nur dann, wenn der gesperrte Nutzer auch mit seinem Profil angemeldet ist. Wer will, kann also zumindest theoretisch auch dann ein Profil eines anderen Users einsehen, wenn man sich ausloggt oder zum Beispiel mit einem Inkognito-Tab zugreift.
X verspricht mehr 'Transparenz'
Dies soll auch, so zumindest die offizielle Begründung, der Grund dafür sein, dass man die Blockierfunktion jetzt so umbaut, dass sie nur noch bei Direktnachrichten, der Antwortfunktion und der Möglichkeit, einem Nutzer zu folgen, greift. Die Anzeige von Posts auf einem Profil, dessen Besitzer einen Nutzer blockiert hat, ist hingegen künftig einfach möglich.X/Twitter hat im Zuge der Einführung der geänderten Blockierfunktion auch noch einen weiteren bisher eigentlich geplanten Teil der Funktion entfernt. So war bis in jüngster Vergangenheit laut TechCrunch auch vorgesehen, dass blockierte Nutzer die Listen der Accounts nicht mehr einsehen können, denen ein Nutzer folgt oder die ihm folgen. Der entsprechende Passus auf einer Support-Seite wurde inzwischen gestrichen.
Auch die Follower- bzw. Follower-Listen eines Nutzers lassen sich somit trotz aktiver Blockierfunktion einfach einsehen. X begründete die Änderung der Blockierfunktion offiziell auch damit, dass sie verhindern könnte, dass "schädliche Posts" über bestimmte andere Nutzer nicht von den Betroffenen eingesehen werden können.
Durch die Änderung sei nun mehr "Transparenz" gewährleistet, hieß es. Tatsächlich lässt sich dies aber auch realisieren, indem man sein Profil in den privaten Modus schaltet, die Posts also nur für Follower zugänglich macht. Das Timing für die Einführung der geänderten und damit weitestgehend "zahnlos" gemachten Blockierfunktion könnte durchaus mit der morgen stattfindenden US-Präsidentschaftswahl zusammen hängen, bei der Musk sich mittlerweile als einer der lautesten Unterstützer des republikanischen Kandidaten Donald Trump hervortut.
Zusammenfassung
- X/Twitter führt trotz Protesten eine überarbeitete Blockierfunktion ein
- Geblockte Nutzer können weiterhin Beiträge und Follower-Listen einsehen
- Blockierung gilt nur für Direktnachrichten, Antworten und Followerfunktion
- Offizieller Grund: Mehr Transparenz und Einsicht in 'schädliche Posts'
- Kritiker sehen Zusammenhang mit der bevorstehenden US-Präsidentschaftswahl
- Musk unterstützt öffentlich den republikanischen Kandidaten Donald Trump
- Alternative: Privater Modus schützt Beiträge vor unerwünschten Zugriffen
Siehe auch:
- Musk schießt Eigentor: Trumps Social Network mehr Wert als Twitter/X
- X/Twitter schafft die Block-Funktion in ihrer bisherigen Form ab
- $HACKED: X-Konten mit Millionen Followern warben für Krypto
- X/Twitter: Neuer massiver Exodus von Werbekunden steht bevor
- Twitter/X will auch Video-Konferenzen als Teams-Alternative anbieten
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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