Saudi-Arabien: Erdöl-Staat geht massiv ins Geschäft mit Solarstrom
Saudi-Arabien gilt eigentlich als große Erdöl-Wirtschaftsmacht. Allerdings kommt auch dieses Land nicht an den neuen Realitäten in der Energiebranche vorbei und setzt sich klare Ziele für die Umstellung auf Erneuerbare.
Für jedes dieser Projekte wurden zwei Bieter ausgewählt, darunter führende Energieunternehmen aus dem Nahen Osten sowie internationale Akteure. Das größte der vier Projekte ist das Al-Sadawi Solar PV IPP mit einer Kapazität von 2000 Megawatt. Hier wurden das staatliche Emirati-Unternehmen Masdar (auch bekannt als Abu Dhabi Future Energy Company) und das chinesische Unternehmen SPIC Huanghe Hydropower Development als mögliche Projektverantwortliche nominiert. Letzteres ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen State Power Investment Corporation Limited (SPIC).
Auch für das 1000-MW-Al-Massaa-Projekt wurde SPIC Huanghe zusammen mit der saudischen Al Jomaih Energy and Water Company auf die Liste gesetzt. Die französischen Energieunternehmen TotalEnergies und EDF Renouvables sowie Masdar wurden als technische Partner für diese Projekte benannt. Die beiden weiteren Projekte, Al-Henakiyah 2 mit 400 MW und Rabigh 2 mit 300 MW, erhielten Gebote von Masdar, Huanghe Hydropower und Al Jomaih Energy and Water Company.
Die Kriterien der Ausschreibungen umfassen dabei nicht nur Bauplanungen und Investitions-Vorhaben, sondern natürlich auch eine klare Zielsetzung hinsichtlich der Gestehungskosten - also den Kosten für die Erzeugung des Stroms. Diese müssen auf jeden Fall bei unter 2 Cent pro Kilowattstunde liegen. Dies ist den Bietern problemlos gelungen: Beim kleinen 300MW-Projekt werden Preise von maximal 1,9 Cent pro Kilowattstunde veranschlagt, das Minimum erreicht man beim größten Projekt mit 1,29 Cent pro Kilowattstunde. Somit wird klar, dass die Arbeit an den Erneuerbaren auch einen klaren wirtschaftlichen Aspekt hat - denn zu solchen Kosten kann man auch aus hauseigenem Erdöl keinen Strom erzeugen.
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Ausschreibungen in Gigawatt-Dimensionen
Bis zum Jahr 2030 will Saudi-Arabien seine Stromversorgung zu mindestens 50 Prozent aus regenerativen Energieträgern bestreiten. Auf dem Weg dorthin wurde nun eine weitere Runde an Ausschreibungen abgeschlossen. Die Saudi Power Procurement Company (SPPC) vergibt im Zuge dessen Genehmigungen für den Bau und Betrieb von vier großen Fotovoltaik-Projekten mit einer Gesamtleistung von 3,6 Gigawatt.Für jedes dieser Projekte wurden zwei Bieter ausgewählt, darunter führende Energieunternehmen aus dem Nahen Osten sowie internationale Akteure. Das größte der vier Projekte ist das Al-Sadawi Solar PV IPP mit einer Kapazität von 2000 Megawatt. Hier wurden das staatliche Emirati-Unternehmen Masdar (auch bekannt als Abu Dhabi Future Energy Company) und das chinesische Unternehmen SPIC Huanghe Hydropower Development als mögliche Projektverantwortliche nominiert. Letzteres ist eine Tochtergesellschaft der chinesischen State Power Investment Corporation Limited (SPIC).
Auch für das 1000-MW-Al-Massaa-Projekt wurde SPIC Huanghe zusammen mit der saudischen Al Jomaih Energy and Water Company auf die Liste gesetzt. Die französischen Energieunternehmen TotalEnergies und EDF Renouvables sowie Masdar wurden als technische Partner für diese Projekte benannt. Die beiden weiteren Projekte, Al-Henakiyah 2 mit 400 MW und Rabigh 2 mit 300 MW, erhielten Gebote von Masdar, Huanghe Hydropower und Al Jomaih Energy and Water Company.
Ziel unter 2 Cent/kWh
Laut SPPC wird das gesamte Investitionsvolumen für die vier Projekte über 2,13 Milliarden Dollar betragen. Im September dieses Jahres startete SPPC zudem die sechste Runde des Programms und bittet um Bewerbungen für weitere 3 Gigawatt Solar-Kapazität, die durch 1,5 Gigawatt an Windkraft ergänzt werden sollen.Die Kriterien der Ausschreibungen umfassen dabei nicht nur Bauplanungen und Investitions-Vorhaben, sondern natürlich auch eine klare Zielsetzung hinsichtlich der Gestehungskosten - also den Kosten für die Erzeugung des Stroms. Diese müssen auf jeden Fall bei unter 2 Cent pro Kilowattstunde liegen. Dies ist den Bietern problemlos gelungen: Beim kleinen 300MW-Projekt werden Preise von maximal 1,9 Cent pro Kilowattstunde veranschlagt, das Minimum erreicht man beim größten Projekt mit 1,29 Cent pro Kilowattstunde. Somit wird klar, dass die Arbeit an den Erneuerbaren auch einen klaren wirtschaftlichen Aspekt hat - denn zu solchen Kosten kann man auch aus hauseigenem Erdöl keinen Strom erzeugen.
Zusammenfassung
- Saudi-Arabien plant bis 2030 50% Stromversorgung aus Erneuerbaren
- Vier große Fotovoltaik-Projekte mit 3,6 Gigawatt Gesamtleistung
- Internationale Unternehmen als potenzielle Projektverantwortliche
- Investitionsvolumen von über 2,13 Milliarden Dollar für die Projekte
- Gestehungskosten unter 2 Cent pro Kilowattstunde als Zielsetzung
- Niedrigste Kosten bei 1,29 Cent pro Kilowattstunde erreicht
- Erneuerbare Energien als wirtschaftlich attraktive Alternative
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