Die 52. Mersenne-Primzahl wurde mit Nvidia-CPUs endlich gefunden
Die Gruppe der bekannten Mersenne-Primzahlen ist um ein 52. Exemplar größer geworden. Entdeckt wurde sie im Rahmen des "Great Internet Mersenne Prime Search" (GIMPS)-Projekts von Luke Durant, einem ehemaligen Mitarbeiter des GPU-Herstellers Nvidia.
Nach fast einem Jahr intensiver Tests konnte Durant am 11. Oktober 2024 schließlich einen Durchbruch verzeichnen. Eine Nvidia-A100-GPU in Dublin meldete, dass das Sample M136279841 wahrscheinlich eine Primzahl ist. Am darauffolgenden Tag wurde diese Vermutung durch eine weitere H100 in San Antonio, Texas, mittels eines Lucas-Lehmer-Tests bestätigt.
Die Entdeckung wurde anschließend von mehreren unabhängigen Tests auf verschiedenen Plattformen überprüft, darunter auch das bekannte Prime95-Programm. Am 19. Oktober wurde die neue Primzahl endgültig bestätigt.
Die Entdeckung von M136279841 markiert nun endgültig auch das Ende einer Ära, in der Primzahlen fast ausschließlich auf gewöhnlichen Heimcomputern gefunden wurden. Seit 2017 wird die zunehmende Rechenleistung von Grafikkarten (GPUs) genutzt, um diese Berechnungen effizienter durchzuführen. Der Programmierer Mihai Preda entwickelte hierfür das Programm GpuOwl, das Mersenne-Zahlen auf GPUs testet und das der gesamten GIMPS-Community zur Verfügung steht.
Siehe auch:
- Primzahl durch GIMPS-Projekt und Nvidia-GPUs entdeckt
- Luke Durant entwickelte GPU-Infrastruktur für Primzahlsuche
- Entdeckung am 11. Oktober 2024 auf Nvidia-A100-GPU in Dublin
- Neue Primzahl lautet 2^136.279.841-1 mit über 41 Millionen Stellen
- Markiert das Ende der Ära der Primzahlsuche auf Heimcomputern
- GPUs werden seit 2017 für effizientere Berechnungen genutzt
- GpuOwl-Programm ermöglicht Mersenne-Zahlen-Tests auf GPUs
41 Millionen Stellen
Durant ist aktuell der aktivste Teilnehmer des GIMPS-Projekts, das aus tausenden Freiwilligen besteht, die eine kostenlose Software von Mersenne.org nutzen, um nach Mersenne-Primzahlen zu suchen. Der 36-jährige Forscher erkannte das Potenzial der GPUs auch für die Primzahlsuche. Im Oktober 2023 begann er, eine Infrastruktur zu entwickeln, die es ihm ermöglichte, die GIMPS-Software auf einer Vielzahl von GPU-Servern weltweit zu betreiben.Nach fast einem Jahr intensiver Tests konnte Durant am 11. Oktober 2024 schließlich einen Durchbruch verzeichnen. Eine Nvidia-A100-GPU in Dublin meldete, dass das Sample M136279841 wahrscheinlich eine Primzahl ist. Am darauffolgenden Tag wurde diese Vermutung durch eine weitere H100 in San Antonio, Texas, mittels eines Lucas-Lehmer-Tests bestätigt.
Die Entdeckung wurde anschließend von mehreren unabhängigen Tests auf verschiedenen Plattformen überprüft, darunter auch das bekannte Prime95-Programm. Am 19. Oktober wurde die neue Primzahl endgültig bestätigt.
GPU wird Standard
Die neue Primzahl lautet 2^136.279.841-1. Diese hat komplett ausgeschrieben immerhin über 41 Millionen Stellen. Dies bedeutet letztlich, dass es mehr als 41 Megabyte erfordert, um die komplette Primzahl aufzuschreiben. Ein entsprechend großes Text-Dokument, in dem sich die Zahl in voller Pracht anschauen lässt, kann beim GIMPS-Projekt heruntergeladen werden.Die Entdeckung von M136279841 markiert nun endgültig auch das Ende einer Ära, in der Primzahlen fast ausschließlich auf gewöhnlichen Heimcomputern gefunden wurden. Seit 2017 wird die zunehmende Rechenleistung von Grafikkarten (GPUs) genutzt, um diese Berechnungen effizienter durchzuführen. Der Programmierer Mihai Preda entwickelte hierfür das Programm GpuOwl, das Mersenne-Zahlen auf GPUs testet und das der gesamten GIMPS-Community zur Verfügung steht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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