Galaktische Gleichungen:
Star Trek macht KI-Bots zu Mathe-Genies
Oft bereitet es KI-Programmen wie ChatGPT viel Mühe, selbst einfachste mathematische Aufgaben zu lösen. Komplizierte Probleme können sie oft gar nicht knacken. Nun haben Ingenieure die Entdeckung gemacht, dass sich die Fähigkeiten mithilfe von Star Trek verbessern lassen.
Besonders, wenn die KI-Modelle zusätzlich dazu aufgefordert wurden, ihre Antwort mit folgendem, von Star Trek inspirierten Satz zu beginnen, verbesserte sich ihre Fähigkeit, mathematische Aufgaben zu lösen: "Logbuch des Captains, Sternzeit [Datum]: Wir haben erfolgreich einen Kurs durch die Turbulenz berechnet und nähern uns jetzt dem Ursprung der Anomalie".
Denn schon geringfügige Änderungen in Aufgabenstellungen oder Fragen können, wie durch die Studie noch einmal deutlich gemacht, unvorhergesehene Abweichungen in Ergebnissen hervorrufen. Warum nun genau Star Trek als Antwortrahmen einen Effekt auf die mathematischen Problemlösefähigkeiten der LLMs hatte, bleibt ein Rätsel. Cathrine Flick von der Staffordshire University sagte dazu gegenüber NewScientist:
"Eine Sache ist aber sicher: Das LLM ist kein Trekkie. Es ‘versteht' durch die Verwendung des Prompts nichts besser oder schlechter, sondern es hat lediglich Zugriff auf unterschiedliche Sets von Gewichtungen und Wahrscheinlichkeiten in Hinblick auf die Akzeptanz der Antwort, wenn verglichen mit einem anderen Prompt".
Wer also schon dachte, dass sich mit Kirk, Spock und Uhura alle KI-Assistenten zu mathematischen Genies machen lassen, wird enttäuscht.
Siehe auch:
- KI-Programme tun sich mit Mathe schwer
- Star-Trek-Sätze verbessern KI-Leistung
- VMWare testet Einfluss von "positivem Denken"
- LLMs lösen Grundschulmathematik besser
- "Logbuch des Captains" steigert Erfolg
- Studie zeigt Einfluss von Formulierungen
- Cathrine Flick: LLMs sind keine Trekkies
Positives Denken mit unerwartetem Einfluss
In ihrer Studie untersuchten die Ingenieure bei VMWare in Kalifornien den Einfluss von "positivem Denken" auf die Antworten der drei Large Language Models (LLM) Mistral-7B, Llama2-13B und Llama2-70B. Dazu stellten sie den LLMs Mathematikaufgaben auf Grundschulniveau und ergänzten diese mit positiven und motivierenden Sätzen wie "Das wird spaßig!" oder "Du bist so gut wie ChatGPT".Besonders, wenn die KI-Modelle zusätzlich dazu aufgefordert wurden, ihre Antwort mit folgendem, von Star Trek inspirierten Satz zu beginnen, verbesserte sich ihre Fähigkeit, mathematische Aufgaben zu lösen: "Logbuch des Captains, Sternzeit [Datum]: Wir haben erfolgreich einen Kurs durch die Turbulenz berechnet und nähern uns jetzt dem Ursprung der Anomalie".
Die Gründe bleiben ein Rätsel
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass "positives Denken" einen Einfluss auf die mathematische Leistungsfähigkeit von KI-Modellen haben kann. Außerdem wird deutlich, dass trotz der Fortschritte im Bereich KI weiterhin nicht klar ist, wie die grundlegenden Mechanismen funktionieren, die das Verhalten der künstlichen Intelligenz genau bestimmen.Denn schon geringfügige Änderungen in Aufgabenstellungen oder Fragen können, wie durch die Studie noch einmal deutlich gemacht, unvorhergesehene Abweichungen in Ergebnissen hervorrufen. Warum nun genau Star Trek als Antwortrahmen einen Effekt auf die mathematischen Problemlösefähigkeiten der LLMs hatte, bleibt ein Rätsel. Cathrine Flick von der Staffordshire University sagte dazu gegenüber NewScientist:
"Eine Sache ist aber sicher: Das LLM ist kein Trekkie. Es ‘versteht' durch die Verwendung des Prompts nichts besser oder schlechter, sondern es hat lediglich Zugriff auf unterschiedliche Sets von Gewichtungen und Wahrscheinlichkeiten in Hinblick auf die Akzeptanz der Antwort, wenn verglichen mit einem anderen Prompt".
Wer also schon dachte, dass sich mit Kirk, Spock und Uhura alle KI-Assistenten zu mathematischen Genies machen lassen, wird enttäuscht.
Siehe auch:
- Neue Art Cyberattacke: KI-Wurm infiziert ChatGPT und Gemini
- Nano-Details enthüllt: KI überwindet jahrzehntealtes Mikroskoplimit
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Felix KrauthRedakteur für Windows & Hardware
War Game Designer, bevor er Journalist wurde, und testet Spiele bis heute selbst. Sein Spektrum reicht von der FritzBox über Windows 11 und Apple bis zu Gaming.
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