ARD erinnert an das Ende der SD-Ära:
SD-Ausstrahlung wird eingestellt

Die ARD erinnert ab sofort an die bevorstehende Abschaltung der SD-Über­tra­gung via Satellit. Ab Januar 2025 werden alle ARD-Programme nur noch in HD ausgestrahlt. Was bedeutet das für Zuschauer und welche Gründe stecken hinter dieser Entscheidung?
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Countdown zur HD-Ära der ARD

In etwa drei Monaten vollzieht die ARD einen bedeutenden technologischen Schritt: Am 7. Januar 2025 wird die Übertragung ihrer Fernsehprogramme in SD-Qualität (Standard Definition) via Satellit eingestellt. Dies betrifft sowohl Das Erste als auch alle Dritten Programme der Landesrundfunkanstalten. Für Zuschauer, die bisher noch SD-Qualität nutzen, bedeutet dies eine notwendige Umstellung ihrer Empfangsgeräte.

Fest steht das schon lange - wir hatten schon vor über einem Jahr darüber ausführlich berichtet. Doch jetzt wird in Kürze in den betroffenen Programmen selbst vor der Umstellung gewarnt.

Die Öffentlich-Rechtlichen bereiten ihre Zuschauer aktiv damit auf diesen Wechsel vor. Ab dem 14. Oktober 2024 werden in den SD-Programmen der ARD Durchlaufzeilen und Einblendungen erscheinen, die über das bevorstehende Ende der SD-Ausstrahlung informieren. Im dritten Programm des WDR beginnen diese technischen Hinweise sogar erst Mitte November.


Wie die ARD berichtet, ist für den Empfang nach der Umstellung ein HDTV-fähiges Gerät mit integriertem DVB-S2-Receiver oder eine entsprechende Set-Top-Box erforderlich. Für viele Zuschauer dürfte dies keine große Hürde darstellen, da bereits über 90 Prozent der Satellitenhaushalte HD empfangen. Dennoch sollten sich alle Nutzer rechtzeitig informieren und gegebenenfalls ihre Technik aufrüsten.

Effizienz und Qualität als treibende Kräfte

Die Entscheidung zur Abschaltung der SD-Übertragung basiert auf mehreren Faktoren.

Seit 2012 strahlt die ARD ihre Programme parallel in SD und HD aus, was erhebliche Kosten verursacht. Mit dem Ende der Doppelausstrahlung können signifikante Einsparungen bei den Verbreitungskosten erzielt werden, was im Sinne eines effizienten Umgangs mit den Rundfunkbeiträgen steht.

Neben den finanziellen Aspekten bietet die ausschließliche HD-Übertragung auch technische Vorteile. Sie ermöglicht eine verbesserte Barrierefreiheit, beispielsweise durch qualitativ hochwertigere Untertitel und die Option einer sprachoptimierten Tonspur "Klare Sprache" in allen HD-Programmen der ARD.

Nicht zu vernachlässigen sind auch die ökologischen Auswirkungen. Die Beendigung der parallelen Ausstrahlung trägt zur Reduzierung des Energieverbrauchs und damit des CO2-Ausstoßes bei. Zudem sind neuere Empfangsgeräte in der Regel energieeffizienter als ältere Modelle, was den positiven Umwelteffekt zusätzlich verstärkt.

Die Umstellung auf HD-Empfang ist dabei nahezu flächendeckend vollzogen. Trotzdem strahlte die ARD ihre Programme mehr als zehn Jahre lang parallel in HD und SD aus.

Die Abschaltung der SD-Ausstrahlung dient jetzt unter anderem der Kostenreduzierung, zu der die ARD bereits 2016 von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) aufgefordert wurde. Die Umstellung betrifft nicht nur die ARD, sondern auch das ZDF, das bisher jedoch noch keine endgültige Entscheidung für einen Abschalt-Termin getroffen hat.

Tipps für betroffene Nutzer

Mit diesen Maßnahmen stellen Sie sicher, dass Sie auch nach dem 7. Januar 2025 nicht auf Ihre Lieblingsprogramme verzichten müssen:

  • Prüfen Sie Ihre Empfangsgeräte: Stellen Sie sicher, dass Ihre TV-Geräte HD-fähig sind. Falls nicht, erwägen Sie den Kauf eines neuen Geräts oder eines HD-Receivers.
  • Senderlisten aktualisieren: Überprüfen Sie Ihre Senderlisten und aktualisieren Sie diese gegebenenfalls mithilfe des automatischen Suchlaufs, um sicherzustellen, dass Sie die HD-Versionen aller ARD-Programme empfangen.
  • Informieren Sie sich über Online-Angebote: Die ARD plant, einige Sender nur noch online anzubieten. Nutzen Sie die ARD-Mediathek oder entsprechende Apps, um weiterhin Zugriff auf alle Programme zu haben.

Es gibt darüber hinaus Alternativen wie zum Beispiel das Schauen der öffentlich-rechtlichen Sender über Dienste wie Waipu.tv oder Amazon Prime Video Live TV. Beide Dienste kann man mit zusätzlicher, günstiger Hardware (Waipu.tv Stick oder FireTV-Stick) auch an seinem TV nutzen, solang der ein USB-Anschluss besitzt.

Unterstützung für den Umstieg

Für Zuschauer, die Hilfe bei der Umstellung benötigen, stellt die ARD verschiedene Informationsquellen zur Verfügung. Auf der ARD-Text-Seite 499 sowie auf den Websites ard-digital.de und hilfe.ard.de finden sich weiterführende Informationen und Unterstützungsangebote.

Was haltet ihr von der Umstellung auf HD? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen in den Kommentaren - wir sind gespannt auf eure Perspektiven!

Download MediathekView - Öffentlich-rechtliche Inhalte im Überblick
Zusammenfassung
  • ARD stellt SD-Übertragung im Januar 2025 ein
  • Nur noch HD-Ausstrahlung der ARD-Programme ab 7. Januar
  • Zuschauer benötigen HDTV-Gerät mit DVB-S2-Receiver
  • Hinweise in SD-Programmen ab 14. Oktober 2024
  • Einsparungen durch Ende der SD-Ausstrahlung
  • Verbesserte Barrierefreiheit durch HD-Übertragung
  • Infos auf ARD-Text-Seite 499 und ard-digital.de

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