IEEE-Prognose: Vierfach höhere Kapazität bei SSD-Festplatten bis 2029
Das Institute of Electrical and Electronics Engineers hat eine neue Vorhersage zur Entwicklung der Kapazitäten von Massenspeichern veröffentlicht. Der zufolge soll es in den nächsten Jahren zu großen Anstiegen sowohl bei SSDs als auch bei HDDs kommen.
So geht das Institut davon aus, dass ein weiterer Zugewinn an Kapazität bei NAND durch zusätzliche Schichten erreicht wird. Allerdings würde der Preis pro Bit dabei nicht in gleichem Maße sinken wie bisher, da die Kosten pro Wafer steigen würden. Daher müsste die Schichtanzahl so gering wie möglich gehalten werden.
Vielmehr ist zusätzlich die Erhöhung der Speicherdichte vonnöten. So rechnet man mit einer weiten Verbreitung von vier Bits pro Zelle (QLC) und eventuell sogar fünf Bits pro Zelle (PLC).
Wie eine Übersicht zeigt, geht man bis 2027 von 3D-NAND-Speicher mit über 500 Schichten und mehr als drei Bits pro Zelle (TLC) aus, die SSDs mit einer Kapazität von bis zu vier Terabit pro Die ermöglichen. Bis 2029 sollen sogar Solid-State-Drives mit bis zu acht Terabit pro Die möglich sein.
Entwicklung bei SSDs bis 2029
Entwicklung bei HDDs bis 2037
Die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten dürften laut der Prognose aber nicht zunehmen. Die Scheiben der Festplatte sollen auch in über zehn Jahren noch mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren.
Bis die angesprochenen Werte allerdings erreicht werden können, müssen dem IEEE zufolge sowohl bei SSDs als bei HDDs noch etliche Probleme bei der Konstruktion und Fertigung der Festplatten gelöst werden.
Siehe auch:
Starker Anstieg der SSD-Kapazitäten
Die meisten SSD-Festplatten verwenden NAND-Flash. Das liegt vor allem daran, dass der im Vergleich zu Alternativen wie MRAM, FeRAM oder PCM am günstigsten pro Bit ist. Seit der Entwicklung von 3D-NAND vor etwa 10 Jahren, ist die Kapazität von SSDs stetig angestiegen. Gleichzeitig sank seither der Preis pro Gigabyte. Das IEEE glaubt an eine Fortsetzung dieses Trends in den nächsten Jahren.So geht das Institut davon aus, dass ein weiterer Zugewinn an Kapazität bei NAND durch zusätzliche Schichten erreicht wird. Allerdings würde der Preis pro Bit dabei nicht in gleichem Maße sinken wie bisher, da die Kosten pro Wafer steigen würden. Daher müsste die Schichtanzahl so gering wie möglich gehalten werden.
Vielmehr ist zusätzlich die Erhöhung der Speicherdichte vonnöten. So rechnet man mit einer weiten Verbreitung von vier Bits pro Zelle (QLC) und eventuell sogar fünf Bits pro Zelle (PLC).
Wie eine Übersicht zeigt, geht man bis 2027 von 3D-NAND-Speicher mit über 500 Schichten und mehr als drei Bits pro Zelle (TLC) aus, die SSDs mit einer Kapazität von bis zu vier Terabit pro Die ermöglichen. Bis 2029 sollen sogar Solid-State-Drives mit bis zu acht Terabit pro Die möglich sein.
Entwicklung bei SSDs bis 2029
Verdopplung bei HDDs
Bei HDDs soll es in den nächsten Jahren eine ähnliche Entwicklung geben. So geht das IEEE an dieser Stelle von einer Verdopplung der Speicherkapazität in den nächsten vier Jahren aus. 2028 soll es demnach HDDs mit 60 Terabyte geben. Bis 2037 sollen es dann sogar 100 Terabyte sein.
Entwicklung bei HDDs bis 2037
Die Schreib- und Lesegeschwindigkeiten dürften laut der Prognose aber nicht zunehmen. Die Scheiben der Festplatte sollen auch in über zehn Jahren noch mit 7200 Umdrehungen pro Minute rotieren.
Bis die angesprochenen Werte allerdings erreicht werden können, müssen dem IEEE zufolge sowohl bei SSDs als bei HDDs noch etliche Probleme bei der Konstruktion und Fertigung der Festplatten gelöst werden.
Zusammenfassung
- IEEE prognostiziert große Kapazitätssteigerungen bei SSDs und HDDs
- SSDs profitieren von günstigen NAND-Flash-Kosten, die seit 10 Jahren sinken
- Erwartete Zunahme der NAND-Kapazität durch mehr Schichten
- Speicherdichte soll durch Einsatz von QLC und möglicherweise PLC verbessert werden
- HDDs könnten bis 2028 auf 60 Terabyte und bis 2037 auf 100 Terabyte anwachsen
- Technische Herausforderungen müssen für Erreichung der Ziele überwunden werden
Siehe auch:
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