Insider: Weitere Details zum geheimen Pager-Anschlag des Mossad

Der israelische Geheimdienst Mossad nutzte manipulierte Pager, um der Hisbollah schwere Verluste zuzufügen. Neue Details von Insidern enthüllen, wie eine ausgeklügelte Täuschung zum Einsatz von 5.000 getarnten Sprengfallen führte.
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Tödliche Kommunikation: Der Pager-Anschlag

Im September 2024 erschütterte eine Serie von Explosionen die Reihen der Hisbollah im Libanon und Syrien. Was zunächst wie ein rätselhafter Vorfall erschien, entpuppte sich als eine der raffiniertesten Geheimdienstoperationen der jüngeren Geschichte. Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hatte Tausende manipulierte Pager in die Strukturen der Terrororganisation eingeschleust.

Die Operation begann bereits 2022, als der Mossad einen Plan entwickelte, um die Paranoia der Hisbollah gegenüber elektronischer Überwachung auszunutzen. Unter dem Deckmantel einer taiwanesischen Marke wurden robuste Pager entwickelt, die den strengen Sicherheitsanforderungen der Terrorgruppe entsprachen. Das Modell Apollo AR924 überzeugte mit Wasserdichtigkeit und langer Batterielaufzeit - Eigenschaften, die für den Einsatz unter rauen Bedingungen ideal schienen.


Die Washington Post berichtet, dass jedes der Geräte in seinem übergroßen Akkupack einen winzigen, aber hochexplosiven Sprengsatz verbarg. Die Tarnung war so perfekt, dass selbst eine Demontage oder Röntgenuntersuchung die versteckte Gefahr nicht offenbarte. Um den Verkauf an die Hisbollah zu ermöglichen, nutzte der Mossad ohne deren Wissen eine ehemalige Vertriebsmitarbeiterin des taiwanesischen Pager-Herstellers als Vermittlerin.

Aktivierung und Auswirkungen

Die Aktivierung der Sprengladungen erfolgte am 17. September 2024 durch eine verschlüsselte Nachricht. Um diese zu lesen, mussten die Nutzer zwei Tasten gleichzeitig drücken - eine Maßnahme, die sicherstellte, dass die Explosion beide Hände der Opfer erfasste. Innerhalb weniger Augenblicke detonierten tausende Pager, gefolgt von weiteren Explosionen ferngesteuert aktivierter Geräte.

Israelische Quellen schätzen, dass bis zu 3.000 Hisbollah-Mitglieder bei den Explosionen getötet oder schwer verletzt wurden. Die Operation zielte vorwiegend auf mittlere Führungskräfte und Unterstützungspersonal ab, was die Organisationsstruktur der Hisbollah empfindlich traf.

Diese Aktion war Teil einer umfassenderen Strategie gegen die Hisbollah. Bereits 2015 hatte der Mossad manipulierte Walkie-Talkies in die Organisation eingeschleust, die neben Abhörfunktionen ebenfalls Sprengladungen enthielten. Diese wurden einen Tag nach den Pager-Explosionen gezündet und fügten der Hisbollah weitere Verluste zu.

Die Operation markiert einen Wendepunkt im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Sie demonstriert die technischen Fähigkeiten und die Entschlossenheit des israelischen Geheimdienstes, gleichzeitig aber auch die Eskalation der verdeckten Kriegsführung in der Region.

Zusammenfassung
  • Mossad nutzte manipulierte Pager zur Täuschung der Hisbollah
  • Explosionen trafen Hisbollah im Libanon und Syrien im September 2023
  • Pager als Sprengfallen getarnt, entwickelt unter taiwanesischer Marke
  • Geheime Sprengsätze in Pager-Akkus, nicht durch Röntgen erkennbar
  • Aktivierung der Sprengladungen durch spezielle Tastenkombination
  • Schätzung: Bis zu 3000 Hisbollah-Mitglieder wurden getötet oder verletzt
  • Operation folgte auf frühere Einsätze mit manipulierten Walkie-Talkies

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