Krise beim Smartphone-Primus:
Samsung entlässt tausende Mitarbeiter
Auch bei Samsung will man jetzt die Kosten senken. Der Elektronikriese streicht derzeit vor allem in Asien tausende Stellen. Hintergrund sind die Probleme bei der Chipfertigung und eine allgemein gesunkene Nachfrage rund um die Halbleiterprodukte des Konzerns.
Laut Bloomberg entlässt Samsung eine bisher unbekannte Zahl von Mitarbeitern, die weniger als zehn Prozent der rund 147.000 Mitarbeiter des Unternehmens außerhalb des Heimatlandes Südkorea entsprechen soll. Konkret sind vor allem verschiedene Länder in Südostasien sowie Australien und Neuseeland von den Entlassungen betroffen. So wurden in Singapur diverse Mitarbeiter von der Personalabteilung darüber informiert, dass sie entlassen werden.
Stattdessen werden vor allem Management-Jobs gestrichen und Mitarbeiter entlassen, die unterstützende Aufgaben übernahmen. Auch in Indien und Südamerika gab es laut dem Bloomberg-Bericht zuletzt diverse Entlassungen bei den jeweiligen Samsung-Niederlassungen. Davon waren dem Vernehmen nach jeweils rund 10 Prozent der dort beschäftigten Menschen betroffen. Mediale Aufmerksamkeit erhielten diese Kündigungen bisher kaum, auch weil sie nicht in den USA oder Europa erfolgten.
Samsung hatte laut seines jüngsten Nachhaltigkeitsberichts von Ende Juni 2024 zuletzt weltweit fast 268.000 Mitarbeiter. Der Konzern kämpft derzeit mit einem Rückgang seines Aktienkurses um mehr als 20 Prozent in diesem Jahr. Grund dafür sind unter anderem Probleme bei der Fertigung der für KI-Anwendungen benötigten Speichermodule, wo man zuletzt im Ringen mit dem ebenfalls aus Südkorea stammenden Konkurrenten SK Hynix ins Hintertreffen geriet.
Außerdem hat Samsung mit Problemen in der Fertigung von High-End-Chip mit drei Nanometern Strukturbreite zu kämpfen, die die Ausbeute deutlich geringer ausfällt als beim großen Konkurrenten TSMC. Während die Taiwaner ihre Kapazitäten fast vollständig auslasten können, gibt es bisher nur wenige Kunden für Samsungs 3nm-Fertigung. Ein weiterer Faktor für die Entlassungen könnte auch der immer härtere Konkurrenzkampf mit den diversen chinesischen Herstellern sein, die Samsung seine Anteile am Smartphone-Markt streitig machen.
Siehe auch:
Samsung will die Kosten senken
Wie der US-Wirtschaftsdienst Bloomberg unter Berufung auf betroffene Personen und Quellen aus dem Umfeld von Samsung berichtet, verlieren in diesen Tage tausende Mitarbeiter des weltweit größten Elektronikherstellers ihre Jobs. Betroffen ist ein prozentual eher kleiner Teil der Belegschaft, schließlich hat Samsung weltweit Hunderttausende Mitarbeiter.Laut Bloomberg entlässt Samsung eine bisher unbekannte Zahl von Mitarbeitern, die weniger als zehn Prozent der rund 147.000 Mitarbeiter des Unternehmens außerhalb des Heimatlandes Südkorea entsprechen soll. Konkret sind vor allem verschiedene Länder in Südostasien sowie Australien und Neuseeland von den Entlassungen betroffen. So wurden in Singapur diverse Mitarbeiter von der Personalabteilung darüber informiert, dass sie entlassen werden.
Samsung bestätigt Entlassungen, nennt aber keine Zahlen
Laut einem Unternehmenssprecher handelt es sich um "routinemäßige Anpassungen der Mitarbeiterzahl", die darauf abzielen, die betriebliche Effizienz zu steigern. Es gebe innerhalb von Samsung bisher keine bestimmte Vorgabe, was die Zahl der geplanten Entlassungen betrifft. Laut den Quellen des Berichts will Samsung sicherstellen, dass Stellen in der Fertigung weiter erhalten bleiben.Stattdessen werden vor allem Management-Jobs gestrichen und Mitarbeiter entlassen, die unterstützende Aufgaben übernahmen. Auch in Indien und Südamerika gab es laut dem Bloomberg-Bericht zuletzt diverse Entlassungen bei den jeweiligen Samsung-Niederlassungen. Davon waren dem Vernehmen nach jeweils rund 10 Prozent der dort beschäftigten Menschen betroffen. Mediale Aufmerksamkeit erhielten diese Kündigungen bisher kaum, auch weil sie nicht in den USA oder Europa erfolgten.
Samsung hatte laut seines jüngsten Nachhaltigkeitsberichts von Ende Juni 2024 zuletzt weltweit fast 268.000 Mitarbeiter. Der Konzern kämpft derzeit mit einem Rückgang seines Aktienkurses um mehr als 20 Prozent in diesem Jahr. Grund dafür sind unter anderem Probleme bei der Fertigung der für KI-Anwendungen benötigten Speichermodule, wo man zuletzt im Ringen mit dem ebenfalls aus Südkorea stammenden Konkurrenten SK Hynix ins Hintertreffen geriet.
Außerdem hat Samsung mit Problemen in der Fertigung von High-End-Chip mit drei Nanometern Strukturbreite zu kämpfen, die die Ausbeute deutlich geringer ausfällt als beim großen Konkurrenten TSMC. Während die Taiwaner ihre Kapazitäten fast vollständig auslasten können, gibt es bisher nur wenige Kunden für Samsungs 3nm-Fertigung. Ein weiterer Faktor für die Entlassungen könnte auch der immer härtere Konkurrenzkampf mit den diversen chinesischen Herstellern sein, die Samsung seine Anteile am Smartphone-Markt streitig machen.
Zusammenfassung
- Samsung streicht tausende Jobs, vor allem in Asien
- Entlassungen betreffen weniger als 10% der Mitarbeiter außerhalb Koreas
- Rückgang der Nachfrage nach Halbleiterprodukten als Ursache
- Konzentration auf betriebliche Effizienz durch Personalanpassungen
- Management-Positionen und unterstützende Jobs stark betroffen
- Entlassungen auch in Indien und Südamerika, jeweils rund 10% betroffen
- Aktienkurs von Samsung fiel 2024 um über 20%
Siehe auch:
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