Kalifornien schränkt den Einsatz von KI-Schauspielern stark ein
Kalifornien verschärft den Schutz von Schauspielern vor KI-Missbrauch. Neue gesetzliche Richtlinien verbieten die unerlaubte Erstellung digitaler Klone und stärken die Rechte der menschlichen Darsteller, das stellt einen wichtigen Erfolg für die Schauspielergesellschaft SAG-AFTRA dar.
Das erste Gesetz, AB 1836, untersagt die Verwendung der Stimme oder des Aussehens verstorbener Personen für digitale Nachbildungen ohne vorherige Zustimmung ihrer Nachlassverwalter. Dies schließt eine bisher bestehende Lücke für Film-, TV- und audiovisuelle Produktionen. Das zweite Gesetz, AB 2602, verbietet Vertragsklauseln, die den Einsatz digitaler Replikate der Stimme oder des Aussehens eines Darstellers anstelle seiner tatsächlichen Leistung erlauben würden - es sei denn, der Betroffene hat einer klaren, spezifischen Beschreibung der KI-Nutzung zugestimmt.
Laut IndieWire sind diese Gesetze eine Erweiterung der Schutzmaßnahmen, für die die Film- und TV-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA (Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists) während des Streiks im vergangenen Jahr gekämpft hat. Sie gelten nun nicht nur für Darsteller unter bestimmten Verträgen, sondern für alle in Kalifornien lebenden oder verstorbenen Personen.
Die Umsetzung dieser Gesetze könnte jedoch Herausforderungen mit sich bringen. Kritiker, darunter die California Chamber of Commerce, argumentieren, dass die neuen Gesetze möglicherweise nicht durchsetzbar sind und zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten führen könnten.
Siehe auch:
Hollywood im Fokus: KI-Schutz für Schauspieler
Kalifornien schützt Schauspieler künftig besser vor KI-generierten, virtuellen "Klonen". Gouverneur Gavin Newsom unterzeichnete am Dienstag zwei Gesetze, die die unerlaubte Nutzung von KI zur Erstellung digitaler Versionen ohne Einwilligung der Betroffenen verbieten. Diese Maßnahmen reagieren auf die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsindustrie bezüglich des Einsatzes von KI-Technologien.Das erste Gesetz, AB 1836, untersagt die Verwendung der Stimme oder des Aussehens verstorbener Personen für digitale Nachbildungen ohne vorherige Zustimmung ihrer Nachlassverwalter. Dies schließt eine bisher bestehende Lücke für Film-, TV- und audiovisuelle Produktionen. Das zweite Gesetz, AB 2602, verbietet Vertragsklauseln, die den Einsatz digitaler Replikate der Stimme oder des Aussehens eines Darstellers anstelle seiner tatsächlichen Leistung erlauben würden - es sei denn, der Betroffene hat einer klaren, spezifischen Beschreibung der KI-Nutzung zugestimmt.
Star Wars: Rogue One - Digitaler Peter Cushing als Grand Moff Tarkin
Laut IndieWire sind diese Gesetze eine Erweiterung der Schutzmaßnahmen, für die die Film- und TV-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA (Screen Actors Guild-American Federation of Television and Radio Artists) während des Streiks im vergangenen Jahr gekämpft hat. Sie gelten nun nicht nur für Darsteller unter bestimmten Verträgen, sondern für alle in Kalifornien lebenden oder verstorbenen Personen.
Wir bewegen uns weiterhin in unbekanntem Terrain, wenn es darum geht, wie KI und digitale Medien die Unterhaltungsindustrie verändern, aber unser Leitstern war immer der Schutz der Arbeitnehmer.
Auswirkungen auf die Filmindustrie
Diese gesetzlichen Änderungen könnten weitreichende Folgen für die Filmindustrie haben. In der Vergangenheit wurden bereits legal erstellte digitale Replikate in Filmen wie "Alien" und "Star Wars" eingesetzt. Beispielsweise wurde Peter Cushings Charakter Grand Moff Tarkin in Rogue One: A Star Wars Story digital nachgebildet, obwohl der Schauspieler bereits 1994 verstorben war. Die neuen Gesetze werden solche Praktiken zukünftig stärker regulieren bzw. untersagen.Applaus und Kritik
Fran Drescher, Präsidentin von SAG-AFTRA, begrüßte die Gesetze: "Es ist ein bedeutsamer Tag für SAG-AFTRA-Mitglieder und alle anderen, da die KI-Schutzmaßnahmen, für die wir letztes Jahr so hart gekämpft haben, nun durch kalifornisches Recht erweitert werden."Die Umsetzung dieser Gesetze könnte jedoch Herausforderungen mit sich bringen. Kritiker, darunter die California Chamber of Commerce, argumentieren, dass die neuen Gesetze möglicherweise nicht durchsetzbar sind und zu langwierigen Rechtsstreitigkeiten führen könnten.
Zusammenfassung
- Kalifornien erhöht Schutz von Schauspielern gegen KI-Missbrauch
- Neue Gesetze verbieten unerlaubte Erstellung digitaler Klone
- AB 1836 schützt Image verstorbener Personen
- AB 2602 limitiert KI-Einsatz in Verträgen ohne Zustimmung
- SAG-AFTRA sieht Gesetze als großen Erfolg für Mitglieder
- Gouverneur Newsom betont Schutz der Arbeitnehmer als Priorität
- Kritik an Durchsetzbarkeit der neuen Regelungen
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