USA verhängen massive Sanktionen gegen Staatstrojaner-Hersteller

Die US-Regierung hat am Montag neue finanzielle Sanktionen gegen fünf Personen und ein Unternehmen verhängt, die mit dem Spyware-Konsortium Intellexa in Verbindung stehen. Dies erfolgt wenige Monate, nachdem bereits der Gründer des Unternehmens sanktioniert wurde.
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Predator wird eingehegt

Laut einer aktuellen Erklärung des US-Finanzministeriums richten sich die Sanktionen gegen hochrangige Führungskräfte des Staatstrojaner-Herstellers Intellexa und dessen Geschäftspartner. Diese Personen sollen in den Verkauf des Staatstrojaners "Predator" an autoritäre Regierungen verwickelt sein.

Predator ermöglicht es, selbst vollständig aktualisierte Mobilgeräte nahezu unbemerkt zu hacken. Dadurch erhalten die Angreifer Zugriff auf vertrauliche Nachrichten und den Echtzeit-Standort der Zielperson. Laut Angaben des Ministeriums wurde die Spyware auch gegen US-Regierungsbeamte, Journalisten und Oppositionspolitiker eingesetzt.


Zu den sanktionierten Personen gehört Felix Bitzios, der ein Unternehmen im Intellexa-Konsortium besitzt, das die Spyware an eine nicht namentlich genannte ausländische Regierung geliefert haben soll. Weiterhin wurden Merom Harpaz und Panagiota Karaoli, die leitende Positionen innerhalb der Unternehmensstruktur von Intellexa innehaben, sanktioniert. Auch Andrea Nicola Constantino Hermes Gambazzi, der an der Abwicklung von Finanztransaktionen für Intellexa beteiligt sein soll, wurde auf die Sanktionsliste gesetzt.

Zusätzlich wurde die Aliada Group, ein in den Britischen Jungferninseln ansässiges Unternehmen und Teil des Intellexa-Konsortiums, mit einem Embargo versehen. Diese Firma soll nach Angaben des US-Finanzministeriums Transaktionen in Millionenhöhe für den Spyware-Hersteller ermöglicht haben.

Geschäfte untersagt

Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter erklärte in einem Hintergrundgespräch, dass diese Sanktionen Teil eines fortlaufenden Bestrebens seien, gegen die kommerzielle Spyware-Industrie vorzugehen. Die Regierung verfolge Geldflüsse und Aktivitäten, um herauszufinden, welche Entitäten versuchen könnten, die Sanktionen zu umgehen.

Die verhängten Sanktionen verbieten US-amerikanischen Einzelpersonen und Unternehmen jegliche Transaktionen mit sanktionierten Personen und Firmen, einschließlich der Bezahlung für den Zugang zu Spyware. Diese jüngste Runde folgt auf frühere Maßnahmen gegen den Intellexa-Gründer Tal Dilian, der bereits wegen seiner Rolle bei der Entwicklung und dem Verkauf der Predator-Spyware ins Visier geraten war. Ein US-Regierungsvertreter betonte, man baue systematisch eine Strategie gegen Spyware-Hersteller auf, einschließlich Einreisebeschränkungen für an der missbräuchlichen Nutzung kommerzieller Spyware beteiligte Personen.

Zusammenfassung
  • US-Sanktionen gegen fünf Personen und ein Unternehmen im Intellexa-Konsortium
  • Maßnahmen richten sich gegen Führungskräfte und Geschäftspartner von Intellexa
  • Spyware Predator ermöglicht unbemerktes Hacken von Mobilgeräten
  • Sanktionierte Personen sollen Spyware an autoritäre Regierungen verkauft haben
  • Aliada Group wegen Finanztransaktionen für Intellexa mit Embargo belegt
  • US-Regierung verfolgt fortlaufend Geldflüsse in der Spyware-Industrie
  • Verbot von Transaktionen mit den Sanktionierten in den USA

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