Apple verschickt Staatstrojaner-Warnungen an Nutzer in 91 Ländern
Apple hat Nutzer seiner iPhones in zahlreichen Ländern über aktuell laufende Angriffe mit Spionage-Trojanern gewarnt. Dabei knickt das Unternehmen ein Stück weit vor der indischen Regierung ein und bringt die Attacken nicht mehr direkt mit dem Staat in Verbindung.
Bemerkenswert ist dabei eine Änderung in den Bezeichnungen der Akteure, die mit den Spionage-Malwares auf die Smartphones gelangen wollen. Bisher sprach Apple hier, wie viele andere Unternehmen, von "staatlich gesponserten" Gruppen. Inzwischen arbeitet der iPhone-Hersteller hier aber mit dem Begriff Mercenary (Söldner).
Diese Änderung erfolgte nach Reuters-Informationen, nachdem insbesondere die indische Regierung Druck auf das Unternehmen ausgeübt hatte. Indische Oppositionspolitiker beschuldigten die Regierung von Premierminister Narendra Modi, zu versuchen, ihre Mobiltelefone zu hacken, nachdem Apple im Oktober in einer Mitteilung vor "staatlich gesponserten" Angriffen gewarnt hatte.
Grundsätzlich sind die Sicherheitsexperten bei Apple aber unabhängig von der begrifflichen Kennzeichnung seit Jahren besonders wachsam, was Staatstrojaner angeht. Hauptsächlich mit der israelischen NSO Group, die die weitverbreitete Pegasus-Malware produzierte, lieferte man sich einen regelrechten Kleinkrieg und schloss deren Schlupflöcher immer wieder besonders schnell.
Siehe auch:
Malware-Entwickler als "Söldner" gekennzeichnet
"Apple hat festgestellt, dass die Angreifer versucht haben, das iPhone aus der Ferne zu kompromittieren", heißt es in einer Benachrichtigungs-E-Mail, die an die betroffenen Nutzer verschickt wurde und bei der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen werden kann. Die Mitteilungen gingen dabei nicht pauschal an alle User in einer Region, sondern durchaus gezielt an potenziell Betroffene in 91 Ländern.Bemerkenswert ist dabei eine Änderung in den Bezeichnungen der Akteure, die mit den Spionage-Malwares auf die Smartphones gelangen wollen. Bisher sprach Apple hier, wie viele andere Unternehmen, von "staatlich gesponserten" Gruppen. Inzwischen arbeitet der iPhone-Hersteller hier aber mit dem Begriff Mercenary (Söldner).
Diese Änderung erfolgte nach Reuters-Informationen, nachdem insbesondere die indische Regierung Druck auf das Unternehmen ausgeübt hatte. Indische Oppositionspolitiker beschuldigten die Regierung von Premierminister Narendra Modi, zu versuchen, ihre Mobiltelefone zu hacken, nachdem Apple im Oktober in einer Mitteilung vor "staatlich gesponserten" Angriffen gewarnt hatte.
Einflussnahme aus Indien
Apple habe ausführliche Gespräche mit indischen Beamten geführt, bevor es die neuesten Warnungen herausgegeben habe, hieß es nun. Seitdem nutzt das Unternehmen eine andere Kennzeichnung, mit der ein weniger starker Bezug zur jeweils amtierenden Regierung hergestellt wird. Ob es ähnliche Einflussnahmen auch von anderen Regierungen gab, ist unklar.Grundsätzlich sind die Sicherheitsexperten bei Apple aber unabhängig von der begrifflichen Kennzeichnung seit Jahren besonders wachsam, was Staatstrojaner angeht. Hauptsächlich mit der israelischen NSO Group, die die weitverbreitete Pegasus-Malware produzierte, lieferte man sich einen regelrechten Kleinkrieg und schloss deren Schlupflöcher immer wieder besonders schnell.
Zusammenfassung
- Apple warnt iPhone-Nutzer vor Spionage-Trojanern in 91 Ländern
- Indische Regierung übt Druck auf Apple aus
- Betroffene Nutzer erhalten gezielte Warnungen per E-Mail
- Apple führt ausführliche Gespräche mit indischen Beamten über die Bedrohungslage
- Keine klare Aussage über ähnliche Einflussnahmen anderer Regierungen
- Apple bleibt wachsam gegenüber Staatstrojanern
Siehe auch:
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