Starlink-Konkurrent startet seine ersten Smartphone-Satelliten

AST SpaceMobile bringt fünf BlueBird-Satelliten ins All und fordert damit Elon Musks Starlink heraus. Die neuen Satelliten sollen Standard-Smartphones ohne zusätzliche Hardware direkte Satelliten­kommuni­kation ermöglichen, berichtet AST.
Weltraum, Satellit, All, AST SpaceMobile, Smartphone-Telefonie, Satelliten-Telefonie
AST SpaceMobile

Angriff auf Starlink: Musk bekommt Konkurrenz

Der Wettlauf um die Vorherrschaft in der satellitengestützten Mobilfunkkommunikation hat eine neue Dimension erreicht. Wie das Unternehmen AST SpaceMobile berichtet, wurden am 12. September fünf BlueBird-Satelliten erfolgreich in eine niedrige Erdumlaufbahn gebracht. Diese Satelliten sind Teil eines ambitionierten Plans, Standard-Smartphones ohne zusätzliche Hardware direkte Satellitenkommunikation zu ermöglichen. Das das funktioniert, hat das Unternehmen schon bewiesen.

Gigantische Antennen im All

Die BlueBird-Satelliten sind wahre Giganten im Orbit. Jeder der 1500 Kilogramm schweren Satelliten verfügt über eine ausklappbare Kommunikationsantenne mit einer Fläche von 64 Quadratmetern. Laut AST handelt es sich dabei um die größten kommerziellen Kommunikations-Arrays, die je in einer niedrigen Erdumlaufbahn eingesetzt wurden.

AST SpaceMobile zeigt, wie ein 5G-Smartphone per Satellit telefoniert

Direkte Verbindung zum Smartphone

Das Besondere an den BlueBird-Satelliten ist ihre Fähigkeit, direkt mit handelsüblichen Smartphones zu kommunizieren. Nutzer sollen in Zukunft auch in Gebieten mit schlechter oder keiner terrestrischen Netzabdeckung Sprach-, Daten- und Videodienste nutzen können.

Dies ist ein entscheidender Moment für AST SpaceMobile, da wir unsere Vision, die Mobilfunkkonnektivität weltweit zu verbessern, umsetzen.
AST-CEO Abel Avellan

Konkurrenz für Starlink

Mit diesem Schritt positioniert sich AST SpaceMobile als ernstzunehmender Konkurrent zu Elon Musks Starlink-Netzwerk. Während Starlink bereits über 7000 Satelliten im Orbit hat, setzt AST auf deutlich größere und leistungs­fähigere Einheiten. Für den Start seiner Satelliten nutzte AST eine Falcon-9-Rakete von SpaceX - dem Unternehmen hinter Starlink.

AST plant, sein Netzwerk auf bis zu 168 Satelliten auszubauen. Die nächste Generation, die "Block 2" BlueBirds, sollen sogar mit 223 Quadratmeter großen Antennen ausgestattet werden. "Wir fangen gerade erst an", so Avellan. "Unsere nächste Satellitengeneration wird dreieinhalb Mal größer sein."

Diese Entwicklung sorgt jedoch auch für Bedenken in der astronomischen Gemeinschaft. Schon der Prototyp BlueWalker 3 gehört zu den hellsten Objekten am Nachthimmel. Ein Astrophysiker bezeichnete dessen Start als "großen Wendepunkt in der Konstellation der Satelliten", der "uns allen Anlass zum Nachdenken geben sollte".

Tests mit AT&T und Verizon

In der Anfangsphase wird sich das BlueBird-Netzwerk auf Beta-Tests mit Kunden von AT&T und Verizon konzentrieren. AST hat bereits im Mai eine Vereinbarung mit AT&T getroffen, um deren Kunden Satelliten­kommunikation anzubieten. Erfolgreiche Tests im April und Juni diesen Jahres zeigten das Potenzial der Technologie.

Was haltet ihr von dieser Entwicklung? Seht ihr in der direkten Satellitenkommunikation via Smartphone die Zukunft oder überwiegen für euch die Bedenken? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren!

Zusammenfassung
  • Fünf BlueBird-Satelliten am 12. September 2024 gestartet
  • Direkte Kommunikation mit Standard-Smartphones möglich
  • Jeder Satellit trägt eine 64 Quadratmeter große Antenne
  • AST SpaceMobile tritt in Konkurrenz zu Elon Musks Starlink
  • Ziel: Erweiterung auf bis zu 168 Satelliten im Netzwerk
  • Nächste Satellitengeneration mit noch größeren Antennen
  • Astronomen besorgt über die Helligkeit der Satelliten im Orbit

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!