Gigantischer Erfolg Nvidias lässt Kartellbehörden hellhörig werden
Die plötzliche Vormachtstellung und das gigantische Wachstum Nvidias hat den Argwohn der Kartellbehörden geweckt. Pikant hierbei: Mit den Antworten auf eine erste Befragung konnte man die Bedenken nicht aus der Welt schaffen, sondern hat weitergehende Prüfungen provoziert.
Die Behörden befürchten, dass Nvidia den Wechsel zu anderen Anbietern erschwert und Käufer bestraft, die nicht ausschließlich seine KI-Chips verwenden, heißt es in dem Bericht. Ein Sprecher Nvidias erklärte dazu: "Nvidia gewinnt aufgrund seiner Leistung, wie unsere Benchmark-Ergebnisse und der Wert für unsere Kunden zeigen, die jede beliebige Lösung wählen können."
Bereits im vergangenen Monat hatte The Information berichtet, dass das Justizministerium eine Untersuchung gegen Nvidia eingeleitet hatte, nachdem Wettbewerber sich darüber beschwert hatten, dass das Unternehmen seine Marktstellung missbraucht.
Nvidias Quartalsprognose, die in der vergangenen Woche die Erwartungen der Investoren nicht erfüllen konnte, hat zudem die anfängliche Euphorie rund um KI gedämpft. Die Aktien des Unternehmens fielen am Dienstag nachbörslich um 1,5 Prozent, nachdem sie im regulären Handel bereits um 9,5 Prozent gesunken waren. Damit verringerte sich die Marktkapitalisierung von Nvidia um 279 Milliarden US-Dollar - ein Rekordverlust an einem einzigen Tag für ein Unternehmen. Trotz dieses Rückschlags sind die Aktien des Unternehmens seit Jahresbeginn immer noch um 141 Prozent gestiegen, angetrieben von der hohen Nachfrage und den noch höheren Erwartungen gegenüber den KI-Technologien.
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Nvidia: Wir sind eben gut
Das US-Justizministerium hat jetzt eine Vorladung an den Chiphersteller geschickt, um seine Untersuchungen zu möglichen kartellrechtlichen Verstößen des Unternehmens im Bereich Künstliche Intelligenz zu vertiefen. Dies berichtete die US-Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise. Zuvor hatte die Kartellbehörde Fragebögen verschickt und nun auch rechtlich bindende Anfragen an Nvidia sowie an weitere Unternehmen gerichtet.Die Behörden befürchten, dass Nvidia den Wechsel zu anderen Anbietern erschwert und Käufer bestraft, die nicht ausschließlich seine KI-Chips verwenden, heißt es in dem Bericht. Ein Sprecher Nvidias erklärte dazu: "Nvidia gewinnt aufgrund seiner Leistung, wie unsere Benchmark-Ergebnisse und der Wert für unsere Kunden zeigen, die jede beliebige Lösung wählen können."
Bereits im vergangenen Monat hatte The Information berichtet, dass das Justizministerium eine Untersuchung gegen Nvidia eingeleitet hatte, nachdem Wettbewerber sich darüber beschwert hatten, dass das Unternehmen seine Marktstellung missbraucht.
Unter Druck
Die Vorladung erfolgt in einer heiklen Phase für KI-Unternehmen, da Investoren ihre Erwartungen an die Technologie neu bewerten. Grund dafür sind Sorgen über langsame Renditen aus den umfangreichen Investitionen in diesen Bereich. Nvidia gab letzte Woche bekannt, dass es Anfragen von Regulierungsbehörden in den USA und Südkorea zu seinen Investitionen, Partnerschaften und Vereinbarungen mit anderen Unternehmen erhalten habe. Auch die EU, Großbritannien und China hätten Anfragen gestellt.Nvidias Quartalsprognose, die in der vergangenen Woche die Erwartungen der Investoren nicht erfüllen konnte, hat zudem die anfängliche Euphorie rund um KI gedämpft. Die Aktien des Unternehmens fielen am Dienstag nachbörslich um 1,5 Prozent, nachdem sie im regulären Handel bereits um 9,5 Prozent gesunken waren. Damit verringerte sich die Marktkapitalisierung von Nvidia um 279 Milliarden US-Dollar - ein Rekordverlust an einem einzigen Tag für ein Unternehmen. Trotz dieses Rückschlags sind die Aktien des Unternehmens seit Jahresbeginn immer noch um 141 Prozent gestiegen, angetrieben von der hohen Nachfrage und den noch höheren Erwartungen gegenüber den KI-Technologien.
Zusammenfassung
- Nvidias Wachstum weckt Argwohn der Kartellbehörden
- US-Justizministerium vertieft Untersuchung gegen Nvidia
- Vorladung an Nvidia wegen möglicher Kartellverstöße
- Behörden sorgen sich um Wettbewerbsbeschränkungen durch Nvidia
- Nvidia verteidigt sich mit Verweis auf Leistung und Kundenfreiheit
- Globale Regulierungsanfragen an Nvidia aus den USA, EU, UK, China
- Nvidias Quartalsprognose enttäuscht, Aktienkurs fällt stark
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