Vorsicht: Fast alle Tabellen in Unternehmen enthalten Fehler
In der Aufarbeitung zahlreicher Daten spielen Tabellenkalkulationen eine entscheidende Rolle. Schade, dass kaum jemand in der Lage zu sein scheint, dafür auch fehlerfrei funktionierende Vorlagen zu bauen, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt.
Die Untersuchung wurde in Kooperation mehrerer Universitäten aus den USA, Australien und Hongkong unter der Leitung des Informatik-Professors Pak-Lok Poon durchgeführt und im Journal Frontiers of Computer Science veröffentlicht. "Die hohe Fehlerquote in diesen Tabellen ist besorgniserregend", kommentierte dieser die Ergebnisse der Untersuchung.
Der Arbeit lagen nicht nur eigene Prüfungen zugrunde, sondern auch andere Untersuchungen aus den letzten 35 Jahren. Dies diente dem Zweck, Entwicklungen besser herausarbeiten zu können. Die so entstandene Meta-Studie Studie ergab dadurch auch, dass sich die meisten Forschungsarbeiten auf das Testen und Korrigieren von Tabellenkalkulationen nach ihrer Erstellung konzentrieren und nicht auf frühe Entwicklungsstadien wie Planung und Design.
Das bedeutet eben auch, dass man die Erstellung von Tabellen zur Auswertung von Geschäftsprozessen vielleicht nicht dem jeweiligen Manager überlassen sollte, dessen Stärken eher in der Führung von Prozessen liegen. Stattdessen wäre es unter Umständen vielleicht ratsam Programmierer, die mit der Arbeit mit Datenstrukturen vertraut sind, hinzuzuziehen.
Siehe auch:
Daten aus Jahrzehnten
Angesichts dessen, wie umfassend insbesondere Unternehmen auf klassische Tabellenkalkulationen setzen, um ihre Geschäftsdaten auszuwerten, ist das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Studie regelrecht erschreckend: In ganzen 94 Prozent der Tabellen, die bei geschäftlichen Entscheidungen verwendet werden, haben Experten Fehler entdeckt.Die Untersuchung wurde in Kooperation mehrerer Universitäten aus den USA, Australien und Hongkong unter der Leitung des Informatik-Professors Pak-Lok Poon durchgeführt und im Journal Frontiers of Computer Science veröffentlicht. "Die hohe Fehlerquote in diesen Tabellen ist besorgniserregend", kommentierte dieser die Ergebnisse der Untersuchung.
Der Arbeit lagen nicht nur eigene Prüfungen zugrunde, sondern auch andere Untersuchungen aus den letzten 35 Jahren. Dies diente dem Zweck, Entwicklungen besser herausarbeiten zu können. Die so entstandene Meta-Studie Studie ergab dadurch auch, dass sich die meisten Forschungsarbeiten auf das Testen und Korrigieren von Tabellenkalkulationen nach ihrer Erstellung konzentrieren und nicht auf frühe Entwicklungsstadien wie Planung und Design.
Grundlagen fehlen
Und gerade hier liegt das Problem, wie Poon klarstellte. "Vielen Endnutzern fehlt eine angemessene Schulung in der Softwareentwicklung, was zu mehr Fehlern führt", sagte er. Unternehmen gab er die Empfehlung, sich auf die frühen Phasen der Tabellenkalkulations-Entwicklung zu konzentrieren, um Fehler zu vermeiden.Das bedeutet eben auch, dass man die Erstellung von Tabellen zur Auswertung von Geschäftsprozessen vielleicht nicht dem jeweiligen Manager überlassen sollte, dessen Stärken eher in der Führung von Prozessen liegen. Stattdessen wäre es unter Umständen vielleicht ratsam Programmierer, die mit der Arbeit mit Datenstrukturen vertraut sind, hinzuzuziehen.
Zusammenfassung
- Tabellenkalkulationen sind zentral für die Datenanalyse in Firmen
- 94 Prozent der Geschäftstabellen enthalten Fehler
- Studie unter Leitung von Prof. Pak-Lok Poon durchgeführt
- Veröffentlicht im Journal Frontiers of Computer Science
- Fokus bisheriger Forschung lag auf nachträglicher Korrektur
- Frühe Entwicklungsphasen von Tabellen oft vernachlässigt
- Empfehlung: Programmierer statt Manager sollten Tabellen erstellen
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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