Trümmeralarm: Chinas "Tausend Segel" führt zu viel Weltraummüll
Vor einigen Tagen hat China erste Satelliten seines Starlink-Konkurrenten "Tausend Segel" ins All geschossen und dabei ging auch alles glatt, zumindest was die Satelliten selbst betrifft. Das kann man von der dazugehörigen Rakete nicht behaupten. Denn sie brach auseinander.
Dafür zuständig war eine Rakete des Typs Langer Marsch 6A, das ist eine an sich bewährte und seit 2022 im Einsatz befindliche, rund 50 Meter hohe zweistufige Rakete. Doch in der vergangenen Woche ist diese nach dem Start bzw. nach dem Aussetzen der Satelliten auseinandergebrochen, konkret war die obere Stufe betroffen.
Das Problem dabei ist, wie Space berichtet, dass diese eine große Trümmerwolke hinterlassen hat, wie das United States Space Command (USSPACECOM) mitgeteilt hat. In einem Statement dazu heißt es: "USSPACECOM kann das Auseinanderbrechen einer am 6. August 2024 gestarteten Long March 6A-Rakete bestätigen, was zu über 300 verfolgbaren Trümmerteilen in einer niedrigen Erdumlaufbahn führte. USSPACECOM hat keine unmittelbaren Bedrohungen festgestellt und führt weiterhin routinemäßige Konjunktionseinschätzungen durch, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Weltraumsektors zu unterstützen."
Als "verfolgbares Trümmerteil" gelten Objekte von mindestens zehn Zentimetern Durchmesser, das bedeutet, dass die Wolke an Weltraummüll wesentlich mehr Teile hat, die aber eben kleiner sind.
In der Szene wächst nach diesem Start bzw. der Entstehung des Trümmerfeldes die Sorge vor weiteren unerwünschten Rückständen: "Wenn auch nur ein Bruchteil der für den Einsatz dieser chinesischen Megakonstellation erforderlichen Starts so viel Weltraumschrott erzeugen würde wie dieser erste Start, wäre dies eine unhaltbare Zunahme der Weltraumschrottpopulation im erdnahen Orbit", sagte Audrey Schaffer von Slingshot Aerospace, einem Unternehmen, das sich auf Nachhaltigkeit im All spezialisiert hat.
Siehe auch:
Megakonstellation sorgt für Mega-Trümmerfeld
Diese Woche hat China mit dem Aufbau seiner Megakonstellation begonnen, so nennt man Schwärme oder Flotten mehrerer tausend kleiner Satelliten. Das bekannteste Beispiel ist hier sicherlich Starlink, das die Erdoberfläche mit schnellen Satelliten-Internet versorgt. Auch China will ein derartiges Netzwerk aufbauen und hat diese Woche die ersten 18 Satelliten in den niedrigen Erdorbit geschossen.Dafür zuständig war eine Rakete des Typs Langer Marsch 6A, das ist eine an sich bewährte und seit 2022 im Einsatz befindliche, rund 50 Meter hohe zweistufige Rakete. Doch in der vergangenen Woche ist diese nach dem Start bzw. nach dem Aussetzen der Satelliten auseinandergebrochen, konkret war die obere Stufe betroffen.
Das Problem dabei ist, wie Space berichtet, dass diese eine große Trümmerwolke hinterlassen hat, wie das United States Space Command (USSPACECOM) mitgeteilt hat. In einem Statement dazu heißt es: "USSPACECOM kann das Auseinanderbrechen einer am 6. August 2024 gestarteten Long March 6A-Rakete bestätigen, was zu über 300 verfolgbaren Trümmerteilen in einer niedrigen Erdumlaufbahn führte. USSPACECOM hat keine unmittelbaren Bedrohungen festgestellt und führt weiterhin routinemäßige Konjunktionseinschätzungen durch, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Weltraumsektors zu unterstützen."
Als "verfolgbares Trümmerteil" gelten Objekte von mindestens zehn Zentimetern Durchmesser, das bedeutet, dass die Wolke an Weltraummüll wesentlich mehr Teile hat, die aber eben kleiner sind.
In der Szene wächst nach diesem Start bzw. der Entstehung des Trümmerfeldes die Sorge vor weiteren unerwünschten Rückständen: "Wenn auch nur ein Bruchteil der für den Einsatz dieser chinesischen Megakonstellation erforderlichen Starts so viel Weltraumschrott erzeugen würde wie dieser erste Start, wäre dies eine unhaltbare Zunahme der Weltraumschrottpopulation im erdnahen Orbit", sagte Audrey Schaffer von Slingshot Aerospace, einem Unternehmen, das sich auf Nachhaltigkeit im All spezialisiert hat.
Zusammenfassung
- China startet erste Satelliten für "Tausend Segel" Netzwerk
- Rakete des Typs Langer Marsch 6A bricht nach Start auseinander
- Erste 18 Satelliten erfolgreich in niedrigen Erdorbit gesetzt
- Trümmerwolke mit über 300 verfolgbaren Teilen entstanden
- USSPACECOM bestätigt Vorfall vom 6. August 2024
- Expertin warnt vor Zunahme von Weltraumschrott durch Megakonstellation
- Sorge um Nachhaltigkeit im erdnahen Orbit wächst
Siehe auch:
- Astroscale: Erstes automatisches Rendezvous mit Weltraumschrott
- Nach Kollision mit Weltraumschrott: Chinesische Raumstation repariert
- Orbital-Lasers: Japan will Weltraumschrott mit Lasersatelliten entsorgen
- Kernfusions-Laser soll Weltraumschrott aus dem Orbit schießen
- Satellit im Weg: USA verhängen erstmals Strafe wegen Weltraumschrott
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