Gehirn-Implantat revolutioniert Nutzung der Apple Vision Pro

Neuralink ist das derzeit bekannteste Unternehmen, das an einem Brain-Computer-Interface (BCI) arbeitet. Es ist aber nicht das einzige, das sich daran versucht. Und Konkurrent Synchron zeigte nun einen beeindruckten Anwendungsfall: Die Steuerung der Apple Vision Pro.
Apple, Virtual Reality, VR, Brille, Augmented-Reality, Datenbrille, VR-Headset, VR-Brille, Apple Vision Pro, Vision Pro, WWDC 2023, WWDC23

Neuralink ist nicht alleine

Elon Musks Startup ist es vor einigen Monaten gelungen, einem Menschen ein BCI-Implantat einzusetzen. Der US-Amerikaner Noland Arbaugh hat dieses auch gleich "sinnvoll" eingesetzt, denn er hat damit Games wie Civilization 6 und sogar Mario Kart gespielt. So aufsehenerregend das auch sein mag bzw. verkauft wird: Musks Startup ist nicht das einzige, das erfolgreich an der Verknüpfung des Gehirns mit Computern forscht.

Das US-Unternehmen Synchron, das mit Bill Gates und Amazon-Gründer Jeff Bezos ebenfalls prominente Investoren hat, konnte bereits im vergangenen Jahr drei US-Amerikanern und vier Australiern erfolgreich sein BCI implantieren - übrigens nicht durch einen chirurgischen Eingriff am Gehirn, sondern mithilfe endovaskulärer Techniken, also im Wesentlichen über die Blutgefäße. Ein Stent ("Stentrode" genannt), das mit winzigen Sensoren ausgestattet ist, wird in die große Vene in der Nähe des motorischen Kortex eingeführt. Über eine Antenne werden die Rohdaten des Gehirns nach außen gesendet.

ALS-Patient Mark steuert eine Apple Vision Pro mit seinen Gedanken

Und das funktioniert erstaunlich gut, wenngleich nicht perfekt, wie Peter Yoo, Senior Director of Neuroscience bei Synchron, gegenüber CNBC erläutert hat: Das liegt daran, dass die Stentrode nicht direkt ins Gehirn eingeführt wird. Laut Yoo "mag" es das Gehirn aber nicht, wenn es von fremden Objekten berührt wird. Dadurch sind die Signale zwar etwas schlechter, aber das Verfahren wird gleichzeitig zugänglicher.

Apple Vision Pro

Was man mit dem Synchron-BCI machen kann, zeigt das Unternehmen nun in einem Video: Denn dem 64-jährigen ALS-Patienten Mark, der ein solches BCI hat, gelang es mithilfe von "Gehirn-Kommandos" eine Virtual-Reality-Brille zu steuern. Konkret konnte Mark, der seine Arme nicht bewegen kann, eine Apple Vision Pro bedienen. Er spielte Solitaire, schaute Apple TV und verschickte Textnachrichten.

"Das ist ziemlich cool, das wollte ich schon lange einmal ausprobieren", sagte Mark, nachdem er mit seinem BCI ein Video auf der Vision Pro angesehen hatte.

Es ist wie im Kino, es wird wirklich lebendig. Die Nutzung dieser Art von erweiterter Realität ist so einschneidend, und ich kann mir vorstellen, dass dies auch für andere in meiner Situation oder für andere, die nicht mehr in der Lage sind, am täglichen Leben teilzunehmen, gilt. Es kann einen an Orte bringen, von denen man nie dachte, dass man sie jemals wieder sehen oder erleben würde.
Mark
Zusammenfassung
  • Neuralink und Synchron entwickeln Brain-Computer-Interface
  • Elon Musk setzte einem US-Bürger ein BCI-Implantat ein
  • Noland Arbaugh spielte mit dem BCI Games wie Civilization 6
  • Synchron implantierte BCIs mit endovaskulärer Technik
  • Stentrode sendet Gehirndaten über Antenne
  • Mark steuerte mit Synchron-BCI eine Apple Vision Pro
  • Mark erlebte erweiterte Realität trotz körperlicher Einschränkungen

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Videos zum Thema Apple Vision Pro
Apple Vision Pro 256 GB im Preisvergleich:
Derzeit keine Angebote im Preisvergleich
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!