PLATO: Bald beginnt die gezielte Suche nach einer zweiten Erde
Eine seit Jahren geplante und vorbereitete Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA ist auf der Zielgeraden. Bald soll PLATO gezielt auf die Suche nach Exoplaneten gehen, deren Bedingungen denen der Erde weitgehend entsprechen könnten.
Aufgespürt werden sie daher indirekt: Entweder, weil ihre Gravitationswechselwirkung bei der Umkreisung ihren Stern etwas taumeln lässt, oder weil sie während eines Transits durch die Sichtlinie von uns zum Stern dessen Leuchtkraft etwas abschwächen. Wenn passende Kandidaten gefunden werden, sollen die PLATO-Daten als Ausgangspunkt für eine weitergehende Erforschung dienen.
Während vorhergehende Missionen wie das Kepler-Teleskop erst einmal alle Daten zu Planeten einsammelten, geht das neue Observatorium konzentrierter vor: Es nimmt Sterne ins Visier, die unserer Sonne ähnlich sind, und sucht nach Begleitern auf Umlaufbahnen in der sogenannten habitablen Zone - also in dem Bereich, der auf dem Planeten Temperaturen möglich macht, mit denen Wasser in flüssiger Form vorliegen kann.
Das Teleskop verfügt über 24 "Normal"-Kameras (N-CAMs) und 2 "Fast"-Kameras (F-CAMs). Die N-CAMs sind in vier Gruppen von je sechs Kameras unterteilt, wobei jede Gruppe in die gleiche Richtung zeigt, aber leicht versetzt zu den anderen arbeitet, um Bewegungen im Raum besser zu erkennen. Die F-CAMs arbeiten vor allem im roten und blauen Spektralbereich des Lichts und ermöglichen schnellere Aufnahmen. Täglich werden die Kameraaufnahmen rund 435 Gigabyte umfassen, die zur Auswertung zur Erde geschickt werden. Der Start soll 2026 mit der neuen Ariane 6 erfolgen.
Siehe auch:
Schwestern der Sonne
Der Name des neuen Weltraum-Observatoriums ist dabei die Kurzform von "PLAnetary Transits and Oscillations of stars". Dies umschreibt die beiden Hauptmethoden, mit denen heute nach Planeten gesucht wird, die um ferne Sterne kreisen und die sich aufgrund ihrer geringen Größe bei gleichzeitig riesiger Entfernung nicht direkt sehen lassen.Aufgespürt werden sie daher indirekt: Entweder, weil ihre Gravitationswechselwirkung bei der Umkreisung ihren Stern etwas taumeln lässt, oder weil sie während eines Transits durch die Sichtlinie von uns zum Stern dessen Leuchtkraft etwas abschwächen. Wenn passende Kandidaten gefunden werden, sollen die PLATO-Daten als Ausgangspunkt für eine weitergehende Erforschung dienen.
Während vorhergehende Missionen wie das Kepler-Teleskop erst einmal alle Daten zu Planeten einsammelten, geht das neue Observatorium konzentrierter vor: Es nimmt Sterne ins Visier, die unserer Sonne ähnlich sind, und sucht nach Begleitern auf Umlaufbahnen in der sogenannten habitablen Zone - also in dem Bereich, der auf dem Planeten Temperaturen möglich macht, mit denen Wasser in flüssiger Form vorliegen kann.
Viele Kameras
Neben seiner Hauptaufgabe, der Suche nach Exoplaneten, wird PLATO auch die Sternforschung unterstützen. Die Raumsonde wird Sterne mithilfe verschiedener Techniken untersuchen, darunter die Asteroseismologie, bei der die Schwingungen und Oszillationen von Sternen gemessen werden, um deren Masse, Radius und Alter zu bestimmen.Das Teleskop verfügt über 24 "Normal"-Kameras (N-CAMs) und 2 "Fast"-Kameras (F-CAMs). Die N-CAMs sind in vier Gruppen von je sechs Kameras unterteilt, wobei jede Gruppe in die gleiche Richtung zeigt, aber leicht versetzt zu den anderen arbeitet, um Bewegungen im Raum besser zu erkennen. Die F-CAMs arbeiten vor allem im roten und blauen Spektralbereich des Lichts und ermöglichen schnellere Aufnahmen. Täglich werden die Kameraaufnahmen rund 435 Gigabyte umfassen, die zur Auswertung zur Erde geschickt werden. Der Start soll 2026 mit der neuen Ariane 6 erfolgen.
Zusammenfassung
- PLATO-Mission der ESA kurz vor dem Start
- Ziel: Suche nach erdähnlichen Exoplaneten
- PLATO nutzt Transits und Sternoszillationen
- Fokus auf Sterne in habitablen Zonen
- Nebenaufgabe in Sternforschung und Asteroseismologie
- Ausstattung mit 24 N-CAMs und 2 F-CAMs
- Start der Mission geplant für 2026 mit Ariane 6
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