Nächste Sicherheitsbedenken nach Huawei-5G:
Chinesische Windräder
Der Einsatz chinesischer Technik in kritischen Infrastrukturen ist für die Datennetze bereits ausführlich diskutiert worden. Jetzt steht die Debatte aber auch bei der Stromversorgung an - es geht um einen Auftrag an einen Windkraft-Anlagenbauer aus China.
Bei der EU-Kommission in Brüssel ist man durchaus besorgt. Denn hier droht ein Präzedenzfall, der zu zwei neuen großen Problemen führen kann. Einerseits geht es um eine mögliche steigende Abhängigkeit auch in diesem Marktsegment, wenn China sich hier zunehmend Aufträge sichert und es vielleicht auch schafft, die europäischen Anlagenbauer aus dem Markt zu drängen. Dann hätte man es mit einer ähnlichen Situation zu tun, wie in der Solar- oder der Chipindustrie.
Hinzu kommen - fast identisch wie im Mobilfunk - auch Sicherheitsbedenken. Denn wenn die Stromerzeuger unter der Kontrolle einer potenziell feindlichen Weltmacht stehen, kann man sich auf diese kritische Infrastruktur nicht mehr ohne Weiteres verlassen. Die Folgen wären bei einer durchaus denkbaren Zuspitzung der Konflikte kaum zu überblicken.
Das Bauprojekt von Luxcara ist zwar vergleichsweise klein, kann sich jedoch zum Einfallstor der chinesischen Industrie in weitaus größere Teile der europäischen Energiebranche entwickeln. Dessen ist man sich bei dem Investmentfonds durchaus bewusst: "Wir sind die Ersten, wir werden aber nicht die Letzten sein, die chinesische Hersteller beauftragen", sagte dessen Chefin Alexandra von Bernstorff.
Dementsprechend versucht die heimische Branche hier bereits frühzeitig zu intervenieren. So hat sich bereits Jochen Eickholt, Chef des Windkraftanlagen-Herstellers Siemens Gamesa mit dem EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovski getroffen, um die chinesische Expansion in dem Bereich zu besprechen.
Siehe auch:
China-Windpark bei Borkum geplant
In der Nordsee will der Investmentfonds Luxcara einen neuen Windpark finanzieren. Mit dem Bau soll erstmals ein chinesischer Hersteller beauftragt werden, berichtete das Handelsblatt. Demnach sollen die 16 Anlagen von Mingyang gebaut werden. Das stößt nicht gerade auf Begeisterung.Bei der EU-Kommission in Brüssel ist man durchaus besorgt. Denn hier droht ein Präzedenzfall, der zu zwei neuen großen Problemen führen kann. Einerseits geht es um eine mögliche steigende Abhängigkeit auch in diesem Marktsegment, wenn China sich hier zunehmend Aufträge sichert und es vielleicht auch schafft, die europäischen Anlagenbauer aus dem Markt zu drängen. Dann hätte man es mit einer ähnlichen Situation zu tun, wie in der Solar- oder der Chipindustrie.
Hinzu kommen - fast identisch wie im Mobilfunk - auch Sicherheitsbedenken. Denn wenn die Stromerzeuger unter der Kontrolle einer potenziell feindlichen Weltmacht stehen, kann man sich auf diese kritische Infrastruktur nicht mehr ohne Weiteres verlassen. Die Folgen wären bei einer durchaus denkbaren Zuspitzung der Konflikte kaum zu überblicken.
Das Bauprojekt von Luxcara ist zwar vergleichsweise klein, kann sich jedoch zum Einfallstor der chinesischen Industrie in weitaus größere Teile der europäischen Energiebranche entwickeln. Dessen ist man sich bei dem Investmentfonds durchaus bewusst: "Wir sind die Ersten, wir werden aber nicht die Letzten sein, die chinesische Hersteller beauftragen", sagte dessen Chefin Alexandra von Bernstorff.
Dementsprechend versucht die heimische Branche hier bereits frühzeitig zu intervenieren. So hat sich bereits Jochen Eickholt, Chef des Windkraftanlagen-Herstellers Siemens Gamesa mit dem EU-Kommissionsvize Valdis Dombrovski getroffen, um die chinesische Expansion in dem Bereich zu besprechen.
Zusammenfassung
- Chinesische Technik rückt in EU-Stromversorgung vor
- Luxcara finanziert Windpark in der Nordsee mit Mingyang
- EU-Kommission besorgt über mögliche Markt-Dominanz Chinas
- Sicherheitsbedenken bei Kontrolle durch potenziell feindliche Macht
- Luxcara-Projekt könnte Türöffner für China in EU-Energiebranche sein
- Siemens Gamesa Chef trifft EU-Kommissionsvize wegen Bedenken
Siehe auch:
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