SkyWind: Deutsche Firma unter Beschuss durch Solar-Konzerne Chinas
Der Kampf Chinas um Zukunftsmärkte wird nicht nur mit Massenproduktion und Subventionen geführt. Um die Dominanz bei erneuerbaren Energien sicherzustellen, greift man offenbar sogar gegen kleinere Mittelständler hierzulande zu schmutzigen Methoden.
Nach Angaben des Unternehmens häuften sich in den vergangenen Jahren die Vorfälle, sodass man letztlich nicht mehr von Zufällen ausging. Höhepunkt war dann das Eingeständnis eines YouTubers, von einem chinesischen Auftraggeber Geld dafür erhalten zu haben, dass er eine negative Schein-Rezension über die Kleinwindkraftanlagen für seinen Kanal produziert. Parallel wurde hier für die Solaranlagen des chinesischen Anbieters geworben, berichtet Osthessen-News unter Berufung auf Skywind.
Daraufhin hatte der Mittelständler Anzeige gegen die britische Tochter gestellt, über die der Deal gelaufen sein soll. Das Verfahren liegt nun beim Landgericht München, kommt aber kaum voran. Denn die britische Niederlassung habe wieder einmal ihren Sitz geändert, was die Gerichtskommunikation schwer macht.
Ein anderes Mal stand plötzlich die Polizei zu einer Hausdurchsuchung vor der Tür. Wie sich herausstellte, hatten Angreifer trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung die Facebook-Seite der Firma gekapert und illegale Inhalte hochgeladen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Täter sogar die lokale Mobilfunkanlage attackiert hatten, um an den SMS-Zugangscode zu kommen. Dies klingt ebenfalls nicht nach einer Aktion von Kleinkriminellen und Spuren hätten ebenfalls nach Asien gewiesen, wo sie aber letztlich ins Leere liefen.
Neben diesen direkten Angriffen gibt es laut Unger auch diverse andere Schwierigkeiten. So lassen sich in Online-Shops und auch in Kleinanzeigen immer wieder schlechte Plagiate seiner Produkte finden, die billiger sind und unrealistische Leistungen versprechen. Und auch gefälschte Produktbewertungen lassen sich immer wieder finden. SkyWind stehe dabei auch nicht allein, ähnliche Schwierigkeiten seien auch von verschiedenen anderen kleinen Anbietern zu hören.
Siehe auch:
Gekaufter YouTube-Verriss
Aktuell hat sich die Firma SkyWind Energy entschieden, mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit zu gehen. Das Unternehmen aus Niedersachsen baut kleine Windkraftanlagen für private Hausdächer, mit denen man insbesondere eine Photovoltaik-Anlage für Zeiten ergänzen kann, in denen nur wenig Sonnenlicht zur Verfügung steht.Nach Angaben des Unternehmens häuften sich in den vergangenen Jahren die Vorfälle, sodass man letztlich nicht mehr von Zufällen ausging. Höhepunkt war dann das Eingeständnis eines YouTubers, von einem chinesischen Auftraggeber Geld dafür erhalten zu haben, dass er eine negative Schein-Rezension über die Kleinwindkraftanlagen für seinen Kanal produziert. Parallel wurde hier für die Solaranlagen des chinesischen Anbieters geworben, berichtet Osthessen-News unter Berufung auf Skywind.
Daraufhin hatte der Mittelständler Anzeige gegen die britische Tochter gestellt, über die der Deal gelaufen sein soll. Das Verfahren liegt nun beim Landgericht München, kommt aber kaum voran. Denn die britische Niederlassung habe wieder einmal ihren Sitz geändert, was die Gerichtskommunikation schwer macht.
Account-Klau und mehr
Vorangegangen waren laut SkyWind-Chef Fritz Unger noch andere Probleme, die man inzwischen darauf zurückführt, dass chinesische Firmen sich die Konkurrenz vom Leib halten wollen. Einmal kursierte in Googles Werbenetzwerk etwa eine Anzeige für SkyWind, die auf gefälschte Webseiten mit anderen Anschriften und Telefonnummern führte. Diese Form des Identitätsdiebstahls sollte wohl potenzielle Kunden vor erhebliche Probleme bei der Kontaktaufnahme stellen und den Mittelständler in ein schlechtes Licht rücken.Ein anderes Mal stand plötzlich die Polizei zu einer Hausdurchsuchung vor der Tür. Wie sich herausstellte, hatten Angreifer trotz Zwei-Faktor-Authentifizierung die Facebook-Seite der Firma gekapert und illegale Inhalte hochgeladen. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Täter sogar die lokale Mobilfunkanlage attackiert hatten, um an den SMS-Zugangscode zu kommen. Dies klingt ebenfalls nicht nach einer Aktion von Kleinkriminellen und Spuren hätten ebenfalls nach Asien gewiesen, wo sie aber letztlich ins Leere liefen.
Neben diesen direkten Angriffen gibt es laut Unger auch diverse andere Schwierigkeiten. So lassen sich in Online-Shops und auch in Kleinanzeigen immer wieder schlechte Plagiate seiner Produkte finden, die billiger sind und unrealistische Leistungen versprechen. Und auch gefälschte Produktbewertungen lassen sich immer wieder finden. SkyWind stehe dabei auch nicht allein, ähnliche Schwierigkeiten seien auch von verschiedenen anderen kleinen Anbietern zu hören.
Zusammenfassung
- Chinas Kampf um Zukunftsmärkte geht über Massenproduktion und Subventionen hinaus
- SkyWind Energy berichtet von schmutzigen Methoden gegen kleinere Mittelständler
- Firma aus Niedersachsen baut kleine Windkraftanlagen für private Hausdächer
- YouTuber erhielt Geld von chinesischem Auftraggeber für negative Schein-Rezension
- Anzeige gegen britische Tochterfirma, Verfahren beim Landgericht München stockt
- Google-Werbeanzeige führte zu gefälschten Webseiten mit falschen Kontaktdaten
- Polizei durchsuchte SkyWind nach Facebook-Hack und illegalen Inhalten auf Seite
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