Millionenbetrug: Apple Stores jahrelang mit Fake-iPhones getäuscht
Gerade ist ein internationales Netzwerk von Kriminellen aufgeflogen, das über Jahre hinweg Apple und seine Mitarbeiter in den Stores mit gefälschten Produkten täuschte. Über unechte Garantiefälle konnten sich die Beteiligten Millionenbeträge ergaunern.
"Die Angeklagten werden beschuldigt, Apples Kundendienstpolitik ausgenutzt zu haben, um Waren im Wert von mehr als 12 Millionen US-Dollar zu stehlen", sagte Staatsanwalt Martin Estrada.
Die Kriminellen sollen dabei bis zu zehn Stores pro Tag besucht haben. Diese Masche sei laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft seit 2014 über 16.000 Mal durchgeführt worden. Um die Operation zu verschleiern, verwendeten die Kriminellen falsche Namen und Adressen und mieteten etliche Postfächer an.
Da die verwendeten Identifikationsnummern zu echten Geräten tatsächlicher Apple-Kunden gehörten, ist anzunehmen, dass einige dieser iPhone- und iPad-Besitzer ihre rechtmäßigen Garantieansprüche nicht geltend machen konnten.
Piraterie ist ein ernstes Problem für viele Hersteller von Produkten. Wer schon einmal im Urlaub am Strand eine vermeintliche Rolex für 50 Euro angeboten bekommen hat, kennt das. Doch auch bei über das Internet gehandelten Elektrogeräten und anderen Gütern sind Fälschungen keine Seltenheit. Erst kürzlich hatte etwa Amazon in einem Report mitgeteilt, im Jahr 2023 über sieben Millionen Fälschungen auf seiner Plattform identifiziert und entsorgt zu haben.
Siehe auch:
Kriminelle machten mit Produktfälschungen Kasse
Apple ist durch Produktfälschungen ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Denn wie das United States Attorney's Office (via 9to5Mac) jetzt mitteilt, sind fünf Personen festgenommen worden, die über Jahre mit gefälschten iPhones Millionen von US-Dollar ergaunert haben. Dabei nutzten sie mithilfe eines ausgeklügelten Systems Apples Garantieprogramm."Die Angeklagten werden beschuldigt, Apples Kundendienstpolitik ausgenutzt zu haben, um Waren im Wert von mehr als 12 Millionen US-Dollar zu stehlen", sagte Staatsanwalt Martin Estrada.
Professionelle internationale Operation
Dazu hatten die Angeklagten ein transpazifisches Netzwerk aufgebaut, über das sie gefälschte iPhones, iPads und andere Apple-Produkte aus Asien in die USA importierten. Sie besorgten sich dort echte Identifikationsnummern für die Geräte und tauschten sie dann in Apple Stores in ganz Kalifornien im Rahmen vorgetäuschter Garantiefälle gegen echte Produkte, um diese im Anschluss zu verkaufen.Die Kriminellen sollen dabei bis zu zehn Stores pro Tag besucht haben. Diese Masche sei laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft seit 2014 über 16.000 Mal durchgeführt worden. Um die Operation zu verschleiern, verwendeten die Kriminellen falsche Namen und Adressen und mieteten etliche Postfächer an.
Da die verwendeten Identifikationsnummern zu echten Geräten tatsächlicher Apple-Kunden gehörten, ist anzunehmen, dass einige dieser iPhone- und iPad-Besitzer ihre rechtmäßigen Garantieansprüche nicht geltend machen konnten.
Lange Haftstrafen drohen
Im Falle einer Verurteilung droht den Angeklagten eine gesetzliche Höchststrafe von jeweils 20 Jahren Haft für die Anklage wegen Verschwörung zum Post- und Überweisungsbetrug. Dazu kommen noch eine gesetzliche Mindeststrafe von zwei Jahren Haft für die Anklage wegen schweren Identitätsdiebstahls und eine gesetzliche Höchststrafe von 10 Jahren Haft für die Anklage wegen Verschwörung zum Handel mit gefälschten Waren.Piraterie ist ein ernstes Problem für viele Hersteller von Produkten. Wer schon einmal im Urlaub am Strand eine vermeintliche Rolex für 50 Euro angeboten bekommen hat, kennt das. Doch auch bei über das Internet gehandelten Elektrogeräten und anderen Gütern sind Fälschungen keine Seltenheit. Erst kürzlich hatte etwa Amazon in einem Report mitgeteilt, im Jahr 2023 über sieben Millionen Fälschungen auf seiner Plattform identifiziert und entsorgt zu haben.
Zusammenfassung
- Fünf Personen wurden festgenommen, die mit gefälschten Apple-Produkten Millionen ergaunerten
- Die Kriminellen nutzten Apples Garantieprogramm, um echte Produkte zu erhalten
- Sie importierten gefälschte Apple-Produkte aus Asien und tauschten sie in Kalifornien
- Die Masche wurde seit 2014 über 16.000 Mal durchgeführt, oft in bis zu zehn Stores pro Tag
- Den Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre Haft für Post- und Überweisungsbetrug sowie Identitätsdiebstahl
Siehe auch:
- OpenAI-Deal mit Apple: Microsofts Nadella bestellt Altman zum Rapport
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