Nach Apple Foto-Bug: Wie Nutzer ihre Daten besser schützen können
Das plötzliche Wiederauftauchen gelöschter Bilder auf iPhones hat bei etlichen Nutzern das Thema Datenschutz noch einmal präsenter gemacht. Was viele nicht wissen: Mit einer einfachen Einstellung auf Apple-Geräten kann man seine Daten noch einmal besser schützen.
Apple hatte daraufhin ein Update für iOS veröffentlicht und das Problem behoben. Zu den Ursachen selbst hielt sich das Unternehmen jedoch sehr bedeckt und sprach nur von möglichen Datenbankfehlern. Da die Mehrzahl der Nutzer ihre Bilder aber nicht nur lokal auf den Geräten, sondern zusätzlich in der iCloud speichert, könnten auch Hacker auf schon lange gelöschte Fotos zugreifen. Doch das kann man verhindern.
iCloud ist zwar verschlüsselt, allerdings legt Apple den Key zur Entschlüsselung zusammen mit den Fotos auf seine Server. Es ist also technisch möglich, dass jemand sowohl die "gelöschten" als auch alle anderen Bilder entschlüsselt und darauf zugreift, auch wenn es höchst unwahrscheinlich ist. Erhöhte Sicherheit kann aber nicht schaden.
Mit der Aktivierung des erweiterten Datenschutzes in den Einstellungen eines Apple-Gerätes wird der Schlüssel nicht mehr auf Apples Servern geparkt, sondern lokal auf dem iPhone, iPad oder Mac gespeichert. Um Fotos in iCloud zu entschlüsseln, bräuchten Angreifer dann also das konkrete Gerät des Nutzers und die entsprechenden Login-Daten.
Im konkreten Fall des Foto-Bugs hätte die Aktivierung des erweiterten Datenschutzes die betroffenen Bilder jedoch nicht daran gehindert, wieder aufzutauchen. Für alle, denen Datenschutz wichtig ist und die ihre Inhalte noch etwas besser schützen wollen, ist die Einstellung aber definitiv sinnvoll. Wer noch mehr Informationen zum Thema haben möchte, findet sie direkt bei Apple.
Siehe auch:
Gelöscht und trotzdem noch da
Was gelöscht ist, ist gelöscht. Das hat bei Computern noch nie wirklich gestimmt. Denn Daten sind im Normalfall so lange vorhanden und können wiederhergestellt werden, bis sie überschrieben wurden. Das haben erst diese Woche die Probleme bei Apple-Nutzern, deren teilweise schon vor Jahren "gelöschten" Fotos plötzlich wieder auftauchten, noch einmal eindrücklich gezeigt.Apple hatte daraufhin ein Update für iOS veröffentlicht und das Problem behoben. Zu den Ursachen selbst hielt sich das Unternehmen jedoch sehr bedeckt und sprach nur von möglichen Datenbankfehlern. Da die Mehrzahl der Nutzer ihre Bilder aber nicht nur lokal auf den Geräten, sondern zusätzlich in der iCloud speichert, könnten auch Hacker auf schon lange gelöschte Fotos zugreifen. Doch das kann man verhindern.
Fotos besser schützen
Wer seine Bilder vor unerwünschten Zugriffen besser schützen möchte, hat die Möglichkeit, das mit Apples Einstellung "Erweiterter Datenschutz" zu tun. Das sorgt zwar auch nicht dafür, dass die Bilder endgültig gelöscht werden, verhindert aber, dass sie und alle anderen Fotos in die falschen Hände gelangen.iCloud ist zwar verschlüsselt, allerdings legt Apple den Key zur Entschlüsselung zusammen mit den Fotos auf seine Server. Es ist also technisch möglich, dass jemand sowohl die "gelöschten" als auch alle anderen Bilder entschlüsselt und darauf zugreift, auch wenn es höchst unwahrscheinlich ist. Erhöhte Sicherheit kann aber nicht schaden.
Mit der Aktivierung des erweiterten Datenschutzes in den Einstellungen eines Apple-Gerätes wird der Schlüssel nicht mehr auf Apples Servern geparkt, sondern lokal auf dem iPhone, iPad oder Mac gespeichert. Um Fotos in iCloud zu entschlüsseln, bräuchten Angreifer dann also das konkrete Gerät des Nutzers und die entsprechenden Login-Daten.
Wie man den erweiterten Datenschutz aktiviert
Aktivieren lässt sich das Ganze über die Einstellungen → iCloud → Erweiterter Datenschutz. Dann muss nur noch eine Wiederherstellungsmethode gewählt werden, für den Fall, dass das Gerät verloren geht. Damit ist dann nicht nur die iCloud besser geschützt, sondern auch die Daten vieler anderer Anwendungen wie die der Notizen, Sprachaufzeichnungen oder des Apple Wallets.Im konkreten Fall des Foto-Bugs hätte die Aktivierung des erweiterten Datenschutzes die betroffenen Bilder jedoch nicht daran gehindert, wieder aufzutauchen. Für alle, denen Datenschutz wichtig ist und die ihre Inhalte noch etwas besser schützen wollen, ist die Einstellung aber definitiv sinnvoll. Wer noch mehr Informationen zum Thema haben möchte, findet sie direkt bei Apple.
Zusammenfassung
- Daten können wiederhergestellt werden, bis sie überschrieben wurden
- Apple-Nutzer berichteten von plötzlich wieder auftauchenden, alten Fotos
- Apple veröffentlichte ein iOS-Update, um das Problem zu beheben
- Ursachen wurden von Apple als mögliche Datenbankfehler beschrieben
- Erweiterter Datenschutz schützt vor unerwünschten Zugriffen auf iCloud-Daten
- iCloud ist verschlüsselt, aber Apple speichert den Schlüssel auf seinen Servern
- Mit erweitertem Datenschutz wird der Schlüssel lokal auf dem Gerät gespeichert
- Aktivierung über Einstellungen > iCloud > Erweiterter Datenschutz möglich
Siehe auch:
- iOS 18: Apple traut sich wohl nur an einige wenige KI-Funktionen heran
- "Geofencing" bei iOS: So hindert Apple andere Browser aktiv am Erfolg
- Apple plant große Änderungen bei den iPhone 16-Farben
- Apple AirTag 2: Neue und verbesserte Tracker kommen nächstes Jahr
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