Glasfaserausbau mit Schwarzarbeit:
Razzia in mehreren Bundesländern

Der Glasfaserausbau kommt nicht so reibungslos voran, wie man sich das wünschen würde. In vielen Kommunen kommt es dabei mit den Sub-Unternehmen, die für die Kabelverlegung sorgen, zu Ärger. Jetzt gab es eine großangelegte Kontrolle der Mitarbeiter.
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Arbeit­nehmer ohne Aufent­halts­titel

Das meldet die Nachrichtenagentur dpa. Es ist nicht das erste Mal, dass der Zoll eine großangelegte Aktion gestartet hat, um die Glasfaser-Baustellen zu kontrollieren (via Teltarif). Den Sub-Unternehmen wird dabei vorgeworfen, im großen Stil auslän­dische Arbeit­nehmer ohne Aufent­halts­titel zu beschäf­tigen und für die Arbeiter keine Beiträge zur Sozi­alver­siche­rung abzu­führen.

Die jüngste Kontrolle fand dabei parallel in mehreren Bundesländern statt, koordiniert vom Haupt­zollamt Duis­burg und der Staats­anwalt­schaft Düssel­dorf.


Es bestehe der Verdacht, dass auf den Baustellen "syste­matisch auslän­dische Arbeit­nehmer ohne den erfor­der­lichen Aufent­halts­titel beschäf­tigt werden", teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Hunderte Einsatz­kräfte haben daher nun bei einer Razzia, die sich gezielt gegen einen Sub-Unternehmer richtete, Beweise für den mutmaß­lichen Sozi­albe­trug beim Glas­faserausbau gesichert. Die Vorwürfe gehen aber noch weiter. Wie es heißt, wurden viele der Arbeiter vor Ort gar nicht bezahlt. Zudem soll es Verträge geben, die einen extrem niedrigen Stundenlohn beinhalten - und dazu Akkordarbeit in sehr langen Arbeitsschichten vorsehen.

Ein Problem für die Behörden ist dabei die Weitergabe der Aufträge von einem Sub-Unternehmen zum nächsten, die dabei häufig wechseln. Die Einsatzschwerpunkte waren in Nord­rhein-West­falen, Sachsen, Hessen und Nieder­sachsen. Zoll und Polizei wurden unter anderem durch das Tech­nische Hilfs­werk unterstützt.

Bei der Aktion verlief dahin gehend erfolgreich, dass umfang­rei­ches Beweis­mate­rial gesi­chert worden sei. Darunter etliche Computer und Mobil­tele­fone, die jetzt erst einmal von IT-Foren­sikern ausge­wertet werden müssen.

Zusammenfassung
  • Glasfaserausbau verläuft nicht reibungslos, Ärger mit Sub-Unternehmen
  • Großangelegte Kontrolle der Mitarbeiter durch den Zoll
  • Sub-Unternehmen beschäftigen ausländische Arbeitnehmer ohne Titel
  • Keine Sozialversicherungsbeiträge für diese Arbeiter abgeführt
  • Kontrolle parallel in mehreren Bundesländern koordiniert
  • Verdacht auf systematische Beschäftigung ohne Aufenthaltstitel
  • Razzia sicherte Beweise für mutmaßlichen Sozialbetrug

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