ARD und ZDF: Mediatheken-Entwicklung gemeinsam und Open Source
Die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ARD und ZDF werden zukünftig bei der technischen Weiterentwicklung ihrer Mediatheken enger zusammenarbeiten. Und da ohnehin alles öffentlich finanziert ist, soll die Software auch als Open Source bereitgestellt werden.
Eine entsprechende Ankündigung kam von ARD-Chef Kai Gniffke und ZDF-Intendant Norbert Himmler in einem gemeinsamen Interview mit der Nachrichtenagentur DPA. Darin erklärten sie auch, dass die hausinternen Entwicklungen unter Open-Source-Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Dann können diese auch von anderen Medienunternehmen oder beliebigen Entwicklern eingesetzt werden.
Es werde "eine der größten Open-Source-Initiativen Deutschlands", erklärte Himmler. Die Entscheidung begründete er auch damit, dass die Entwicklungsarbeit letztlich ja auch durch die Gesellschaft über die Rundfunkbeiträge bezahlt wurde.
Für die Bereiche der Zusammenarbeit, die zusätzliche Mittel erforderlich machen, will man diese komplett aus dem Bestand nehmen - beispielsweise, in dem man an anderen Stellen Einsparungen versucht. Notwendig wird dies beispielsweise bei der Einrichtung eines gemeinsamen Koordinationsbüros, das die Arbeiten zwischen den Entwicklergruppen bei beiden Sendern abstimmen soll.
Siehe auch:
Öffentlich bezahlt
Bisher betreiben die beiden Sendergruppen jeweils ihre eigenen Mediatheken - das wird aus verschiedenen Gründen weiterhin so bleiben. Im Hintergrund soll allerdings eine engere Zusammenarbeit organisiert werden. Insbesondere bei der Weiterentwicklung der Streaming-Technologien und anderer Software will man so auch Kosten reduzieren, in dem doppelte Arbeit vermieden wird.Eine entsprechende Ankündigung kam von ARD-Chef Kai Gniffke und ZDF-Intendant Norbert Himmler in einem gemeinsamen Interview mit der Nachrichtenagentur DPA. Darin erklärten sie auch, dass die hausinternen Entwicklungen unter Open-Source-Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Dann können diese auch von anderen Medienunternehmen oder beliebigen Entwicklern eingesetzt werden.
Es werde "eine der größten Open-Source-Initiativen Deutschlands", erklärte Himmler. Die Entscheidung begründete er auch damit, dass die Entwicklungsarbeit letztlich ja auch durch die Gesellschaft über die Rundfunkbeiträge bezahlt wurde.
Grundlage für Großes
Grundsätzlich sehen die beiden Senderchefs darin aber auch den Grundstein für eine eventuelle größere Sache. Gniffke warf die Option in den Raum, dass aus der Open Source-Initiative in Zukunft vielleicht eine große, gemeinwohlorientierte Plattform für ganz Deutschland entstehen könnte, an der neben anderen Medienhäusern vielleicht auch Kultureinrichtungen mitarbeiten.Für die Bereiche der Zusammenarbeit, die zusätzliche Mittel erforderlich machen, will man diese komplett aus dem Bestand nehmen - beispielsweise, in dem man an anderen Stellen Einsparungen versucht. Notwendig wird dies beispielsweise bei der Einrichtung eines gemeinsamen Koordinationsbüros, das die Arbeiten zwischen den Entwicklergruppen bei beiden Sendern abstimmen soll.
Zusammenfassung
- ARD und ZDF kooperieren bei Mediatheken-Entwicklung
- Software der Sender wird als Open Source verfügbar
- Zusammenarbeit soll Doppelarbeit vermeiden und Kosten senken
- Gemeinsames Interview von ARD-Chef Gniffke und ZDF-Intendant Himmler
- Initiative könnte zu gemeinwohlorientierter Plattform ausbauen
- Finanzierung der Kooperation durch interne Umverteilung
- Einrichtung eines Koordinationsbüros zur Abstimmung geplant
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