Forscher sind Charles Darwins "abscheulichem Rätsel" auf der Spur
Für den berühmten Naturforscher Charles Darwin war es ein "abscheuliches Rätsel", vielen seiner Kollegen ging es ähnlich: Die rasante Verbreitung von Blütenpflanzen überrascht die Evolutionsbiologen bis heute - nun sind Forscher der Sache aber auf der Spur.
Dies soll den Wissenschaftlern unter anderem helfen, die Ursprünge der Blütenpflanzen zu entschlüsseln und Informationen für künftige Erhaltungsmaßnahmen bereitzustellen. "Unsere Existenz hängt von ihnen ab", sagte William Baker von den Royal Botanic Gardens, Kew, in Großbritannien. "Deshalb müssen wir sie unbedingt verstehen."
Nach dem heutigen Wissensstand tauchten die ersten Blütenpflanzen - Bedecktsamer oder auch Angiospermen - vor rund 140 Millionen Jahren erstmals auf der Erde auf. Binnen einer relativ kurzen Zeitspanne entwickelten sie sich dabei zur dominierenden Pflanzenfamilie. Die bis dahin vorherrschenden blütenlosen Gymnospermen (zu denen unter anderem die Nadelbäume gehören) wurden in die zweite Reihe geschoben.
In Zukunft könnten die Erkenntnisse des Forschungsprojekts auch bei der Suche nach Pflanzen mit pharmazeutischen Eigenschaften für neue Medikamente helfen. Er kann Wissenschaftlern auch dabei helfen, neue Arten zu identifizieren und einzuschätzen, welche Arten am anfälligsten für den Klimawandel sind. "Dies ist der neueste und beste evolutionäre Rahmen, von dem aus neue Studien durchgeführt werden können, um den Mechanismen näherzukommen, die es den Blütenpflanzen ermöglicht haben, den Globus zu erobern", sagt Ryan Folk von der Mississippi State University.
Siehe auch:
Daten von tausenden Arten
Die modernen Technologien machen es inzwischen möglich, große evolutionsbiologische Forschungsprojekte auf molekularer Ebene durchzuführen. Botaniker haben so nun die evolutionären Beziehungen zwischen Blütenpflanzen anhand von Genomdaten von mehr als 9500 Arten kartiert - einige davon sind schon lange ausgestorben. Sie erstellen damit einen komplett neuen Baum des Lebens mit den Abstammungslinien zahlreicher Arten.Dies soll den Wissenschaftlern unter anderem helfen, die Ursprünge der Blütenpflanzen zu entschlüsseln und Informationen für künftige Erhaltungsmaßnahmen bereitzustellen. "Unsere Existenz hängt von ihnen ab", sagte William Baker von den Royal Botanic Gardens, Kew, in Großbritannien. "Deshalb müssen wir sie unbedingt verstehen."
Nach dem heutigen Wissensstand tauchten die ersten Blütenpflanzen - Bedecktsamer oder auch Angiospermen - vor rund 140 Millionen Jahren erstmals auf der Erde auf. Binnen einer relativ kurzen Zeitspanne entwickelten sie sich dabei zur dominierenden Pflanzenfamilie. Die bis dahin vorherrschenden blütenlosen Gymnospermen (zu denen unter anderem die Nadelbäume gehören) wurden in die zweite Reihe geschoben.
Schnell zur Dominanz
Das plötzliche Auftauchen der Blütenpflanzenvielfalt in den Fossilien hat die Wissenschaftler in den letzten Jahrhunderten verblüfft. Charles Darwin nannte es ein "abscheuliches Rätsel". Nun bestätigte die jüngste Untersuchung, dass rund 80 Prozent der heute noch existierenden Blütenpflanzenstämme Teil dieses frühen Booms der Angiospermenvielfalt waren. "Wir können nicht sagen, dass wir dieses 'abscheuliche Rätsel' gelöst haben, aber wir können zumindest sagen, dass es wirklich eines gibt", sagt Baker.In Zukunft könnten die Erkenntnisse des Forschungsprojekts auch bei der Suche nach Pflanzen mit pharmazeutischen Eigenschaften für neue Medikamente helfen. Er kann Wissenschaftlern auch dabei helfen, neue Arten zu identifizieren und einzuschätzen, welche Arten am anfälligsten für den Klimawandel sind. "Dies ist der neueste und beste evolutionäre Rahmen, von dem aus neue Studien durchgeführt werden können, um den Mechanismen näherzukommen, die es den Blütenpflanzen ermöglicht haben, den Globus zu erobern", sagt Ryan Folk von der Mississippi State University.
Zusammenfassung
- Darwins "abscheuliches Rätsel" betrifft die schnelle Verbreitung von Blütenpflanzen
- Forscher nutzen moderne Technologien für molekulare Evolutionsstudien
- Über 9500 Arten wurden genetisch analysiert, um evolutionäre Beziehungen zu klären
- Neuer Stammbaum hilft, Ursprünge der Blütenpflanzen zu verstehen
- Erste Blütenpflanzen erschienen vor 140 Millionen Jahren
- 80 Prozent der heutigen Blütenpflanzenstämme stammen aus früher Diversifikation
- Ergebnisse könnten zukünftig in der pharmazeutischen Forschung nützlich sein
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