Alles neu: Netflix wirft seine Film-Strategie komplett über den Haufen

Netflix konzentriert sich schon lange auf eigenproduzierte Inhalte und kann damit auch große Erfolge feiern. Das gilt zumindest für Serien, denn bei Filmen ist die Erfolgs- und Hit-Quote erstaunlich schlecht. Ein neuer Chef soll in der Filmsparte für die Wende sorgen.
Logo, Netflix, Videoplattform, Netflix Logo

Netflix und Co. brauchen Exklusivinhalte

Seit dem Beginn des ganz großen Streaming-Booms sind die Dienste vor allem auf exklusive und selbstproduzierte Inhalte angewiesen. Einst waren Lizenzinhalte großer Medienkonzerne bei Netflix und Co. selbstverständlich, mittlerweile muss aber jeder Dienst bzw. Konkurrent selbst dafür sorgen, dass er genug Serien, Filme und Shows hat.

Bei Netflix hat das zum Teil bestens geklappt, der Streaming-Marktführer hat auch enorme Summen in Eigenproduktionen gepumpt. Nur "zum Teil" deshalb, weil der Dienst bei Filmen nicht ansatzweise denselben Erfolg hat wie bei Serien. Denn während viele Nutzer Produktionen wie Stranger Things, Bridgerton, The Crown oder The Witcher sofort mit Netflix assoziieren, dürften die meisten Probleme haben, auch nur einen Netflix Originals-Film zu benennen.


Dan Lin, der neue Filmchef von Netflix, will das ändern und hat laut einem Bericht der New York Times schon begonnen, seine neue Abteilung umzubauen. Er hat auch bereits 15 von bisher 150 Mitarbeiter in dieser Sparte entlassen, darunter mehrere hochrangige Manager. Lin hat sie in Genres neu organisiert, bisher wurde dort nach dem Budget sortiert.

Der neue Chef hat angedeutet, dass Netflix nicht länger das Zuhause für teure, aber austauschbare Actionfilme sein will. Stattdessen beabsichtigt er, die Gesamtqualität der Produktionen anzuheben und für mehr Genrevielfalt zu sorgen. Damit will Lin auch besser den unterschiedlichen Interessen der insgesamt 260 Millionen Abonnenten entgegengekommen.

Die NYT schreibt weiter, dass die Bezahlung bzw. die Deals anders gehandhabt werden sollen. Künftig werde es keine riesigen Vorauszahlungen mehr geben. "Mit anderen Worten: Das Zeitalter der Sparmaßnahmen bei Netflix ist in vollem Gange", so die Zeitung als Fazit.

Zusammenfassung
  • Netflix setzt auf Eigenproduktionen, Filme bisher weniger erfolgreich
  • Neuer Filmchef Dan Lin soll Wende in Filmsparte herbeiführen
  • Streamingdienste benötigen exklusive Inhalte für Erfolg
  • Netflix-Serien wie Stranger Things bekannt, Filme weniger
  • Lin entlässt 15 Mitarbeiter und reorganisiert Abteilung
  • Netflix strebt höhere Qualität und mehr Genrevielfalt an
  • Zukünftig keine großen Vorauszahlungen für Netflix-Produktionen

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