Händler-Boykott: OnePlus droht bedeutungsvollen Markt zu verlieren
Gerade hat OnePlus wieder Zugang zum deutschen Markt erhalten, da fliegen die Geräte des Oppo-Konzerns aus den Regalen indischer Händler. Die sehen ihren Ruf durch die miserable Garantieabwicklung von OnePlus geschädigt.
Deutschland macht nur einen kleinen Anteil von etwa 1 Prozent an Oppos globalem Smartphone-Geschäft aus. Daher hatte es der Hersteller wohl längere Zeit nicht für lohnend erachtet, eine Lizenz für die entsprechenden 5G-Patente von Nokia zu erwerben. Kaum haben die Chinesen jedoch wieder Zugang zum deutschen Markt, da droht schon der nächste wegzubrechen.
Der zweite Grund sind die geringen Margen, die die Händler beim Verkauf der Geräte erzielen.
Siehe auch:
Patentstreit in Deutschland beigelegt
Erst seit Kurzem sind Smartphones der Marke OnePlus wieder in Deutschland in den Läden zu finden. Ein Patentstreit zwischen dem Mutterkonzern Oppo und dem schwedischen Hersteller Nokia sorgte hierzulande für ein Verkaufsverbot der chinesischen Telefone. Die beiden Unternehmen konnten sich jedoch einigen, sodass die Geräte seit Januar wieder bei entsprechenden Elektronikhändlern zu haben sind.Deutschland macht nur einen kleinen Anteil von etwa 1 Prozent an Oppos globalem Smartphone-Geschäft aus. Daher hatte es der Hersteller wohl längere Zeit nicht für lohnend erachtet, eine Lizenz für die entsprechenden 5G-Patente von Nokia zu erwerben. Kaum haben die Chinesen jedoch wieder Zugang zum deutschen Markt, da droht schon der nächste wegzubrechen.
Händler-Embargo in Indien
Dieses Mal geht es um Indien. Dort formiert sich momentan ein Widerstand mehrerer Elektronikhändler gegen Oppo. Genauer gesagt geht es um über 20 Unternehmen mit insgesamt mehr als 4300 Ladengeschäften, die die Geräte aus China gerade aus ihren Regalen nehmen.Schlechter Service, geringe Marge
Einer der Gründe sind Probleme, mit denen Verbraucher konfrontiert sind, wenn sie versuchen, bei OnePlus Garantieansprüche geltend zu machen. So soll es dabei regelmäßig zu Verzögerungen kommen und Kunden müssten lange auf Rückmeldung von OnePlus warten. Das beeinträchtigt laut der indischen Verkäufer den Ruf der Einzelhändler, die die Produkte vertreiben. Versuche, mit OnePlus zu kommunizieren, um das Unternehmen zum Umdenken zu bewegen, scheiterten.Der zweite Grund sind die geringen Margen, die die Händler beim Verkauf der Geräte erzielen.
Reaktion von Oppo steht noch aus
Im Vergleich zu Deutschland ist Indien ein deutlich wichtigerer Markt für OnePlus und Oppo. Zwar sind die Smartphones noch über Online-Plattformen wie Amazon im Land verfügbar, doch der stationäre Handel ist ein nicht zu unterschätzender Absatzzweig. Demnach sollte das Unternehmen den Boykott spüren. Eine offizielle Antwort des Handyherstellers auf das Händler-Embargo gab es bisher aber nicht.
Zusammenfassung
- OnePlus Smartphones nach Patentstreit wieder in DE
- Oppo mit nur 1 Prozent Umsatzanteil in Deutschland
- Indische Händler boykottieren Oppo wegen Garantieproblemen
- Über 4300 indische Läden nehmen OnePlus aus Sortiment
- Geringe Margen für Händler beim Verkauf von OnePlus-Produkten
- Indien als wichtiger Markt für OnePlus und Oppo
- Keine offizielle Stellungnahme des Herstellers zu Händlerboykott
Siehe auch:
- OnePlus: Smartphones sind wie Sandwiches, nach vier Jahren schimmlig
- Nach Nokia-Deal: OnePlus verkauft Smartphones wieder in Deutschland
- Patentkrieg mit Nokia: OnePlus & Oppo bald wieder in Deutschland
- Qualitätsprobleme bei OnePlus? Xiaomi ätzt hämisch gegen Konkurrenz
- OnePlus 12: Neues Top-Smartphone vorab gezeigt - kommt nicht zu uns
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