Ex-Microsoft-Entwickler suchte Auftragskiller - das gibt 7 Jahre Haft

Auch als Microsoft-Entwickler und somit technisch versierte Person hat man offenbar nicht zwingend einen Überblick, wie gut es um die Anonymität der Kommunikation im Darknet und bei Kryptowährungs-Transaktionen bestellt ist. Am Ende steht nun eine lange Haftstrafe.
Kriminalität, Stockfotos, Erpressung, Crime, Gewalt, Recht und Ordnung, Haft, Gefängnis, Gerichtsurteil, Mord, Raub, Zelle, Dieb, Gerichtsverfahren, Einbrecher, Verbrecher, Hände, Schurke, Bösewicht, Kriminell, Verurteilung, Orange, Verurteilt, Gefährlich, Raubüberfall, Handschellen, Gefängniszelle, Gitter, Stäbe, Eingesperrt, Einsperrung, Jail, Haftanstalt, Absitzen, Brummen

Keine Geld-zurück-Garantie im Darknet

Bereits vor einigen Jahren versuchte der damalige Microsoft-Programmierer online einen Auftragsmörder anzuheuern. Dem vermeintlichen Attentäter überwies er nach einer anfänglichen Kommunikation immerhin 16.000 Dollar in Bitcoin. Einige Tage später versuchte er zwar den Auftrag zurückzuziehen, bekam sein Geld aber nicht erstattet, berichtet das britische Magazin The Register.

In der Zwischenzeit hatte ein Informant bereits Informationen über den Vorgang an die US-Bundespolizei FBI übermittelt. Dieser gelang es, die Identität des Mannes zu ermitteln. Ende 2021 wurde er festgenommen. Es folgten weitergehende Ermittlungen, die Klageerhebung und ein Prozess. Das zuständige Gericht hat den Beschuldigten nun zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und eine anschließende Bewährungszeit von drei Jahren verurteilt.


Schon kurz nach der Verhaftung gestand der Mann gegenüber den Ermittlungsbeamten, dass er den Auftragskiller auf ein Ehepaar ansetzen wollte, um sich eines Problems zu entledigen. Denn die Zielpersonen waren die leiblichen Eltern mehrerer Kinder, die die Familie des Täters in Pflege genommen und adoptiert hatte. Die Eltern wollten allerdings das Sorgerecht zurückerlangen und hatten eine entsprechende Klage bei den Behörden eingereicht.

Täter zeigt Reue

"Darüber hinaus waren sich der Angeklagte und die beabsichtigten Opfer nicht einig darüber, wie die Kinder erzogen werden sollten, Differenzen gab es auch über persönliche Entscheidungen und den Lebensstil der beabsichtigten Opfer", hieß es.

Der Mann hat seinen Plan, einen Killer anzuheuern, recht schnell bereut. Nicht nur, dass er versuchte, den Auftrag zurückzuziehen. Als er bei seiner Verhaftung von den Beamten gefragt würde, ob er noch etwas benötigte, antwortete er: "Ich hätte gerne eine Zeitmaschine, wenn Sie eine haben." Mit einer solchen konnte aber niemand dienen, sodass er nun für längere Zeit seine Freiheit los ist - und seinen Job bei Microsoft ebenso.

Zusammenfassung
  • Microsoft-Entwickler versucht Auftragsmord per Darknet
  • 000 Dollar in Bitcoin für geplanten Auftragsmord gezahlt
  • Informant lieferte Hinweise an FBI, Täter wurde identifiziert
  • Sieben Jahre Haft plus drei Jahre Bewährung für Programmierer
  • Angriffsziel waren leibliche Eltern adoptierter Kinder
  • Streit um Sorgerecht und Erziehungsstil führte zu Mordplan
  • Täter bereut Plan und wünscht sich bei Verhaftung Zeitmaschine

Siehe auch:
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
BitCoin-Kurs
Bitcoin Münze (24-Karat Gold-Überzug)
Tipp einsenden
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen? Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links, um WinFuture zu unterstützen: Vielen Dank!