Erdbeben: Weltgrößter Chip-Hersteller muss Produktion aussetzen
Die Produktion in einigen Chipfabriken Taiwans steht nach einem starken Erdbeben still. Durch die Erschütterungen sind wohl auch Teile der bereits produzierten Ware beschädigt. Das genaue Ausmaß und die möglichen Folgen werden momentan noch untersucht.
TSMC fertigt die meisten Chips für weltweit operierende Hersteller wie Apple, Nvidia und AMD. Während der Pandemie kam es nach einer vorherigen Drosselung der Produktion zu einer unerwartet starken Nachfrage an Halbleitern. Diese konnte nicht ausreichend bedient werden und führte zur sogenannten Chipkrise. Produkte konnten nur in geringen Stückzahlen hergestellt werden und Preise, wie zum Beispiel die von Grafikkarten, schnellten in die Höhe. Erst Ende 2022 begann sich die Lage wieder langsam zu normalisieren.
Die Tech-Firmen sind noch dabei, das genaue Ausmaß des Schadens durch das Beben zu analysieren. Einer ersten Einschätzung zufolge sollte die generelle Produktion von TSMC durch den Vorfall jedoch nicht allzu stark eingeschränkt sein, da weitere Fabriken in anderen Teilen des Landes kaum betroffen sind. Es ist also nicht mit einer neuen Chipkrise aufgrund des Erdbebens zu rechnen.
Siehe auch:
Erdbeben erschüttert Taiwan
In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist es zu einem extrem starken Erdbeben in Taiwan gekommen. Mit einer gemessenen Stärke von 7.4 war es das heftigste Beben seit einem Vierteljahrhundert. Im Inselstaat werden weltweit die meisten Computerchips hergestellt. Auch die Produktion der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), des weltweit größten Konzerns auf diesem Gebiet, wurde beeinträchtigt.Chipherstellung betroffen
In den besonders von dem Erdbeben betroffenen Gebieten an der Ostküste Taiwans befinden sich mehrere Fabriken von TSMC und anderen kleineren Chipherstellern. Die Belegschaft wurde aus den entsprechenden Einrichtungen evakuiert und die Produktion gestoppt.TSMC fertigt die meisten Chips für weltweit operierende Hersteller wie Apple, Nvidia und AMD. Während der Pandemie kam es nach einer vorherigen Drosselung der Produktion zu einer unerwartet starken Nachfrage an Halbleitern. Diese konnte nicht ausreichend bedient werden und führte zur sogenannten Chipkrise. Produkte konnten nur in geringen Stückzahlen hergestellt werden und Preise, wie zum Beispiel die von Grafikkarten, schnellten in die Höhe. Erst Ende 2022 begann sich die Lage wieder langsam zu normalisieren.
Teile der Produktion wohl beschädigt
Chip-Technologie ist extrem empfindlich. Schon leichteste Erschütterungen können die Produkte beschädigen und unbrauchbar machen. Insbesondere hoch entwickelte Halbleitern benötigen zum Teil eine wochenlange, ununterbrochene Abschirmung im Vakuum. Die Betriebsunterbrechungen in den nördlichen Industriegebieten Taiwans könnten nun also bedeuten, dass einige High-End-Chips in der Produktion beschädigt wurden.Die Tech-Firmen sind noch dabei, das genaue Ausmaß des Schadens durch das Beben zu analysieren. Einer ersten Einschätzung zufolge sollte die generelle Produktion von TSMC durch den Vorfall jedoch nicht allzu stark eingeschränkt sein, da weitere Fabriken in anderen Teilen des Landes kaum betroffen sind. Es ist also nicht mit einer neuen Chipkrise aufgrund des Erdbebens zu rechnen.
Zusammenfassung
- Stärkstes Erdbeben in Taiwan seit 25 Jahren
- TSMC und andere Chiphersteller betroffen
- Chipfabriken stellen Produktion nach Beben ein
- Mehrere Fabriken an Ostküste betroffen, evakuiert
- Halbleiter sind sehr anfällig für Erschütterungen
- Teile der Chipproduktion möglicherweise beschädigt
- Erste Einschätzungen sehen keine neue Chipkrise
Siehe auch:
- Debakel für Chips "Made in Russia": Über die Hälfte ab Werk defekt
- Größer für mehr Kerne: Apple baut nächsten iPhone-Chip für KI um
- AMD und Intel: Neues China-Verbot trifft Chiphersteller hart
- Apple: M-Chips haben eine nicht zu behebende Sicherheits-Lücke
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