Achtung: Adobe Acrobat KI-Assistent automatisch aktiv

Schon seit Februar gibt es in Adobe-Acrobat-Programmen einen KI-Assistenten. Der ist standardmäßig aktiviert. Wer nicht möchte, dass der Helfer den Inhalt der Dateien verwendet, um seine Antworten zu generieren, muss die Funktion manuell abschalten.
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Update vom 25.03.2024: Als Reaktion auf diesen Artikel hat sich Adobe direkt an uns gewandt, und darum gebeten klarzustellen, dass keinerlei Inhalte von Dateien der Nutzer zum Trainieren der KI analysiert und verwendet werden. Auch in den FAQ stellt das Unternehmen klar:

"Wir erlauben unseren Dienstleistern nicht, Ihre Dokumente, Ausgaben oder Textaufforderungen zu verwenden, um LLMs zu trainieren, die die generative KI-Funktion von Acrobat und Acrobat Reader nutzen."

Adobe bekommt laut eigenen Aussagen Dokumente und Eingabeaufforderungen der Nutzer nur dann zu Gesicht, wenn diese aktiv Feedback einsenden oder aufgrund von Eingaben Inhalte, Bugs und Schwachstellen an Adobe melden.


Ursprünglicher Artikel: KI standardmäßig aktiviert

KI-Anwendungen werden gerade in rasendem Tempo in digitale Produkte eingebunden. Sie sollen dem Nutzer das Leben erleichtern, indem sie lästige Aufgaben wie das Zusammenfassen von Dokumenten automatisch erledigen. Um ihre Arbeit zufriedenstellend zu verrichten, müssen KI-Modelle dazu aber natürlich die Inhalte der Dateien analysieren.

Das macht nun auch der KI-Assistent von Adobe bei allen Dokumente, die mit Acrobat-Programmen wie dem Acrobat Reader geöffnet werden. Die Funktion befindet sich momentan noch in der Beta-Phase. Schon seit dem 20. Februar ist der Assistent aber aktiv, wie Borns IT- und Windows-Blog berichtet. Wie der Assistent dabei genau arbeitet, beschreibt Adobe in einem Eintrag auf der eigenen Webseite.

Funktion muss manuell deaktiviert werden

Die generativen KI-Funktionen sind in den Adobe-Programmen dabei standardmäßig aktiviert. Wer also nicht möchte, dass Dokumente bei Fragen an die KI automatisch durchsucht werden, muss sich aktiv um eine manuelle Abschaltung des Dienstes kümmern. Das geht sowohl bei den Desktop-Varianten als auch bei den Online-Anwendungen durch das Deaktivieren der entsprechenden Funktion in den Einstellungen.

Wer die Funktion als Administrator für Gruppen von Anwendern oder eine ganze Organisation abschalten will, wird von Adobe nur an den Kundendienst verwiesen. In einem Beitrag auf Reddit haben Nutzer nach dem Kontakt mit dem Unternehmen aber schon einen Weg geteilt, wie sich der Dokumenten-Scan über einen Registry Key abschalten lässt. Dies ist allerdings wohl nur unter Windows, nicht aber auf dem Mac möglich.

Deutsche Texte wohl ausgenommen

In der momentanen Beta-Version beschränkt sich die Nutzung des KI-Assistenten laut Adobe auf Dokumente in englischer Sprache, die außerdem einen Umfang von 120 Seiten und eine Größe von 25 MB nicht überschreiten. Dateien, die diese Bedingungen nicht erfüllen, wie solche, die in deutscher Sprache verfasst sind, sind von der Funktion des KI-Assistenten daher wohl ausgeschlossen.

Dennoch sollten alle Nutzer, die nicht wollen, dass die Inhalte ihrer Dokumente bei Fragen an den Assistenten analysiert werden, lieber auf Nummer sicher gehen und die generativen KI-Anwendungen in den Einstellungen der jeweiligen Programme gleich gänzlich deaktivieren.

Zusammenfassung
  • KI-Integration in digitale Produkte schreitet voran
  • Adobe-Assistent analysiert Dokumente
  • Generative KI-Funktionen dabei standardmäßig an
  • Abschaltung der Funktion manuell notwendig
  • Admins müssen Kundendienst für Gruppenabschaltung kontaktieren
  • Registry Key deaktiviert KI unter Windows, nicht iOS
  • KI-Assistent aktuell für englische Texte bis 120 Seiten und 25 MB

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