Chaos bei der NASA: Ins All fliegen kann man, Supercomputer aber nicht
Veraltete Hardware, chaotische Organisation und Verwaltung sowie ernste Sicherheitsbedenken: Die NASA hat riesige Probleme mit ihren Supercomputern. Wenn die US-Weltraumbehörde nicht schnell handelt, sind zukünftige Missionen bedroht.
Ein Grund: bei der NASA hat sich eine unzureichende und verworrene Organisationsstruktur rund um HEC gebildet. Supercomputer sind aktuell Aufgabe des Earth Science Research Program. Das Problem: Lediglich ein Wissenschaftler innerhalb dieses Programms "ist für die HEC-Kapazitäten in beiden HEC-Einrichtungen verantwortlich, zusätzlich zu seinen geowissenschaftlichen Aufgaben", so der Sonderbericht.
Das für IT-Infrastruktur zuständige Office of the Chief Information Officer (OCIO) habe zwar theoretisch eine gewisse Aufsichtsfunktion, ist aber laut der Untersuchung im Alltag "wohl nicht an Aktivitäten oder der Verwaltung von HEC beteiligt." Die Folge: Die NASA kann schon länger nicht mehr mit der technologischen Entwicklung bei Supercomputern schritthalten. Beide Anlagen setzen größtenteils noch auf CPUs und verfügen über weniger als 48 GPUs - moderne Systeme nutzen zigtausende.
Die HEC-Einrichtungen NCCS und NAS können nicht mehr Schritt halten
Zu guter Letzt führe diese Entwicklung dazu, dass es die Teams mit der Cybersicherheit nicht mehr so genau nehmen. Entsprechende Protokolle des OCIO würden von Missionsdirektionen bewusst ignoriert und umgangen. Noch viel gravierender: Externe und ausländische Parteien können auf HEC-Einrichtungen der NASA zugreifen, ohne dass Zugangsberechtigungen und Aktivitäten genauer geprüft werden.
Das klare Fazit des Sonderberichts: "Die Unfähigkeit, die derzeitige HEC-Infrastruktur zu modernisieren, wird sich letztlich direkt auf die Fähigkeit der Agentur auswirken, ihre Ziele in den Bereichen Erkundung, Wissenschaft und Forschung zu erreichen."
Siehe auch:
Veraltet und chaotisch: NASAs Rechenzentren in Not
Die NASA hat in ihrer Geschichte viel zur Entwicklung von Supercomputern, englisch auch High-End-Computing (HEC), beigetragen. Die beiden wichtigsten HEC-Einrichtungen der NASA sind das Center for Climate Simulation am Goddard Space Flight Center und die Advanced Supercomputing Facility im Ames Research Center. Ein Sonderbericht warnt jetzt sehr deutlich, dass die NASA diese wichtige Ressource in den letzten Jahren nicht gut verwaltet hat.Ein Grund: bei der NASA hat sich eine unzureichende und verworrene Organisationsstruktur rund um HEC gebildet. Supercomputer sind aktuell Aufgabe des Earth Science Research Program. Das Problem: Lediglich ein Wissenschaftler innerhalb dieses Programms "ist für die HEC-Kapazitäten in beiden HEC-Einrichtungen verantwortlich, zusätzlich zu seinen geowissenschaftlichen Aufgaben", so der Sonderbericht.
Das für IT-Infrastruktur zuständige Office of the Chief Information Officer (OCIO) habe zwar theoretisch eine gewisse Aufsichtsfunktion, ist aber laut der Untersuchung im Alltag "wohl nicht an Aktivitäten oder der Verwaltung von HEC beteiligt." Die Folge: Die NASA kann schon länger nicht mehr mit der technologischen Entwicklung bei Supercomputern schritthalten. Beide Anlagen setzen größtenteils noch auf CPUs und verfügen über weniger als 48 GPUs - moderne Systeme nutzen zigtausende.
Die HEC-Einrichtungen NCCS und NAS können nicht mehr Schritt halten
Jeder kocht sein Süppchen
Mittlerweile erfordere die Arbeit der NASA-Teams deutlich mehr Rechenzeit, als die vorhandenen Kapazitäten bereitstellen können. Das hat wiederum zur Folge, dass Gruppen unabhängig voneinander eigene HEC-Kapazitäten aufbauen. Als Beispiel nennt man das Space Launch System-Team, das entsprechende Ressourcen zukaufen musste, um Fristen einhalten zu können.Zu guter Letzt führe diese Entwicklung dazu, dass es die Teams mit der Cybersicherheit nicht mehr so genau nehmen. Entsprechende Protokolle des OCIO würden von Missionsdirektionen bewusst ignoriert und umgangen. Noch viel gravierender: Externe und ausländische Parteien können auf HEC-Einrichtungen der NASA zugreifen, ohne dass Zugangsberechtigungen und Aktivitäten genauer geprüft werden.
Das klare Fazit des Sonderberichts: "Die Unfähigkeit, die derzeitige HEC-Infrastruktur zu modernisieren, wird sich letztlich direkt auf die Fähigkeit der Agentur auswirken, ihre Ziele in den Bereichen Erkundung, Wissenschaft und Forschung zu erreichen."
Zusammenfassung
- NASA kämpft mit Problemen bei Supercomputern
- Organisation um High-End-Computing ist chaotisch
- Nur ein Wissenschaftler verantwortlich für Kapazitäten
- Veraltete Anlagen können mit Neuentwicklungen nicht mithalten
- Eigenständiger Aufbau von HEC-Kapazitäten durch Teams
- Cybersicherheitsprotokolle werden ignoriert
- Zugriff auf NASA HEC-Einrichtungen unzureichend kontrolliert
- Modernisierung von HEC-Infrastruktur für NASA-Ziele essenziell
Siehe auch:
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