Klatsche für TikTok: Universal zieht Musik von Taylor Swift & Co. ab
Die Verhandlungen zwischen TikTok und Universal Music sind gescheitert. Der Musikkonzern wird die Songs von Künstlern wie Taylor Swift, Billie Eilish & Co. diese Woche von der Social-Media-Plattform abziehen. Die Gründe: schlechte Vergütung und Einschüchterungsversuche.
Für Universal standen eigenen Angaben zufolge neben einer "angemessenen Entschädigung" für Künstler und Songschreiber vor allem der Schutz vor den Auswirkungen KI-generierter Musik und die Online-Sicherheit der TikTok-Nutzer im Mittelpunkt der Verhandlungen. TikTok soll dabei allerdings "nur einen Bruchteil" des Satzes angeboten haben, den andere soziale Plattformen zahlen. Infografik Social Media: TikTok erobert den Werbemarkt
"Letztendlich versucht TikTok, ein musikbasiertes Geschäft aufzubauen, ohne einen angemessenen Wert für die Musik zu zahlen", so Universal in seinem Brief. Ebenso unterstellt der Musikkonzern TikTok, nur wenig gegen Lizenzrechtsverletzungen und schwerwiegende Probleme wie "der Flutwelle von Hassreden, Bigotterie, Mobbing und Belästigung auf der Plattform" zu unternehmen.
"Die Taktik von TikTok liegt auf der Hand: Es nutzt seine Macht als Plattform, um verletzlichen Künstlern zu schaden, und versucht, uns einzuschüchtern, damit wir einem schlechten Deal zustimmen, der die Musik unterbewertet und die Künstler und Songschreiber sowie ihre Fans benachteiligt", sagt Universal.
Für TikTok-Nutzer dürfte die Konsequenz sein, dass ein Großteil bekannter Songs in Zukunft nicht mehr auf der Social-Media-Plattform zur Verfügung stehen wird. Bei Universal Music und seinen Tochtergesellschaften stehen unter anderem Künstler wie Taylor Swift, Billie Eilish, Dua Lipa, Ariana Grande, Eminem, The Weeknd, Drake, Olivia Rodrigo, Lady Gaga und viele mehr unter Vertrag.
Siehe auch:
Es geht um viel Geld und gegen KI-Musik
In einem offenen Brief wendet sich Universal Music derzeit an die Künstler- und Songwritergemeinde, um über eine großangelegte TikTok-Auszeit zu sprechen. Nach Gesprächen zwischen dem weltweit größten Musikkonzern und einer der aktuell beliebtesten Social-Media-Apps, die vor allem für mit Musik untermalte Kurzvideos bekannt ist, konnten sich die Unternehmen nicht auf eine Verlängerung der bis zum 31. Januar 2024 gültigen Lizenzvereinbarung einigen.Für Universal standen eigenen Angaben zufolge neben einer "angemessenen Entschädigung" für Künstler und Songschreiber vor allem der Schutz vor den Auswirkungen KI-generierter Musik und die Online-Sicherheit der TikTok-Nutzer im Mittelpunkt der Verhandlungen. TikTok soll dabei allerdings "nur einen Bruchteil" des Satzes angeboten haben, den andere soziale Plattformen zahlen. Infografik Social Media: TikTok erobert den Werbemarkt
"Letztendlich versucht TikTok, ein musikbasiertes Geschäft aufzubauen, ohne einen angemessenen Wert für die Musik zu zahlen", so Universal in seinem Brief. Ebenso unterstellt der Musikkonzern TikTok, nur wenig gegen Lizenzrechtsverletzungen und schwerwiegende Probleme wie "der Flutwelle von Hassreden, Bigotterie, Mobbing und Belästigung auf der Plattform" zu unternehmen.
Angebliche Einschüchterung und Drohungen
Vorrangig werden die kürzlich aufgetauchten pornografischen Deepfakes von Künstlern wie Taylor Swift angesprochen. In diesem Zusammenhang kritisiert Universal auch von künstlicher Intelligenz erschaffene Musik, die TikTok erlauben und mit speziellen Tools sogar fördern soll. Darauf angesprochen hätte TikTok angeblich mit Gleichgültigkeit und Einschüchterung reagiert."Die Taktik von TikTok liegt auf der Hand: Es nutzt seine Macht als Plattform, um verletzlichen Künstlern zu schaden, und versucht, uns einzuschüchtern, damit wir einem schlechten Deal zustimmen, der die Musik unterbewertet und die Künstler und Songschreiber sowie ihre Fans benachteiligt", sagt Universal.
Für TikTok-Nutzer dürfte die Konsequenz sein, dass ein Großteil bekannter Songs in Zukunft nicht mehr auf der Social-Media-Plattform zur Verfügung stehen wird. Bei Universal Music und seinen Tochtergesellschaften stehen unter anderem Künstler wie Taylor Swift, Billie Eilish, Dua Lipa, Ariana Grande, Eminem, The Weeknd, Drake, Olivia Rodrigo, Lady Gaga und viele mehr unter Vertrag.
Zusammenfassung
- TikTok und Universal Music scheitern in Verhandlungen
- Universal zieht Songs von Swift, Eilish & Co. ab
- Gründe: geringe Bezahlung und Einschüchterung
- Universal fordert faire Vergütung und Nutzerschutz
- TikTok bietet weniger als andere Plattformen
- Universal kritisiert TikToks Umgang mit Lizenzverstößen
- Bekannte Musik wird TikTok-Nutzern fehlen
Siehe auch:
- TikTok-Konzern ByteDance klaut bei ChatGPT, um seine KI zu trainieren
- TikTok-Nutzer preisen bin Laden und das Netzwerk hat nun ein Problem
- TikTok ohne Werbung: Codeschnipsel enthüllen geplante Abo-Kosten
- Datenschutzverstöße: EU verhängt Millionenstrafe gegen TikTok
- TikTok wird selbst zur Shopping-Plattform: Linkverbot für externe Shops
Thema:
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